19 Jun

Blog 52 „Die Anreise“

Am Karfreitag geht es morgens los. Mareike ist noch auf der Bettmeralp beim Skifahren, doch mir steht der Sinn eher nach Sonne. Eigentlich wäre am Samstag das Eröffnungsrennen der DLC Serie, doch unser Rennteam kann verletzungsbedingt nicht starten. So wird mein erstes Ziel die Provence sein, denn dort findet ein kleines Trainingslager der Boulefreunde Biebertal statt. Der Platz und die Villa sind am Fuße des Mont Ventoux. Die Truppe läd mich abends zum Essen in eine sagenhafte Villa ein. Der Weg dorthin ist allerdings so steil, das mich vier Leute ziehen, schieben und über etliche Treppen tragen müssen. Es lohnt sich aber für mich, denn ich werde sehr gastfreundlich begrüßt und das essen von Rolf ist wie immer sehr köstlich.

Da ich auch zum Bouleplatz nur mit schwersten Schiebe- und Zieheinsätzen gelange und die Nächte sau kalt sind, entscheide ich mich abzureisen und gen Albi zu fahren. Dort findet der zweite Lauf zur Moto-Cross Seitenwagen Weltmeisterschaft statt. Vor zwei Jahren war ich schon mal dort und der Chef des Vereins kennt mich schon. Ich bekomme wieder meinen Platz direkt am Anfang des Fahrerlagers. Es ist Donnerstag und ich bin der erste auf dem riesigen Platz. Gegen Abend kommen die ersten Teams und ich beobachte das Aufbauen. Zu meiner Anfangszeit im Moto-Cross sind mein Beifahrer Micha und ich mit einem alten Renault 12,  Anhänger und einem Zelt losgezogen. Wenn man sich anschaut, wie die Jungs heute unterwegs sind, fällt mir nichts mehr ein. Hier ein kleiner Eindruck:

Im 40tonner ist hinten ein riesiger Lift eingebaut, mit dem die beiden Gespanne unter die Decke gehoben werden können. Unten ist dann die Werkstatt und im vorderen Bereich der Wohntrakt. Im „Vorzelt“, dass ich eher als „Festzelt“ bezeichnen würde, könnte man auch getrost Badminton spielen. Was mich aber an Castelnau de Levis  so fasziniert, ist die Tatsache, dass man die gesamte Strecke überblicken kann. 

Die Rennen sind recht unspektakulär. Der Franzose Giraud gewinnt beide Läufe souverän. Eigentlich haben die Wetterfrösche für das gesamte Wochenende Regen vorhergesagt. Es bleibt aber trocken bis zur letzten Zieldurchfahrt. Ich hab dann noch ein Bier getrunken und eine Merguez (französische Rennwurst, die aber eigentlich aus Spanien kommt) gegessen und auf dem Weg zum Kutter fängt es an zu schütten. Ich fahre  abends im Dauerregen bis nach Gruissan an den Intermarche.

Morgens weckt mich dann das, auf das ich solange gewartet habe:

Erst mal mit meinem Buch vor den Kutter gesetzt und gelesen. Danach Wäsche gewaschen, eingekauft und dann ab zum Campingplatz nach Les Ayguades.

a bientot

 

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