Unsere Reise neigt sich dem Ende. Wir verlassen Gruissan zusammen mit Wädi, der uns noch die nächste Etappe begleitet. Wir fahren bei brütender Hitze entlang der A9 Richtung Orange und dort auf die A7 nach Norden. Unser Ziel ist „Saint Rambert d´Albon„. Wir errichten unsere Wagenburg auf dem „Camping Bois et Toilés„. Der Platz liegt unter riesigen alten Bäumen und spendet uns guten Schatten. Nach einem kurzen Gewitter gehen Mareike und Wädi ihrer Lieblingsbeschäftigung nach – schwimmen. Wädi holt mit seinem „Amigo-Zuggerät“ leckere Pizza und alle schlafen gut.
Am nächsten Morgen verlässt uns Wädi, der direkt vor der Abfahrt nochmal schnell kalt duscht, Richtung Schweiz. Die Hitze ist selbst jetzt gegen 11.00 Uhr schon fast unerträglich. Alle Fenster und Dachluken auf und los geht es nach „Villefranche sur Saône“, bei nun schon 37°. Dort gibt es einen Stellplatz, der direkt an einem Badesee liegt. Ich sitze unter einem Baum und schwitze, schwitze und schwitze noch mehr. Mareike versucht es mit einer Abkühlung im Badesee, kommt aber zurück und ist völlig entsetzt, wie voll und vor allem wie warm der See ist. Alle halbe Stunde geht sie zur Wasserstelle des Platzes und versorgt mich mit kaltem Wasser, das mich vorm explodieren bewahrt. Nachts kommt plötzlich Wind auf und es gibt ein kleines Gewitter, dass für Abkühlung sorgt.
Einigermaßen ausgeruht geht es nach „Langres„. Wir hätten nie gedacht, dass wir am Ende unserer Reise nochmal so ein Highlight finden. Langres ist komplett von einer intakten Stadtmauer umgeben. Der „Camping Navarre“ liegt innerhalb der Stadtmauer an einem ehemaligem Wachturm. Was für ein Ambiente und was für ein Ausblick von der Stadtmauer, auf die umliegende Gegend. Wir checken ein und machen uns in die Stadt. Teils auf der Stadtmauer teils, durch nur 80cm breite Gassen zwischen den Häusern. Es erwartet uns eine wunderschöne Kathedrale, in der wir lange bleiben, da sie nicht nur schön, sondern auch sehr kühl im Inneren ist. Es macht uns viel Spaß durch die kleinen Gässchen zu ziehen und zu fotografieren. Wir sitzen in Cafés und gegen Ende lass ich mir die Urlaubswolle bei einem Frisör, innerhalb von 5 Minuten und für nur 15.-€ entfernen. Mareike findet es sogar gut.
Über Thionville, Arlon in Belgien, Trier und Darmstadt geht es zurück nach Hause und wie immer, wenn man von Langgöns Richtung Giessen schaut, begrüsst uns der Dünsberg, Vetzberg und mein Hausberg der Gleiberg und wie immer habe ich plötzlich wieder diesen Kloß im Hals der mir zeigt, wie wichtig mir die Heimat ist, trotz der ganzen tollen Erlebnisse unserer Reise.
bis bald…