18 Dez

Blog 111 “ der Wal Teil 3″

Voller Tatendrang werden wir wach. Mareike nimmt einen kurzen Kaffee und geht dann in die Stadt zur kleinen Tankstelle und dann weiter zum Supermarkt. Nach einer guten halben Stunde kommt sie zurück mit schlechten Nachrichten. Es gibt an beiden Tankstellen keinen Sprit. Nun bekommen wir richtig kalte Füße und ich fange an zu telefonieren. Wir stehen direkt am Stadion und ich sehe die Jungs vom Gemeindebauhof ein paarmal vorbei fahren und beschließe, die Jungs zu fragen, ob wir 30 Liter Diesel bekommen können. Aber es kommt natürlich keiner mehr vorbei. So rufe ich auf der Gemeindeverwaltung an und frage dort, ob ich auf dem Bauhof Diesel bekommen kann. Die Frau am Telefon lacht mich nur aus und sagt, dass ihr Mann heute Morgen auch nicht zur Arbeit fahren konnte, weil er keinen Sprit mehr hat. Die nächsten sind die Polizei, doch auch die haben nicht mal Verständnis für meine Anfrage. Dann kommen mir die Bauern der Umgebung in den Sinn, die haben ja oftmals einen Dieseltank auf ihren Höfen für die Landmaschinen. Doch wie komme ich an Namen und Telefonnummern? Mareike geht tapfer jede Stunde zu beiden Tankstellen, um sich eine Abfuhr abzuholen. Die Dame vom Supermarkt hat ein Herz und gibt ihr ihre Telefonnummer, dann spart sie sich den langen Weg. Es kommt uns eine neue Idee. Lisa, unsere Freundin, wohnt im belgischen Arlon. Ein Blick auf die Karte zeigt uns, dass es nur 187 km bis zu uns sind. Ich ruf sie an und sie sagt sofort „kein Problem – ich setz mich nach Feierabend (12.00 Uhr) ins Auto, kaufe drei große Kanister und bin zwei Stunden später bei euch“. Uns fällt ein Stein vom Herzen, nun wissen wir, dass es wohl doch heute noch weiter geht. Ich rufe dann noch meinen Onkel und meine Tante an, denn sie sind eine Tagesreise hinter uns, um ihnen zu sagen, dass sie immer tanken sollen egal wieviel noch im Tank ist. Auch die beiden bieten uns ihre Hilfe an, aber erstens wird es schwierig in einem Wohnmobil drei große Kanister unter zu bringen und noch viel wichtiger ist die Tatsache, dass Hamsterkäufe bei Strafe verboten sind.

Von unserem Nachbar auf dem Stellplatz bekommen wir dann aber noch einen wichtigen Tipp. Die lokale Polizei, der Bauhof und die Sozialdienste haben wohl in Frankreich einen Vertrag mit E.Leclerc. Der Supermarkt beliefert also diese Organisationen mit Sprit und so werden diese Supermärkte in Sachen Lieferung priorisiert. Und tatsächlich gerade als wir mit Lisa alles organisieren wollen, sagt Mareike „ruf doch mal im Supermarkt an“. Siehe da – wir bekommen gesagt, dass gerade ein Tanklaster gekommen ist. Sie weiß aber nicht wieviel und was für einen Treibstoff er geladen hat. Ihr letzter Satz war aber, „kommen sie schnell, denn die Schlange ist schon ewig lang. Also Stromkabel raus und alles einfach in den Bus geworfen und dann beten, das wir die 800m noch schaffen. Wir schaffen es und ich frage einen Mann der beim Tanklasterfahrer war, ob er denn auch Diesel dabei hat – ja!!! Jetzt muss es nur noch genug sein, denn die Schlange ist so lang, dass wir zwei Stunden stehen bis wir endlich dran kommen. Wir können sogar volltanken und bedanken uns noch beider Frau vom Supermarkt. Ein letztes Abklatschen nach dem Bezahlen und dann auf Richtung Saarbrücken.

Abends sind wir zu Hause und wir beide reden noch tagelang von dieser Situation. So schließt sich der Kreis mit meinem gelesenen Buch und den Folgen, in die man schneller geraten kann, wie man denkt. bientôt

17 Dez

Blog 110 „der Wal Teil 2“

Im Internet erfahren wir, dass in drei der fünf Raffinerien gestreikt wird. Die Auswirkung ist klar, es gibt nur noch wenig Kraftstoff. Wir lachen am Anfang noch, denn es ist völlig surreal. An den ersten autofreien Sonntag, am „25.11.1973“ kann ich mich nur recht vage erinnern. Ich war gerade 13 Jahre alt. Doch das Lachen vergeht uns recht schnell. Man sitzt 163 km vor Saarbrücken fest und keiner weiß, wie es weiter geht. Unsere Nachbarn vom Stellplatz klären uns weiter auf, es gibt Camper, die schon seit Tagen hier fest sitzen. Nun beginnt unsere intensive Suche nach Diesel. Ich habe ausgerechnet, das wir bis Deutschland (Saarbrücken) etwa 30 Liter Diesel benötigen. Wir erfahren, dass an vielen Tankstellen der Kraftstoff auf 30 Liter begrenzt ist – das würde ja schonmal reichen. Nur woher bekommen? In der Stadt Charmes gibt es zwei Tankstellen. Eine kleine in der Mitte des Ortes und in etwa 800 Metern ein E.leclerc Supermarkt mit einer großen Tankstelle. Der Supermarkt hat am Sonntag zu und die Tankstelle im Ort ist zwar geöffnet, hat aber keinen Tropfen Benzin und Diesel. Wir erfahren von einer Frau, dass es wohl eine App gibt, die von den Usern gepflegt wird, die zeigt, was und zu welchem Preis, man wo bekommt. Wir finden auf der App eine Tankstelle in Bayon (13 Kilometer entfernt). Unsere Tankanzeige bewegt sich beim Anmachen der Zündung nur noch minimal, aber es ist Sonntag und wenig Verkehr – auf geht’s. Ich schleiche auf einer winzigen Straße im Standgas bis nach Bayon. Die Tankstelle ist auf einem Gelände eines Supermarktes und es sind Leute am tanken. Wir feiern und sehen uns schon Richtung Saarbrücken fahren. Doch dann die Ernüchterung – es gibt alles außer Diesel. Was nun? Nochmal die 13 km zurück nach Charmes, oder hier auf dem Parkplatz warten – ohne Strom, Wasser, Dusche und Entsorgung. Mareike möchte gerne bleiben, da sie glaubt, dass wir es nicht mehr zurück schaffen. Ich setzte auf unseren Kutter und schleiche die 13 km wieder zurück nach Charmes. Wir kochen und dann fangen wir an zu planen, wo wir Diesel her bekommen. Am Dienstag müssen wir zu Hause sein. Es ist ein komisches Gefühl einzuschlafen und nicht zu wissen, wie es weiter geht.

So etwas haben wir noch nie erlebt
An allen Tankstellen das selbe Bild

Gruselig

a bientôt

14 Dez

Blog 109 „der Wal Teil 1“

Ich habe ja schon am Anfang dieses Reiseberichtes erzählt, dass ich das Buch „DER WAL“ lese. Darin geht es um eine Pandemie, die ähnlich wie die „SPANISCHE GRIPPE“ viele Menschen tötet. Der Schriftsteller erzählt, welche Auswirkungen das auf die Infrastruktur hat. Die Leute gehen vor lauter Angst nicht mehr zur Arbeit. Wasserwerke fördern kein Wasser mehr, Lebensmittel werden nicht mehr befördert und so kommt das ganze System der Versorgung ins wanken. Dies zum Einstieg.

Wir fahren also nach dem Frühstück von unserem kleinen Campingplatz los und mein Blick auf die Tankanzeige verrät nichts Gutes. Mein Bus ist fast 30 Jahre alt und die Tankuhr ist nicht wie bei modernen Autos „sie können noch 56km fahren“, nein – bei mir beginnt ein rotes Feld und das sagt „nun solltest du mal tanken“. Wir hatten uns schon gewundert, dass beim ersten Tankstop in „GRANE„, eine so lange Schlange an der Tankstelle war.

Wir kommen also an die erste Tankstelle und wundern uns, dass die kompletten Zapfsäulen abgesperrt sind???? Noch ahnen wir nichts. Weiter geht es auf einer vierspurig ausgebauten Route National Richtung „NANCY„. An der nächsten Rastanlage das gleiche Bild – nun fangen wir an zu rätseln. Die Nadel der Tankanzeige verschwindet schon unter dem roten Bereich und so müssen wir abfahren. Wir landen an einem Sonntag in dem kleinen Städtchen „CHARMES„. Hier werden wir wohl Diesel bekommen – denken wir! Am Ortseingang empfängt uns die Feuerwehr, die die Straße absperrt. Ich frage, warum es nicht weiter geht und uns wird gesagt, dass in der ganzen Stadt ein riesiger Flohmarkt ist und somit die ganze Innenstadt gesperrt ist. Auf meine Aussage, ich müsste aber zur Tankstelle, werde ich ausgelacht „die hat eh kein Benzin“. Wie – eh kein Benzin? Sie sagen, es gäbe im Moment kein Benzin. Zum Glück ist in der Stadt ein schöner Stellplatz direkt an der Mosel mit Strom, Dusche, Toilette und Frischwasser. Hier stehen wir erst mal gut und ich beginne mal zu googeln, was das mit dem Sprit so auf sich hat.

