21 Jun

Blog 53 „Sechs Wochen Ruhe“

Nach den ersten 10 Tagen der Anreise durch die Provence und das Zentralmassiv, bin ich sehr entspannt auf meinem Platz 15 auf dem CAMPING LVL angekommen. Ich bin tatsächlich der einzige in der Ecke des Camping Platzes. Nach dem ersten Regen weiss ich auch warum. Nach ca. 20 Minuten nach Beginn des Regens, fällt der Strom aus. Wenn es aufhört zu regnen, dauert es ca. 3 Stunden und der Strom ist wieder da. Lustig – nun wollen sie mich umquartieren. Ich soll auf die andere Seite des Camping Platzes. Ich sage aber, dass ich bleiben will, da der Platz vom Untergrund her sehr fest ist und ich so mit dem Rolli gut zurecht komme. Der große Vorteil ist, dass sie alle Neuankömmlinge auf die andere Seite des Platzes schicken. Da fällt der Strom nämlich nicht aus. So bin ich zwei Wochen ganz allein. Es ist so genial, morgens die Tür auf zu machen und den Strand zu sehen und niemand stört.

Lesen, chillen, sonnen und ab 15.00 Uhr Boule spielen. Abends köchele ich vor mich hin und bin sehr bei mir. Kein Gedanke an Arbeit, Basketball oder sonst was. Was mich belastet ist, dass einer meiner besten Freunde gesundheitlich große Probleme hat und ich ihn von hier aus nicht unterstützen kann.

Am Strand ist die Matte noch nicht ausgelegt, so kann ich nur von der Treppe auf´s Meer schauen. Trotzdem immer wieder ein herrlicher Blick. Das Meer, der breite Strand und rechter Hand die schneebedeckten Pyrenäen. Hier zu sitzen und zu lesen ist einfach grandios.

Der Strand ist um diese Zeit auch noch nicht aufgeräumt. Treibhölzer in allen grössen liegen am Strand und einige bauen Skulpturen aus dem Treibgut.

Der erste Besuch trifft ein. Ursina (die Königin) und Pipo aus der Schweiz sind gekommen. Pipo war ein Spieler aus der schweizer Nationalmannschaft, die ich ja drei Jahre trainieren durfte. Ursina war die Physio und die beiden sind jetzt zusammen. Mareike und ich mögen die beiden wirklich sehr. 

Beide radeln viel und Abends kochen wir zusammen, oder gehen ins Restaurant, trinken Wein, erzählen Geschichten und spielen Quirkle. Dann erfahre ich, dass sie Boulekugeln mit haben und so verbringen wir zwei tolle Nachmittage auf dem Bouleplatz. Noch Tage später erzählen meine Kumpels vom Bouleplatz von den beiden. Schade, dass sie schon nach vier Tagen wieder weiter müssen. Sie haben aber gesagt, dass sie auf jeden Fall wieder kommen werden. 

a bientot

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