Charmes“ an der Mosel
Unser Stellplatz in „Charmes

a bientôt

13 Dez

Blog 108 „allein auf einem Campingplatz“

Wir brechen nach dem Frühstück auf und fahren auf der Route National durch die „BOURGOGNE„. Kaum Ortschaften, kilometerlange Geraden und sanfte Hügel machen die Fahrt immer wieder zu einem Erlebnis.

Irgendwo auf der D 475 Richtung Nancy

Später folgt ein Gebiet unzähliger Seen. Wir fahren von der Route National D475 an dem kleinen Dorf Sellieres ab. Wir kaufen noch etwas ein und finden dann ein Schild zu einem Campingplatz. Er heißt „CAMPING DES ETANGS„. So was haben wir auch noch nicht gesehen. Vier Bungalows und ca. 10 Stellplätze, direkt an mehreren Seen.

Camping des Etangs

Ein ganzer Campingplatz für uns

Traumhaft. Es ist so still, kein Mensch ist auf dem Campingplatz. Laut Campingführer ist er aber noch geöffnet. Wir suchen uns ein schönes Plätzchen und fangen an zu kochen. Ich sage noch zu Mareike, die haben bestimmt eine Webcam am Eingang und wenn jemand kommt, setzt Vaddi sich auf´s Fahrrad und kommt kurz zum Kassieren vorbei. So ist es dann auch. Nach einer guten Stunde kommt jemand, bei dem wir bezahlen und sogar noch ein Eis kaufen können. Die Nächte werden nun schon frisch und wir merken, dass der Herbst nun in großen Schritten naht. In der Nacht wache ich einmal auf und bin fasziniert von dieser Stille. Lange liege ich wach und genieße die Ruhe. Am Morgen liegt Nebel über den Seen und der Abschied fällt uns schwer, doch am Dienstag warten zu Hause die ersten Termine und nun ist schon Sonntag morgen. Wir müssen weiter. WICHTIG!!! WIR MÜSSEN TANKEN!!!

a bientôt

12 Dez

Blog 107 „die letzten Tage in Gruissan“

Es ist Oktober und nun beginnt die große Abreise und Schließung. Unser Bäcker, der nur 200m vom Campingplatz entfernt ist, schließt. Der kleine Lebensmittelladen hat seine Verkaufsgestelle eingemottet, die Schilder abgehängt und seine Tür mit einem dicken Schloss verriegelt. In unserer Stammkneipe „LE CROQ“ ist am Samstag ein riesiges Abschiedsessen geplant. Leider bekommen wir keine Karten mehr. Das Fest geht morgens schon los und als ich gegen 15.00 Uhr zum „BOULEPLATZ“ gehe, sind alle schon picke packe voll. Die Chefin winkt mir, ich solle doch auf einen Drink rüber kommen, doch so komplett nüchtern in diese wirklich wild feiernde Meute einzutauchen, habe ich keine Lust. Wie ich abends zurück zum „CAMPINGPLATZ“ rolle, ist die Party vorbei und das gesamte Personal putzt, räumt die Terrassenmöbel weg, spült alles und macht das Restaurant winterfest. Es sieht schon komisch aus, wenn man jetzt vorbei geht und alles ist wie ausgestorben. Kein Fahrradverleih mehr, kein Strandlädchen, nichts – alles wirkt wie in einer Westerngeisterstadt. Fehlen nur noch die Gebüschrollen, die der Wind durch die Straßen treibt.

Unsere Stammkneipe „Le Croq“ in Les Ayguades

Gilbert läd uns zum Abschied nochmal zum Essen ein. Zusammen mit Norbert und Francoise verbringen wir einen netten Abend. Es werden alte Geschichten von legendären Boulepartien erzählt, aber auch von vielen Freunde, die uns mittlererweile schon verlassen haben. Boule wird halt doch vorwiegend von älteren Damen und Herren gespielt. Bei uns am Platz bin ich mit meinen 62 Jahren immer noch einer der Jüngsten. Es gibt Pizza von „TOM´S PIZZA„, Melone mit Parmaschinken und zum Nachtisch Apfelkuchen und jede Menge Wein. Satt und zufrieden laufen wir die ca. 2 Kilometer in der Nacht zurück zu unserem Bus. Unser Dörfchen ist wie ausgestorben. Auch auf dem Campingplatz leeren sich nun die Reihen.

Abschiedsessen mit Gilbert, Francoise und Norbert auf Gilbert´s Terrasse

Wir fahren am Freitag, den 07.10.22 zurück nach Deutschland. Es fällt uns schwer. Wenn wir im Mai zurückfahren, wissen wir, dass wir den ganzen Sommer noch vor uns haben, doch nun fahren wir von 24 Grad in die Kälte. Wir packen zusammen, Gilbert hilft uns noch beim Verladen der Fahrräder und dann geht es los. Unser erster Stop ist in „GRANE“ auf dem „CAMPING LES 4 SAISONS„. Das Örtchen liegt östlich der Autobahn auf der Höhe von „Loriol sur Drome“. Für Rollstuhlfahrer eher ungeeignet, denn der Platz liegt terrassenförmig an einem steilen Hang. Doch der Ausblick auf die Provence bis zu den Alpen entschädigt für den Hangplatz. Ich sitze in der nachmittags Sonne und lese. Mareike geht ins Dörfchen einkaufen.

Lesestunde am Nachmittag

Camping les 4 Saisons“ in Grane

„Grane“ mit Blick auf die Voralpen

Vollmond in „Grane“

a bientôt

09 Dez

Blog 106 „Bilder vom Meer“

Uns ist aufgefallen, dass der Himmel dieses Jahr sehr besonders ist. Wir haben wenig Wind und so bilden sich täglich neue Wolkenformationen. Mareike nimmt dann zum Strandspaziergang die Kamera mit und so entstehen recht schöne Bilder, die wir hier in einem „Himmelspecial“ zusammengestellt haben. Wir hoffen, euch ein wenig in Urlaubsstimmung zu versetzen.

Himmel mit Meer Impressionen

a bientôt

08 Dez

Blog 105 „Ausflug nach Narbonne Plage“

Wir fahren oft nach „NARBONNE PLAGE„, weil die Promenade dort sehr breit ist und an einem breiten, weißen Strand entlang führt. Ungefähr in der Mitte gibt es eine leckere Eisdiele. Mareike ging früher oft vom Campingplatz am Strand entlang bis Narbonne Plage und setzte sich dort in die Eisdiele. Jetzt haben sie die Furt am Ende der Lagune ausgebaggert und so müssen wir jetzt mit dem Fahrrad durch´s Landesinnere fahren.

Am Plage „Les Ayguades“ ist unser Campingplatz und am Ende(rechts) der Lagune war die Furt. die sie jetzt wieder vertieft haben. Ganz rechts ist „Narbonne Plage“.

Es sind aber nur ca. 3 Kilometer bis an den Anfang der Promenade. Die Promenade selbst ist bis zum Hafen nochmal 3 Kilometer. An der Promenade findet jährlich im September ein Drachenfest statt. Von einzelnen Drachen bis hin zu Formationen, kann man da gut einen ganzen Tag verbringen. Zwischendurch in eines der vielen Restaurants essen gehen und immer wieder in die Eisdiele.

Schokobecher in unserer Eisdiele

Wenn man noch einen Kilometer weiter fährt, kommt man nach „Saint Pierre la Mer“. Hier ist jeden Tag Markt. Am Strand von Narbonne Plage gibt es mehrere Kunststoffmatten, auf denen man als Rollstuhlfahrer bis vorne ans Wasser fahren kann. Außerdem kann man an den Wachposten spezielle Rollstühle ausleihen, mit denen man auch ins Wasser kann.

a bientôt

27 Nov

Blog 104 „Fahrradtour nach Gruissan“

Am 29.09.22 (Mareikes Geburtstag) fahren wir mit den Fahrrädern nach Gruissan. Wir kennen da eine schöne Strecke entlang des „Plage du Grazel“, weiter zum Yachthafen „Port Rive Gauche“, dann über die Fußgängerbrücke rein in die Altstadt von Gruissan.

Blick vom Plage du Grazel nach Les Ayguades

Yachthafen von Gruissan

Yachthafen von Gruissan

Die Altstadt von Gruissan mit der Festung

Der leere Marktplatz von Gruissan. Das grüne Haus ist unser Lieblingsbäcker

An Markttagen (Mittwochs und Samstags) ist hier jede Menge los in den Gassen. Hier kennen wir nach so langer Zeit die Hotspots vom Markt, den kleinen Geschäften und Restaurants.

Auf dem Markt hat es uns vor allem der Olivenstand angetan. Hier holen wir die leckeren Senfoliven. Leider haben sie keine und ich frage nach dem Grund. Wir erfahren, daß 79,6% der Senfkörner aus Russland und der Ukraine kommen. Ich hatte mich schon gewundert, dass es bei uns zu Hause im Edeka, schon lange kein Dijonsenf mehr angeboten wird.


Wir bummeln durch die Gassen. Um diese Jahreszeit und ohne Markt, ist die Stadt sehr leer. In unserem Lieblingscafé gibt es ein Croissant und eine heiße Schokolade. Das nette Kunstlädchen, in dem wir schon einige Sachen gekauft haben, hat leider schon Saisonende.

Wir gehen im Restaurant „La Cranquette“ essen. Ein sehr skuril eingerichtetes Restaurant, dass mit einigen Preisen ausgezeichnet ist. Nicht nur „ausgezeichnet“, sondern man kann dort auch ausgezeichnet essen.

So vergeht ein schöner Tag, der im „Boulodrom Municipal“ endet. Hier spielen einige Jungs und Mädels, die früher bei uns in Les Ayguades gespielt haben. Dann muss es dort mal einen riesen Streit gegeben haben, so dass einige nach Gruissan abgewandert sind. Wir sitzen in der Nachmittagssonne, schauen beim Boule zu und fahren dann zufrieden zurück zum Campingplatz.

Der Aufgang zur Festung

Die Stadtkirche mit dem „Tour Barberousse“

a bientôt

27 Nov

Blog 103 „Ausflug zur Saline“

Ein jährliches Ritual ist der Ausflug zur „Saline“ direkt am Dorfrand von Gruissan. Von unserem „Campingplatz“ sind es 9 km bis dorthin. Wir kaufen Salz in unterschiedlichsten Variationen. Knoblauch, Rosmarin, Pfeffer, Senf, Thymian, Paprika sowie grobes Salz für die Salzmühlen und Fleur de Sel. Dort findet man aber auch Öl von der „Mühle in Gruissan„, Wein aus der Weinkooperative, Nougat aus Montelimar, Senf usw. Nach dem Einkauf im Shop, kann man direkt an den Salinen die heimischen Austern verköstigen. Man sitzt mit Blick bis zum Meer. Leider ist es dort an bewölkten Tagen sehr voll.

a bientôt

16 Nov

Blog 102 „Gruissan wir sind da!!!“

Auf Wunsch eines einzelnen Lesers (vielleicht ist er auch der einzige) geht die Geschichte weiter. Der Leser ist Kai und einer meiner ältesten Freunde. Er wohnt in München und so sehen wir uns leider nicht oft, haben aber ausgemacht, uns nächsten Jahr auf den „GOLDEN OLDIES“ in unserer Heimatgemeinde zu treffen.

Am 17.09 fahren wir die letzten 225 km nach Gruissan. Nach einem kurzen Stück Route National geht es auf der A9 Richtung Barcelona.

Die Route von Guadargues nach Gruissan

Über „Nîmes„, „Montpellier„, „Béziers“ fahren wir in „Narbonne“ von der Autobahn ab. Nach weiteren 8 km kommt man über eine Kuppe und sieht „Gruissan„. Was für ein Gefühl. Ich vergleiche das immer, wenn man Gambacher Kreuz auf die A45 Richtung Siegen fährt und nach dem Örtchen Langgöns plötzlich unsere beiden Burgen Gleiberg , Vetzberg und den Dünsberg sieht. Dann wissen wir, jetzt sind wir zu Hause. Dieser Blick ist für mich Heimat und so geht es mir, wenn ich kurz vor Gruissan über die Kuppe fahre und sehe das Dörfchen am Meer.

Blick auf Gruissan mit dem davor liegenden „Etang de Gruissan

Es folgt das übliche Prozedere. Zuerst in der „Baguettine“ Brot holen, dann zum Intermarche einkaufen. Auf dem Weg zum Campingplatz fahren wir bei Gilbert vorbei, der uns herzlich begrüßt und dem wir wie jedes Jahr, einen Sixpack Licher Bier mitbringen. In der Rezeption kennt uns jeder und so braucht es keinerlei Formalitäten. Ich bekomme den Schlüssel einer Behindertendusche und fünf Minuten nach der Ankunft stehen wir auf unserem Platz.

Gruissan mit der Saline, oben Les Ayguades mit unserem Campingplatz (siehe Pfeil)

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07 Nov

Blog 101 „Gruissan wir kommen…Goudargues“

Von Saint Claire du Rhone nach „Goudargues“ macht es wenig Sinn, Route National zu fahren. Es geht durch eine Ortschaft nach der anderen mit unzähligen Kreisverkehren. Auf der „Autoroute du Soleil“ A7 geht es Richtung Süden vorbei an „Valence“ und „Montelimar„, bis zur Ausfahrt Bollene. Nach wenigen Kilometern ist man dann in Pont-Saint-Esprit, dem Ort, wo die Ardeche in die Rhone mündet.

Pont-Saint-Esprit“ – hier fließt die „Ardèche“ in die Rhone

Ein Fluss südlicher liegt die „Cèze„, an der das kleine Dörfchen Goudargues liegt. Wir finden, dass es eines der schönsten Orte in dieser Region ist. Auf dem malerischen Campingplatz namens „La Grenouille„, direkt an der Cèze, kümmert sich die sehr nette Chefin Delphine, um die Belange ihrer Gäste.
Inmitten der Hauptstraße mit all seinen Restaurant, fließt ein Flüsschen und man sitzt direkt am Wasser. Nahe des Flusses folgt der Bouleplatz, der sich Mittwochs in einen kleinen, aber feinen Marktplatz verwandelt. Hier gehe ich nachmittags zum Boulespielen. Die alten Männer dort kennen mich jetzt schon seit Jahren. Hier wird wesentlich ernsthafter gespielt wie bei uns in Gruissan. Man wird schonmal komisch angeschaut, wenn eine Kugel etwas zu lang oder zu kurz geraten ist. Während bei uns in Gruissan eine zu lange Kugel mit „na – hast du heute zu Mittag Pferd gegessen“, oder wenn sie zu kurz geraten ist „hat heute wieder keiner gekocht“, kommentiert wird.
Direkt am Campingplatz ist das alte römische Waschhaus.

Altes römisches Waschhaus von Goudargues

Dort sitzt man auf einer Steinumrandung und kühlt sich die Füße im eiskalten Wasser. Wir treffen Klaus und Irene. Mareike ist leider krank geworden und muss den Bus hüten. So wechsele ich, zwischen unserem und dem Wohnmobil der Beiden, hin und her. Wir erzählen, trinken ein Gläschen Wein, während Tante Irene die Patientin mit Äpfeln vom Bodensee versorgt.
Goudargues liegt ungefähr auf der Höhe von Avignon und die Nächte werden deutlich wärmer. Schade ist nur, dass es abends schon recht früh dunkel wird. Wir verbringen einige Tag hier und brechen am 17.09 auf zur letzten Etappe nach Gruissan.

a bientôt

05 Nov

Blog 100 „Gruissan wir kommen…Saint Claire du Rhone“

Ab Chalon fahren wir auf der Autobahn A6, da in ca. 100 km Lyon folgt und da haben wir immer ein komisches Gefühl. „Lyon“ ist echt schon eine sehr große Stadt, wenn man bedenkt, dass wir seit Tagen nur durch kleine Ortschaften gondeln. Es gibt eine Ost, eine West-Umgehung und eine Autobahn mitten durch die Stadt. Auf allen dreien haben wir schon Stunden im Stau verbracht. Unser neues Navi versteht wohl auch die französischen Verkehrsmeldungen und so leitet es uns recht zügig durch die Stadt, in der wir noch nie Halt gemacht haben, wobei alle sagen, wie schön sie sein soll. Aber ich komme halt aus einem Dorf und so scheue ich Großstädte, wie der Teufel…
Südlich von Lyon fahren wir in Vienne nicht auf die Autobahn sondern bleiben auf der Route National entlang der Rhone und fahren nach „Saint Claire du Rhone“ auf den Campingplatz „Daxia„.

Ein kleiner Platz mitten in der Natur an einem Flüsschen mit Swimmingpool und Brötchenservice. Während der letzten drei Stunden haben wir merklich gespürt, wie die Temperatur ansteigt. Mareike beschließt nochmal kurz in den Pool zu springen. Leider hat er seit gestern geschlossen, so erfrischen wir uns an der Außendusche und geniessen die Abendstimmung mit lesen und Musik hören.
Da hier nicht nur der Pool geschlossen ist, sondern auch das Restaurant, wollen wir am nächsten Tag weiter nach Goudargues fahren. Dort sind wir mit meinem Onkel Klaus und meiner Tante Irene vom Bodensee verabredet.

Saint Claire du Rhone – ganz rechts ist unser Campingplatz „Taxi“

Campingplatz „Daxia“

Die Rhone kurz hinter Lyon

Ein Blick in die Provence

Flüßchen „LA VARÈZE“

Flüßchen „LA VARÈZE“

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03 Nov

Blog 99 „Gruissan wir kommen…“Chalon sur Saône“

Da das Wetter morgens nicht gut ist, beschließen wir so lange zu fahren, bis wir in die Sonne kommen. Also wird schnell gefrühstückt, getankt und dann geht es weiter auf der D474 über „Dijon“ nach „Chalon sur Saône„. Wir fahren die Route National gerne, da es durch wenig Dörfer und somit auch durch wenig Kreisverkehre geht. Ferner ist diese Strecke landschaftlich sehr schön, mit vielen Seen und den legendären „Charolais“ Rindern.
In Chalon finden wir einen Campingplatz, der direkt an der Saône liegt. Er ist sehr groß und liegt direkt an der Stadt. Da es uns hier sehr gut gefällt, beschließen wir zwei Nächte zu bleiben. Mareike geht in die Stadt einkaufen und ich sitze am Bus in der Sonne und lese „Der Wal“. Ein interessantes Buch, dass mir mein Freund Siggi geliehen hat und dessen Inhalt auf unserer Rückreise nochmal aktuell werden wird.
Mareike bringt Grillhähnchen und frisches Baguette mit – lecker!!!

Da dieser Campingplatz als „Durchreisecampingplatz ausgewiesen ist, wechseln praktisch fast alle Besucher nach einer Nacht. So gibt es viel zu sehen. Ich mache noch einen Drohnenflug während Mareike in die Stadt geht, in der es übrigens ein schönes Museum für Fotografie gibt. Am 12.09 geht es weiter Richtung Süden.

Chalon sur Saône“ – ganz rechts direkt am Fluß ist der Campingplatz

Innenstadt von Chalon sur Saône

Camping du Pont de Bourgogne Saint-Marcel

Fluß „Saône“

Genügend Platz für alle
Unser Bus unterm Baum

Blick auf die „Ile de Chalon sur Saone

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03 Nov

Blog 98 „Gruissan wir kommen…Vesoul“

Nach dem Frühstück bei Lisa nutzen wir noch die Gelegenheit, um in Luxemburg billig zu tanken. Naja, billig ist anders, aber wir freuen uns über die 1,91 €. Es geht über Landstraße und unsere Route führt von „Metz„, „Nancy„, „Epinal“ und „Luxeuil Les Bains“ nach „Vesoul„. Tolle Gegend – schön zu fahren.

Irgendwo in der Bourgogne

Hier gibt es einen recht guten Campingplatz „Camping Vesoul“ direkt an einem großen See. Da es während der Fahrt immer mal wieder geregnet hat, genießen wir die Abendsonne. Ich schau beim Boule zu und Mareike sitzt vorm Bus und liest. Abends gehen wir im Restaurant direkt neben dem Campingplatz essen.

Campingplatz in Vesoul

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17 Aug

Blog 96 „endlich grünes Licht“

Ich war Heute nochmal in der Klinik und der Arzt hat gesagt, dass wir nach Gruissan fahren können. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen wie wir uns freuen. Die ganze Sache ist jetzt fast ein Jahr her. Einmal 3 Monate Krankenhaus und einmal 4 Wochen. Nun hoffen wir, dass es nun endlich gut wird. Gruissan wir kommen..

Die Zeit vertreibe ich mir im Moment mit viel liegen, (das muss ich laut Arzt) und ich filme und fotografiere wieder viel. Hier die letzten Bilder.

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09 Aug

Blog 95 „Rotenburg an der Fulda“

Am 29.07.22 brechen wir auf nach Rotenburg an der Fulda. Wir haben beschlossen, bevor wir im September nach Gruissan fahren, noch zwei „Testfahrten“ zu machen, um zu sehen ob der Kutter und alles drum herum in Ordnung ist.

Wir fahren Landstraße über Marburg, Treysa, Stadt Allendorf, Schwalmstadt und Bad Hersfeld bis zu einem kleinen Campingplatz direkt an der Fulda. Das kleine Städtchen Rotenburg muss früher einmal sehr reich gewesen sein. Lauter Fachwerkhäuser, einen Schlosspark und überall findet man Skulpturen. Es ist schön wieder unterwegs zu sein und ich merke, dass das genau meine Welt ist. Einfach losfahren und schauen was passiert – und es passiert viel. Am Samstag bekommen wir einen Anruf von Siggi der fragt, wo wir wären. Zwei Stunden später kommt er mit seinem Motorrad und hat sogar Zelt und Schlafsack mit. Wir gehen in den Biergarten des Campingplatzes und essen dort Schnitzel mit Bratkartoffeln und trinken jede Menge Bier. Abends im Bus gibt es noch ein kleines Spielchen und dann geht es zufrieden ins Bett. Ein wunderschöner Abend mit viel Lachen und unbeschwerter Albernei.

Am Sonntag morgen frühstücken wir noch zusammen und dann fährt Siggi weiter. Wir erfahren, daß am Abend im Schlosspark ein „Public Viewing“ sein soll. Es ist das Endspiel der Frauen Fußball Europameisterschaft. Da wir unter einem Baum parken und somit keinen Empfang über unsere Satellitenantenne haben, beschließen wir den Abend dort zu verbringen. Um 17.30 gehen wir los und es ist schon recht viel los. Im Schlosspark ist ein Restaurant mit Biergarten die dort auch selbst Bier brauen. Wir bestellen zwei „Helle“ und es schmeckt bei diesem Wetter herrlich. Zum Essen gibt es Würstchen und Steaks auf sehr leckeren Brötchen. Es ist also alles bestens gerichtet für das grosse Finale. Leider verlieren unsere Frauen weil die Schiedsrichterin einen für mich klaren Handelfmeter nicht gibt. Trotzdem war es toller Abend mit 600 Menschen dieses Ereignis zu feiern.

Am Montag frühstücken wir noch und dann geht es zurück nach Hause. Fazit – wir haben noch ein Paar Sachen vergessen einzupacken, doch sonst läuft der Kutter wie am Schnürchen.

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24 Jul

Blog 94 „die Zeit nach dem erneuten Krankenhaus“

Nachdem wir am Samstag vom Rhein abgereist sind, bin ich am Montag (13.06.22) morgens um 7.00 Uhr ins Krankenhaus und bin auch direkt operiert worden. Die Wunde wurde geklammert, d.h. das ich 21 Tage liegen muss. Ich bin dann nach zwei Wochen Krankenhaus entlassen worden und habe die restliche Zeit, bis zum Klammern entfernen, zu Hause gelegen. Ab dem 04.07.22 darf ich nun wieder sitzen. zuerst eine halbe Stunde, dann wird langsam gesteigert. Heute ist der 28.07.22 und mir geht es sehr gut. Ich hoffe, es bleibt so. Morgen starten wir zur ersten kleinen Tour nach Rotenburg an der Fulda.

Die nächste Tour geht wohl nach München zur EM und dann geht es am 08.09.22 endlich wieder nach Gruissan. Wir haben entschieden, die Sabbbatzeit zu verschieben. Sie soll nun im Frühjahr 2023 stattfinden.

Die letzten Tage habe ich mit fotografieren verbracht. Hier ein Paar Impressionen.

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15 Jun

Blog 93 “warum ist es am Rhein so schön“

Na weil dort so viele Schiffe fahren. Mittwoch, 18.05.222 wir sind in Bad Hönningen und stehen direkt am Rhein. Der Campingplatz heißt “Wellnes Rheinpark“ und liegt direkt an einer Therme. Es ist wenig los und wir haben nette Nachbarn aus dem Schwäbischen. Mareike schnappt sich ihr Badetuch und verschwindet in die Therme. Ich sitze vorm Bus schaue auf die Schiffe und genieße die Ruhe. Ich les seit langem wieder einmal einen Dick Francis und wünsche mir gerade, dass die Zeit mal einfach stehen bleibt. Leider habe ich aber auch im Kopf, dass ich am Montag morgen um 7.00 Uhr wieder in die Klinik muss. Optimismus fällt mir im Moment etwas scher, aber das wird schon. Abends gehen wir in das Restaurant vom Campingplatz indem wir überraschender Weise gut essen. Das wichtigste für mich ist aber „es gibt Kölsch vom Fass“, das trinke ich echt gern. Nach einer ruhigen Nacht ist es am nächsten Morgen wieder blau und wir frühstücken schön und spielen eine Partei Quirkle.

Für den Abend haben sie Gewitter vorhergesagt, ich kann es mir aber im Moment nicht so richtig vorstellen da es royal Blau ist und es geht kein Windchen. Mareike geht wieder zum planschen in die Therme und ich packe meine Drohne aus und filme ein Bisschen. Dann sitzte ich gemütlich unter der Markise und schneide auf dem iPad einen Film und bin ganz in meine Arbeit vertieft. Plötzlich entwickelt sich innerhalb von Sekunden aus dem Nichts eine Art mini Tornado. Mareikes Campingstuhl fliegt gegen den Tisch und alles kippt um. Während ich in aller Schnelle versuche die Kamera, Drohne, iPad und sonstiges zu sichern, klappt die Markise über´s Wohnidach und es entsteht ein einziges Trümmerfeld. Zerbrochene Gläßer, ein zerbrochenes iPad und eine zerstörte Markise ist das Resultat dieses heftigen „Überraschungsangriffes“. Zum Glück kommt Mareike, die in der Therme schon gesehen hat, was sich da zusammenbraut und wir sichern alles bevor es anfängt zu schütten. Wir sitzen im Kutter und es gießt wirklich wie aus Eimern und schauen unserem linken Nachbarn zu, wir er und seine Frau versuchen ihre Markise noch irgendwie zu retten. Nach einer Stunde ist der Spuk vorbei und ich lecke mir die Wunden. Jetzt beginnt die Telefoniererrei mit der Versicherung. Mal gespannt wie das ausgeht.

Hier geht´s zum Video https://youtu.be/chg03y4hB1c

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Zum Bilder ansehen bitte auf einen Thumbnail klicken, oder über den Bildchen auf “Slideshow“

08 Jun

Blog 92 “die nettesten Menschen aus Arlon“

Sonntag, 15.05.22. Wir fahren los Richtung Arlon in Belgien. Wir sind mit Lisa, Fabien und ihrem Töchterchen Mila verabredet. Lisa kenne ich schon, da wurde sie gerade eingeschult. Für mich ist sie wie eine Tochter. Wir haben uns all die Jahre nie aus den Augen verloren und das wird auch sicher nie passieren.

Es gab eine Zeit, da haben wir uns Dienstags bei uns getroffen. Die Runde bestand aus Lisa, Mareikes Nichte Nele, meiner Nichte Helen, Marina, die Freundin eines schweizer Nationalspielers, den ich trainiert habe und es wurde oft ein “special Guest“ eingeladen, sowie Mareike und mir. Lange Abende mit Gesprächen, Lachen, Spielen und Musik hören. Die Runde hat sich leider aufgelöst. Nele ging nach ihrem Studium nach Köln, Marina zurück nach Spanien und Lisa begann ihre einjährige Weltreise, auf der sie Fabien aus Paris kennen und lieben lernte. Nach ihrer Weltreise zog sie nach Paris zu Fabien. Sie bekamen die kleine Mila und wohnen nun im belgischen Arlon, dass unweit von Luxemburg liegt, wo auch beide arbeiten.

Eiigentlich wollen wir noch bei Mareikes Nichte Maybrit in Trier vorbei fahren, die ist aber leider auf einer Exkursion mit der Uni unterwegs. So fahren wir durch bis Arlon und sind pünktlich zum Brunch bei Lisa & Co. Die kleine Mila ist echt vom feinsten und wir haben viel Spaß mit der Kleinen. Nach dem Essen gehen wir zum Spielplatz. Fabien und ich spielen eine Partie Boule, es gibt kaltes Super Bock und das Wetter tut den Rest zu einem Wohlfühltag. Leider müssen wir viel zu früh wieder nach Hause, da ja der Krankenhaus Termin noch aussteht.

Es ist sehr Schade, dass die drei so weit weg von uns wohnen. Die passen echt in die Welt und alle Treffen mit ihnen sind so leicht, voller Zuneigung und Wärme. Sie tun uns einfach gut.

Zum vergrößern der Bilder bitte auf ein Thumbnail klicken!

01 Jun

Blog 91 „endlich wieder losfahr´n…“

Freitag, 13.05.22 Wir wollen nach Belgien zu Lisa, Fabien und Mila fahren. Es wird die erste Fahrt nach drei Monaten Krankenhaus und fünf Monaten „Reha“. Bevor wir losfahren, bitte ich meine Hausärztin nochmal zu kommen. Die stellt leider wieder was unregelmäßiges fest und macht mir sofort einen Termin für Dienstag im Krankenhaus.

Trotzdem beschließen wir nach Belgien zu fahren. Wir brauchen einfach soziale Kontakte mit netten Menschen. Nach der blöden Geschichte mit dem Termin im Krankenhaus kann mich auch das Datum unseres Abreisetages nicht mehr schocken. Also rein in den Kutter, obwohl es Freitag der 13. ist. Mareike hat einen Stellplatz an der Mosel an einem kleinen Weingut gefunden. Telefonisch buche ich einen Platz für zwei Nächte. Es tut so gut wieder auf der Straße zu sein. Mein Vater erzählt mir mal, dass seine Vorfahren wohl Zigeuner waren. Mein Gefühl hinter´m Steuer sagt mir, dass er mir wohl mächtig was vererbt hat. Mareike macht ein Schläfchen und ich genieße die Fahrt mit unserer neuen „Routentante“ (würde Romana sagen). Es ist ein Garmin und speziell für Wohnmobilisten oder halt „Zigeuner“.

Wir kommen an der Mosel in Köwerich an und stehen mit noch vier Wohnmobilen auf einem kleinen, gemütlichen Platz hinter dem Haus des Weinbauers. Er führt dort eine kleine Straußwirschaft Namens „Offm´Herach“. Abends gehen wir bei ihm Essen. Er hat zwei Rotweine auf seiner Weinkarte. Einer aus dem Jahr 2017 und der andere aus 2020. Er lässt mich beide verkosten und mein nicht vorhandener Weinkennergeschmack sagt mir, das beide Weine sehr unterschiedlich schmecken. Ich frage ihn was der Unterschied ist, darauf er „keiner“!!! Es wären die selben Reben vom gleichen Weinberg nur das Jahr wäre der Unterschied. Der eine Wein ist sehr taninhaltig und der andere eher leicht und fruchtig. Da kann man mal sehen was das Wetter, sprich die Sonne ausmacht. Ich entscheide mich für den leichten Wein und nehme beim gehen auch noch zwei Flaschen mit. Wir sollen für alles zusammen 45.- € zahlen. Da er Geburtstag hat und allen Gästen noch einen Sekt ausgibt, geb ich im 50.- € und sage stimmt so. Darauf er „das ist zuviel, dafür mal ich euch noch ein Porträt von euch beiden. In kaum 10 Sekunden hat er auf seinem Bezahlblock unser Portät gezeichnet und wir haben alle viel Spaß mit ihm und seinem Ergebnis.

Die Nacht ist total ruhig, obwohl wir an der Mosel sind und die Straße direkt vor der Straußwirtschaft verläuft. Am nächsten Tag machen wir einen Spaziergang durch die Weinberge. Auf der gegenüberliegenden Seite der Mosel ist ein Startplatz für Gleitschirmflieger und so gibt es viel zu sehen. Am Nachmittag gehen wir in die Nachbarstraußwirtschaft und fragen dort nach Eis. Tatsächlich sagt die Frau sie hätte Caretta – das Heldeneis aus meiner Kindheit. Meine Oma führte über Jahre den Kiosk im Schwimmbad unseres Ortes und wenn ich dem Schöller Eismann morgens beim Ausladen half bekam ich immer ein Caretta. Nun sitzt ich an der Mosel und plötzlich fallen mir all die alten Geschichten rund um´s Schwimmbad ein. Frei, Fahrten, Jugend, Grund – und DLRG Leistungsschein wurden dort gemacht und wenn der Bademeister Helmut zum Mittagessen ging, wurde einer aus unsere Gruppe zur Beckenaufsicht gerufen. Tolle Erinnerungen an eine tolle unbeschwerte Jugend.

Mareike geht duschen und ich bleib in der Kneipe sitzen, denn es gibt eiskaltes Bitburger aus Tonkrügen. Ich kann mein Glück kaum fassen. Abends essen wir, noch immer in der Kneipe sitzend, Chicken Nuggets mit Pommes. Herz was willst du mehr, wenn man in der Jugend schwelgt.

Wir verlassen nach zwei Tagen diesen ruhigen netten Platz und es geht weiter über Trier nach Belgien.

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30 Mrz

Blog 90 „ein großes Projekt liegt vor uns“

Wir planen unsere 2. Sabbatzeit.
Doch vorweg ein Rückblick über das letzte halbe Jahr. Mir ging es schon seit Frühling 2021 nicht gut. Ich hatte häufig abends Fieber und fühlte mich schlapp. Da die Symptome parallel zu meiner ersten Covid-Impfung auftraten und einige Freunde auch an diesen Symptomen laborierten, nahm ich an, dass es wohl mit der Impfung in Zusammenhang stehen musste. Im Frühling konnten wir Corona bedingt nicht nach Frankreich. Erst im September 2021 brachen wir wieder Richtung Gruissan auf. Vorher besprach ich den Urlaub mit meinem Hausarzt und liess auch nochmal ein grosses Blutbild machen. Es schien alles ok zu sein und so brachen wir am 03. September auf. Anfangs ging es mir recht gut. Nach ca. einer Woche bekam ich abends wieder Fieber und dieses stieg von Abend zu Abend. Wir beschlossen zurück zu fahren. Ich möchte jetzt hier nicht die ganze Krankengeschichte erzählen. Nur soviel – ich verbrachte bis Ende November im Krankenhaus und bin bis Heute noch nicht ganz wieder ok. Es fehlen noch ca. 10% dann bin ich wieder ganz der Alte (hoffe ich).

Da sich im Moment die Coronalage so entwickelt, dass z.B. Spanien jetzt nur noch eine Inzidenz von 76 hat, haben wir beschlossen eine dreimonatige Sabbatzeit zu nehmen. Diese soll am 1. August beginnen und am 30. Oktober enden. Der Kutter hat neuen TÜV und Markus unser KFZ Meister gibt sich gerade alle Mühe das alte Schiff für die gut 6000 Kilometer fit zu machen. Unser Ziel ist es die iberische Halbinsel einmal zu umrunden. Was besonders schön ist, dass uns Siggi und Moni einen Teil der Reise begleiten werden. Das gibt bestimmt ein heiden Spass, gutes Essen, guten Wein und viel Lachen.

Doch vorher sind noch einige Kurztrips und ein 14 tägiger Urlaub in Holland geplant. Dann wollen wir noch ein Paar Tage nach Norddeutschland und überall Freunde besuchen. Bis dahin werde ich euch nun wieder regelmässig mit Neuigkeiten versorgen.

Im Moment sind wir schon an den ersten Vorbereitungen unserer Reise. Ich versuche viel raus zu gehen und mich zu bewegen, damit die restlichen 10% bis zur Abfahrt auch noch geschafft sind. Ich fotografiere wieder viel und höre sehr viel Musik. Im Moment hat es mir „Patent Ochsner“ angetan. Die erste Schweizer Band, die es zu MTV Unplugged geschafft hat. Eine wundervolle Musik die, wenn man auch nicht alles versteht, einem viel Kraft gibt. Die CD heisst „Tonbildshow“.

a bientot

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19 Jun

Blog 89 „Urlaub im Weserbergland“

Am 03.06.21 fahren wir nach Gieselwerder an die Weser. Wir haben dort einen Campingplatz gebucht wo in mitten des Platzes das öffentliche Schwimmbad der Gemeinde ist. Der Campingplatz ist sehr voll und Olaf der Besitzer tut alles um einen guten Platz für uns zu finden. Wir bekommen einen Platz direkt am Schwimmbadzaun und das erinnert mich sehr an meine Jugendzeit, denn in Krofdorf-Gleiberg wohnte ich mit meiner Familie und meiner Oma „Tilly“ auch direkt am Schwimmbadzaun. Nun sitz ich hier und sehe die Dellen oben im Zaun vom „Drüberkletten“, so wie wir es auch fast jede Nacht in Krofdorf gemacht haben.
Wir verbringen ruhige Tage, denn ab Sonntag Mittag reist alles ab und wir sind fast alleine auf dem Teil des Campingplatzes. Ich habe mein Elektro-Zuggerät mit und so machen wir fast jeden Tag eine Tour flußauf- oder flußabwärts einmal auf der linken und einmal auf der rechten Seite der Weser. Ich fliege mit der Drohne oder wir machen Bilder. In Bad Karlshafen fahren wir an einem Biergarten vorbei und ich entdecke aus dem Augenwinkel einen Sonnenschirm mit der Aufschrift „SUPERBOCK“. Das ist ein portugisisches Bier und wird von unserem DEKRA Ingenieur Freitags zum Feierabendbier öfters mitgebracht. Alle schwärmen wir von dem Bier, da es in 0,2 l Fläschchen angeboten wird und die sind halt schnell getrunken und stehen nicht ab. Mareike bestellt sich ein Paar portugiesische Tapas und ich mir ein Superbock, dass sogar gezapft ist. Herrlich bei dem Wetter, aber leider ist Alkohol in der Mittagszeit nichts für mich und so hab ich auf dem Rückweg zum Campingplatz ein fettes Dauergrinsen im Gesicht.
Leider ist das Schwimmbad noch zu, aber wir haben beschlossen in 14 Tagen wieder zukommen, da Mareike in Kassel eine Fortbildung leitet und wir dann hier wieder übernachten und dann auch in den Genuss des Schwimmbades kommen werden.

A bientot

Hier gehts zum Video

15 Mai

Blog 88 „wird es doch noch was?“

Diese Frage stelle ich mir nun schon seit einigen Tagen. Am 03.05 bin ich das erste mal mit Biontec geimpft worden. Die zweite Impfung ist am 14.06 und somit wer ich ab dem 28.06 bereit los zu fahren. Nur wohin? In dieser Zeit beginnen in Frankreich die Sommerferien und da möchte keiner auf die Campingplätze am Meer. Vor all dem stellt sich aber die Frage, darf man denn überhaupt in andere Länder reisen? Ich hab mich eben mal versucht schlau zu machen. Hier ein Ausschnitt…

Frankreich ist von COVID-19 sehr stark betroffen. Landesweit überschreitet die Zahl der Neuinfektionen 200 Fälle pro 100.000 Einwohner auf sieben Tage, weshalb Frankreich als Gebiet mit besonders hohem Infektionsrisiko (Hochinzidenzgebiet) eingestuft ist. Zu den Überseegebieten siehe Besonderheiten in den Regionen/Überseegebieten. (Auswärtiges Amt)

Selbst in Deutschland ist die Lage eher unübersichtlich. Der Lookdown gilt bis nach Pfingsten und sollten die Inzidenzzahlen weiterhin so fallen, wird sich die Lage sicher eher entspannen als verschärfen. Somit gilt es nun den Kutter wieder fit zu machen und alles vor zu bereiten, damit wenn der Tag „X“ kommen sollte, ich auch los kann. Bis dahin bleibt mir die Fotografie. Ich habe an der Lahn einen Nistplatz eines Eisvogels gefunden und dort verbringe ich einige Zeit mit Bilder machen. Hier einige Bilder der letzten Zeit.

a bientot

16 Feb

Blog 87 „Eiszeiten“

Die letzten Tage ist es schon echt kalt bei uns. Die Seen, rund um unser Dorf, sind alle zugefroren. Überall sind Schlittschuhfahrer unterwegs. Die letzten beiden Tage war es sonnig, so hab ich meine Kamera gepackt und bin mal wieder losgezogen.

Seit heute wird es wärmer. Das Thermometer ist erstmals wieder über Null und am Wochenende soll es richtig frühlingshaft werden. Zum Thema Frankreich gibt es ja jetzt schon wieder erste Dämpfer. Im Departement „Aude“ liegt die Inzidenz weiter knapp unter 200 und die ersten Stimmen werden laut, das der Osterurlaub wohl ins Wasser fallen wird.

a bientot

07 Feb

Blog 86 „vorbereiten oder nicht…“

Seit sich vor ein Paar Tagen die Sonne mal zeigt und sogar der Storch zurück gekommen ist, werde ich unruhig. Auf der einen Seite ist die Coronasituation im Departement „Aude“ im Moment alles andere als gut, denn die Izidenz liegt bei über 200 und da wird das Auswärtige Amt sicherlich keine Reiseempfehlung aussprechen. Auf der anderen Seite verspühre ich eine große Sehnsucht nach dem Meer. Wochenlang sieht man kaum die Sonne. Alles ist grau in grau und nass. Da kommt wenig Freude auf irgend etwas zu unternehmen. Zum fotografieren ist einfach kein gutes Licht zumal ich vor einer Woche einen Eisvogel gesehen habe und knapp einen Kilometer von mir, sich ein Biber angesiedelt hat. Er hat schon etliche Bäume gefällt und ist schwer am bauen. Sollte dann die Sonne endlich wiedermal rauskommen, hoffe ich auf gute Bilder.

Der Kutter wird nun vorbereitet. Wenn schon nicht nach Frankreich, dann wenigstens um innerdeutsch Freunde zu besuchen. Der Kühlschrank ist repariert und auch der defekte Receiver ist erneuert. Der Motor läuft richtig gut und es könnte folglich losgehen. Nur wohin und wann kann mir leider keiner beantworten. Es ist aber schon Februar und die Tage werden spürbar länger. Wenn jetzt noch Licht am Horizont in Form der Sonne erscheint, wäre es ja kaum noch auszuhalten. Die Zerrissenheit wird mich aber sicherlich noch länger plagen. Augen zu und durch – das Beste draus machen sollte der Plan sein. Mal sehen ob es mir gelingt.

Solange Träume ich davon, in der Sonne vorm Haus zu sitzen und zu lesen.

a bientot

01 Feb

Blog 85 „Schwarzwald“

Was bisher geschah…

Im Juli 2020 fliegt uns der Motor auseinander. Eine echt frustige Zeit beginnt. Keiner weis wann und ob der Motor fertig wird und ob wir wegen Corona überhaupt nach Gruissan fahren können. Markus unser Schrauber gibt alles und so wird der Kutter drei Tage vor dem Abfahtrstermin fertig. Endlich wieder Aussicht auf Sonne, unsere Freunde in Gruissan und vor allem – Aussicht auf´s Meer. Auf einer App aus Frankreich beobachten wir schon seit Wochen die Fallzahlen. Sie steigen stetig. Mein Onkel und meine Tante sind ein Paar Tage vor uns aufgebrochen, um uns in Gruissan zu besuchen. Sie wollen dann weiter Richtung spanischer Grenze. Wir packen den Bus und sind sehr vergnügt. Am Abend vor unserer Abfahrt bekommen wir vom Auswärtigen Amt eine Mail, dass unser Departement Aude zum Risikogebiet erklärt wird. Man spricht in dieser Zeit von einer Inzidenz von 50!!! Wir müssten folglich nach unserer Rückkehr in eine 10 tägige Quarantäne. Bei 21 Tagen Urlaub und einer Fahrzeit von 2 Tagen hin und 2 Tagen zurück, macht es keinen Sinn nach Gruissan zu fahren.

Wir entscheiden uns kurzfristig für Norditalien. Dort sind, zu diesem Zeitpunkt, die Zahlen noch moderat. Wir starten – nach einem Tag geht unser Kühlschrank kaputt. Kaputt heist, dass er nur mit 220 Volt betrieben werden kann. Der Gasbrenner ist defekt. Zwei Tage versuchen wir überall ein Ersatzteil zu bekommen. Keine Chance. Für uns heisst das nun, dass wir nicht mehr „wild“ stehen können, sondern immer auf 220 Volt angewiesen sind. Zu diesem Zeitpunkt macht die Schweiz die Grenzen dicht und die Zahlen in Norditalien steigen auch weiter. Auch das Wetter am Lago soll eher schlecht werden. Wir stehen in Freiburg auf der Autobahn und sind mit unserem Latein am Ende. Alles dreht sich nur noch um Corona und „wo bekommen wir Strom her“. So beschließen wir, nach Kirchzarten auf einen Campingplatz zu fahren. Eine sehr Weise Entscheidung. Wir lassen das Radio und den Fernseher aus, gehen wandern, fotografieren viel, kochen gut und genießen das tolle Wetter. Es sind 25-30 Grad und so fehlt eigentlich nur das Meer.

Nach drei Wochen mit viel Ruhe, netten Nachbarn aus Holland und tollen Ausflügen fahren wir nach Hause und haben es geschafft uns echt gut zu erholen.

Nun stellt sich die Frage, was erwartet uns im nächsten Jahr, bekommen wir das Ersatzteil für unseren Kühlschrank und können wir endlich wieder nach Gruissan.

a bientot

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10 Aug

Blog 84 „erste Hoffnung keimt auf“

Am letzten Montag wurde der Motor abgeholt und er ist nun zur Begutachtung, um die Kosten zu ermitteln. Wir wollen ja am 4. September los nach Gruissan, sind voller Hoffnung, wissen aber, dass es sehr eng werden könnte. Nicht nur, dass der Motor fertig wird, er muss ja auch noch eingebaut werden. Ferner wäre es natürlich gut, wenn wir noch eine kleine Testreise übers Wochenende machen könnten. Geduld ist wohl das Zauberwort. So bleibt mir das fotografieren – hier noch schnell vier Bilder. Ich berichte wieder wenn es Neuigkeiten gibt.

a bientot


01 Jul

Blog 83 „wiedermal kommt alles anders…“

Eigentlich haben wir ja vor den „Corona Road Trip 2020“ fortzusetzen, doch es kommt  alles anders. Am 25.06 ist mein 60igster und Corona bedingt feiere ich nicht. Mareike und ich fahren am Mittwoch an den Aartalsee und verbringen meinen Geburtstag dort. Als wir am Donnerstag Abend nach Hause fahren, fliegt uns nach ca. 1km der Motor um die Ohren. Steuerkette gerissen, bei einem Motor, der vor nicht mal 60.000km komplett instandgesetzt wurde. 

Im Moment herrscht echt eine kack Laune. Alle Pläne sind über den Haufen geworfen. Zu allem Übel machen wir in der Autowerkstatt ab Freitag Betriebsferien. Ich hoffe, dass wir den Motor wenigstens noch ausgebaut bekommen um ihn dann im Verlaufe unserer Betriebsferien machen zu lassen (wenn es überhaupt noch geht). Dieser 5 Zylinder von Mercedes muss mindestens 500.000km laufen… nur meiner wiedermal nicht. Die nächsten Tage werden spannend. Ich halte Euch auf dem Laufenden.

a bientot

23 Jun

Blog 82 „Kurzurlaub in Hitzacker“

Da wir nicht nach Frankreich können, haben wie beschlossen viele Freunde und Bekannte in Deutschland zu besuchen. Die erste Reise des “ Corona Road Trips 2020″ geht zu meinem Cousin nach Hitzacker an die Elbe. Christoph ist Fotograf und hat sich auf Architektur spezialisiert. Wen es interessiert, der findet ihn hier.
Wir fahren an dem langen Wochenende Mittochs Abends los und kommen bis ist die Gegend von Ülzen. Wir übernachten an einem kleinen Sportplatz in Molzen.

Am Donnerstag geht es weiter nach Hitzacker. Wir sind um 11.00 Uhr zum Frühstüch verabredet. Leider regnet es und vor dem Haus von Christoph ist nur ein Sandweg, der so für mich unpassierbar ist. Wenn man die Strasse von unten in den Ort kommt ist der Sandweg der erste rechts. Dann um die Ecke gleich der erste Winkelbungalow , da woht er. Man erkennt sogar die rote Terasse.

Trotzdem frühstücken wir gemütlich, erzählen und spielen noch ein zwei Runden Quirkle. Am Freitag abend wollen wir grillen und der Wettergott hat ein einsehen. Strahlende Sonne lässt die Sandstrasse schnell trocknen und wir verbringen einen netten Abend bei leckerem Essen mit einer Freundin und deren Tochter von Christoph auf dessen Terasse.. Die Nacht regnet es wieder so, dass morgens vorm Bus eine Seenlandschaft entstanden ist  und so beschließen wir nach Hitzacker auf den Stellplatz umzusiedeln. Dort ist es wunderschön. Ein toller Stellplatz umsonst und direkt am Städtchen. Wir gehen Essen, frühstücken zusammen. Fotografieren viel und ich mache die ersten Gehversuche mit meiner neuen Drohne.

Hier die ersten Bilder. Zu einem Video hat es noch nicht gereicht. Da muss Vaddi noch viel trainieren.

Am Montag nach dem Frühstück fahren wir zurück nach Hessen. Danke lieber Christoph für die tollen, chilligen Tage – gerne wieder.

a bientot

 

22 Apr

Blog 81 „mir tut die Entschleunigung gut“

Das Wetter bei uns ist ja wirklich traumhaft. Heute ist ein Tag wie am Meer – royal blauer Himmel und es weht ein strammer Ostwind. Da kommen richtig Urlaubsgefühle hoch. Gestern habe ich den Kutter vom Camping Fachhandel wieder abgeholt. Die Frontscheibe wurde ausgebaut und mit einer neuen Dichtung wieder zentriert eingesetzt. Sie hatte sich zwei Zentimeter nach rechts verschoben, so wurde die linke Seite undicht. Jetzt steht er wieder bei uns im Hof und heute wird gleich rumgebastelt.  Ich möchte ihn soweit vorbereiten, das ich gleich losfahren kann sobald die Grenzen geöffnet werden. Die Tage verbringen wir mit lesen, renovieren, radeln und mit dem verrichten leichter Hof-und Gartenarbeiten.
Hier Teil 2 der Lahnaue Impressionen:

19 Apr

Blog 80 „wunderbare Zeit“

Die Zeit vergeht wie im Flug. Das Wetter spielt mit und die Leute hier in unserer Gegend sind recht entspannt. Ich habe es 100m bis ins Naturschutzgebiet der Lahnaue, die in diesen Tagen von unzähligen Radlern, Skatern und Spaziergängern genutzt wird. Alle halten sich an die Vorgaben der Behörden und man geht umsichtig miteinander um – schön!!! Ich entdecke Wasserschildkröten die vor Jahren ausgewildert wurden. In den Wiesen nisten 4 Storchenpaare, so gibt es viel zu sehen auf meinen Ausflügen. Mir fehlt eigentlich gar nichts – naja fast… ich würde schon mal wieder gerne ein Basketballspiel sehen oder zum Motocross pilgern um alte Freunde zu treffen. Oder einfach mal auf den Sportplatz zum Fußball gehen. Ich besuche ja viele Konzerte, das fehlt mir aber nicht. Ich höre eigentlich fast den ganzen Tag Musik. Dann gibt Aki Bosse ja alle zwei Tage ein kleines Konzert auf Instagram – überhaupt, lassen sich ja viele Künstler coole Sachen einfallen um ihre Fans zu erreichen. Da komme ich gut über die kulturfreie Zeit. Lisa und Kathrin versorgen mich mit neuen youtube Videos und so tauschen wir neue Musik Geschmäcker.
Man sorgt sich halt um seine Lieben… Hier mal ein Paar Beispiele:

Mitte der Woche soll der Kutter fertig sein. Er ist bei Camping Berger zum Abdichten der Windschutzscheibe. Freitag wird dann bei Markus die angefangene Inspektion fertig gemacht. Ab nächster Woche werde ich ihn dann im Innenbereich mal etwas restaurieren – ist ja jetzt Zeit. Macron hat die Ausgangssperre bis zum 11.05 verlängert und so rechne ich nicht mit einem Aufbruch vor Ende Mai – wenn überhaupt. Während ich das jetzt hier so schreibe merke ich, das mir doch was fehlt. Die Kumpels vom Bouleplatz und natürlich das Meer.

Hier noch ein Paar Impressionen von meinen Ausflügen in der Lahnaue:

 

10 Apr

Blog 79 „in Zeiten von Covit 19“

Hab lange nichts von mir hören lassen, aber der Frust sitzt recht tief. Am 03. April sollte eigentlich Abreise sein. Nun sitz ich zu Hause und warte… dennoch ist mir sehr bewusst, dass es ein Jammern auf sehr hohem Niveau ist. Wenn ich an Italien, Spanien und Frankreich denke, die nur eine Stunde und nur einen Kilometer weit gehen dürfen, bin ich sehrzufrieden mich so bewegen zu können. Ich fahre täglich mir meinem neuen Elektroracer und fotografiere viel. Hier ein Paar Beispiele:

 

Der Kutter hat eine Generalinspektion erhalten. Auspuff, Zahnrippenriemen, Batterie, Handbremsseile, Ölfilter, Kraftstofffilter und Luftfilter. Jetzt gerade wird die Windschutzscheibe neu eingesetzt, da sie leider undicht geworden ist.

Ich telefoniere mit Gilbert, Norbert und Manu um zu erfahren was in Gruissan los ist. Glibert und Manu sind aber auch noch zu Hause. Jetzt gilt es erstmal zu warten, was ab dem 11. Mai in Frankreich entschieden wird. Sollte es grünes Licht geben, startet der Kutter gen Süden.

a bientot

 

27 Nov

Blog 78 „Drohnentag mit Christoph“

Am Samstag hat uns mein Cousin Christoph besucht. Er ist Fotograf in Hamburg und hat sich auch eine Drohne zugelegt. Aus diesem Grund haben wir uns verabredet um zusammen zu fliegen und uns auszuprobieren. Es hat viel Spass gemacht mit ihm und lecker kochen kann er auch. Lediglich sein Hund Jimmy sollte mal zur „Abgasuntersuchung“. 

Hier nun ein paar Bilder und ein kurzer Videoclip. Das Wetter spielte leider nicht mit. Wir hatten nur den Sonntag morgen und am Abend kam nochmal kurz die Sonne raus und zauberte uns noch einen roten Himmel.

 

 

 

 

 

 

 

Hier geht´s zum Videoclip!

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19 Nov

Blog 77 „Herbst“

Leide an „Herbstdepression“.

Bin vom 12. April – 10. Juni in Frankreich gewesen. Hab den tollen Sommer dann bei uns zu Hause erlebt und bin am 09.September wieder los nach Südfrankreich. Am 17. Oktober war ich dann wieder in Atzbach. So habe ich einen schönen langen Sommer, in dem die langen Hosen und Sweatshirts im Schrank bleiben. Der Nachteil ist, dass der Übergang von Sommer in den Herbst nicht schleichend ist, sondern recht abrupt von Statten geht. Gestern noch in kurzer Hose und ein Paar Tage später die Daunenjacke angezogen – nun sind auch die letzten Tage eher trüb und dunkel, so kann einen schonmal die Herbstdepression erwischen. 

Schön sind natürlich die Spaziergänge im bunten Wald (wenn dann mal die Sonne scheint).

 

 

Ich verbringe viel Zeit, den Kutter wieder in Schuss zu bringen. Auf der Rückfahrt ist mir die Frischwasserpumpe kaputt gegangen und letzt Woche auch noch die Platine vom Warmwasserboiler. Aber ich habe ja einen besten Freund, der immer für mich da ist und mir bei den Sachen hilft, die ich alleine nicht hinbekomme – danke dir Jurgo!!!!! Jetzt ist der Kutter wieder fit und ich könnte eigentlich schon wieder los.

Nun beginnt die Zeit der Einladungen, Saunaabenden und sitzen vorm Ofen. Ich war mit Mareike und meiner Nichte beim Gregor Meyle Konzert in der Frankfurter Batschkapp. Wir haben dann in Darmstadt übernachtet und sind mit Kathrin und ihrem Bruder Felix noch frühstücken gegangen. Ein toller Tag.

Jurgo habe ich zum Dank fürs helfen, zu Torsten Sträter eingeladen. Was hatten wir für einen Spass… das fing schon im Restaurant an. Wir hatten einen sehr netten türkischen Kellner, mit dem wir sehr gelacht haben. Den Stadtbus nach Hause um 23.37 Uhr haben wir gerade noch geschafft, obwohl Herr Sträter schon um 20.00 Uhr angefangen hat. Drei Stunden Lachen tut richtig gut. 

Am 30.11 ist unser Lachsessen, dass wir schon seit Jahren ausrichten. Im Moment ist Marina aus Spanien da. Sie bleibt bis Donnerstag und dann kommt mein Cousin Christoph aus Hamburg. Wir wollen Drohne fliegen und einige neue Filme schneiden. Ich hoffe, das  ich dann bald etwas zeigen kann.

a bientot

07 Nov

Blog 76 „grosse Veränderungen“

Auf dem Weg nach Nottwil, ruft mich meine frühere Mannschaft an, die gerade auf der anderen Seite der Autobahn Richtung Genf zum Auswärtsspiel unterwegs ist. Sie wollten eigentlich, dass ich mit nach Genf komme und mir das Spiel dort anschaue. Hätte ich gerne, aber Charmey liegt doch etwas außerhalb der Route.

Ich freu mich schon riesig auf das Salatbuffet im SPZ (Schweizer Paraplegiker Zentrum) und mein Freund Wädi schreibt mir noch, dass die Cafeteria bis 14.30 auf hat. Laut Navi ist die Ankunftszeit 14.03 – freu. Dann ist Vollsperrung und mein Salat geht dahin. An der Klinik angekommen verpasse ich gerade so 14.30 Uhr. Zum Glück gibt es noch Bircher Müsli mit Ruchbrot – man ist das lecker…

Seid meinem Weggang aus Nottwil hat sich sehr viel verändert. Es wurde ein komplett neuer Trakt für die Intensivmedizin gebaut. Des weiteren wurde eine Art interaktives Besucherforum erbaut, dass ich mir natürlich gleich anschaue. Um euch einen Eindruck zu geben, gibt es hier mal ein Bild vor und während dem Umbau.

Vorne links, wo die schräge Rampe ist, befindet sich nun das Besucherforum und oben rechts sieht man das neue Gebäude. Es ist sehr interressant für mich, die ganzen Neuerungen zu erkunden. Ich schlafe an der Klinik und fahre dann am Sonntag nach Ermensee zu Wädi und Martina, die am Anfang meiner Ferien mit in Goudargues und Les Ayguades waren. Wir haben viel Spass zusammen, hören Musik spielen Quirkle und geniessen die Sonne (wieder in kurzen Hosen und T-Shirt). Einen Abend sitzen wir auf der Strasse vor meinem Kutter in der Sonne und alle die die vorbei kommen, „schnorre“ mit uns.

Zu meiner Zeit in Nottwil haben Wädi und ich mindestens zweimal die Woche im Emmencenter bei einem Italiener gegessen. Mein Wunsch ist es, dort noch einmal Essen zu gehen. Da Wädi direkt am Bahnhof wohnt, nehme ich den Zug, da Wädi vormittags noch in Nottwil zu tun hat. Wir treffen uns am Bahnhof und gehen dann zu unserem Italiener essen.

Meine Haare sind die letzten Wochen ganz schön lang geworden und so möchte ich mir gerne noch einen Haarschnitt verpassen lassen, bevor ich nach Hause komme. Aber auch dort muss ich den Frisörladen wohl gleich mit kaufen und so bleibt die Matte halt noch dran, bis ich wieder in Atzbach bin.

Am Dienstag morgen mache ich mich auf zu Pipo und Ursina, die in Zürich wohnen. Pipo schickt mir per Whatsapp den Weg zu einem Parkplatz, der sogar frei ist (und das mitten in der Stadt). Die Wohnung von den beiden ist toll. Direkt vor einem riesigen Fenster, verlaufen etliche Bahngleise vom Züricher Bahnhof. Von hier oben hat man das Gefühl es wären Spielzeugzüge und auf der Fensterbank fehlen nur noch die Trafos, um die Illusion zu vervollständigen. Es gibt leckeren Hackbraten… mmmhhhhhhh.

Wir verbringen einen sehr schönen Abend, doch Mareike ist leider sehr krank geworden und so beschließe ich, noch die Nacht zu fahren, um am nächsten Tag bei ihr zu sein. Ich wollte eigentlich noch bei Doris & Klaus und bei Philipp vorbei, aber das muss ich wohl verschieben. Ich fahre noch bis zur Raststätte Breisgau und übernachte dort. Am Morgen gibt es leckere Fischbrötchen von der Nordsee, die nach all dem Weissbrot und Pain au Chocolat richtig lecker schmecken. Ich merke schnell, dass ich wieder in Deutschland bin, denn ich benötige ganze sieben Stunden von Karlsruhe bis nach Hause. Da vermisst man das chillige Cruisen auf den französischen Autobahnen. So enden 5 tolle Wochen und schon beginnt die Vorfreude auf April 2020.

a bientot

06 Nov

Blog 75 „home swiss home“

Ich fahre auf der Autobahn Richtung Valence. In der Nähe von Sète sieht man zum letzten mal das Meer, da wird mir immer ganz komisch. Dann hilft nur gute Musik auflegen, um nicht einer schweren Depression zu erliegen. Es folgt Ledenon, eine Rennstrecke wo ich vor über 30 Jahren schonmal mit einem Freund war. Er hat dort trainiert. Von dort aus sieht man den Mont Ventoux in der Ferne.

Es ist tolles Wetter so macht mir das fahren eh Spass. Gute Musik und die ganzen Erinnerungen der letzten Wochen lassen dem Kutter Flügel wachsen. Immer noch in kurzen Hosen und T-Shirt – herrlich. Kurz vor der Schweiz läuft der Kutter nicht mehr. Er zieht nicht und qualmt, dass man die Autobahn hinter mir nicht mehr sehen kann. Es ist schon 19.00 Uhr und so beschließe ich, mir die nächste Mercedes Werkstatt zu suchen, um dort zu übernachten. Morgens findet dann ein netter Mechaniker ein Stück der Motorraumdämmung vorm Ansaugstutzen. Raus mit dem Ding – weiter
geht´s. An der Grenze zur Schweiz wird es mir dann schon etwas komisch, da ich über 30 Liter Wein bei mir habe und ich nicht weiß wieviel man einführen darf. Es geht gut – Vignette drauf und weiter am Genfer See lang.

Meine erste Station in der Schweiz ist Charmey. Dort haben Wolfgang und Elke ein Holzhaus oder besser gesagt eine Holzvilla. Die beiden haben wir in Les Ayguades im Croq (unserem Stammlokal) kennen gelernt. Eigentlich kommen sie aus Meerbusch, verbringen aber auch viel Zeit in der Schweiz. Ich bin zu früh dran und so entscheide ich mich in einem Einkaufszentrum halt zu machen, zu essen und einzukaufen. Bin wie immer sehr erschrocken als die Rechnung im Restaurant kommt. Hatte eigentlich nicht vor das Ding käuflich zu erwerben. Als ich auf dem Parkplatz bin sehe ich, dass ich das Licht angelassen habe. Der Kutter ist halt so alt, da piepst kein Alarm der dir sagt „Depp – du hast das Licht angelassen“. Ich rufe Wolfgang an, der mich dann netterweise abholt und mir Starthilfe gibt. Dann geht es hoch in die Berge. Das letzte Stück Straße zum Haus ist gerade so, dass ich mit dem Kutter durch komme. Was ein Ausblick von der Terrasse!!!!!

Andauernd fliegen Gleitschirmflieger über´s Haus. Nachts wird es dann so kalt, das ich mich entscheide das Heizöfchen anzumachen. Um 3.00 Uhr werde ich klatschnass wach – es sind 29 Grad – ist wohl das Thermostat im A…. Morgens bimmeln die Kuhglocken und es ist alles so friedlich – unglaublich. Ich frühstücke noch mit Elke und Wolfgang und mach mich dann gegen Mittag auf Richtung Nottwil, der Stadt wo ich drei Jahre als Trainer gearbeitet habe. Die beiden sind sehr nett und so fällt der Abschied wie so oft  nicht leicht.

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04 Nov

Blog 74 „Heimreise“

Am vorletzten Abend bin Gilbert und ich zum Barbeque eingeladen. Gilbert hat sich richtig rausgeputzt. Ihn kenn ich sonst nur in kurzer Hose und T-shirt.

Wir essen bei Manu und Marie zwei Portugiesen, die aber schon ewig in Frankreich wohnen. Es gibt leckeres Fleisch, das Marie in eine Soße aus Harissa, Knoblauch, Chilli und viel Olivenöl vorher einlegt. Das Rezept habe ich mir gleich geben lassen, da ich noch nie so leckeres Grillfleisch gegessen habe. Da ich so begeistert bin bringt mir Manu am Tag meiner Abreise noch ein Glas dieser Soße vorbei. Leider ist die Grillsaison bei uns schon zu Ende, aber ich werde sie halt dann im Backofen mit Chickenwings testen. 

Nach dem opulenten Mahl gibt es eine Käseplatte mit Köstlichkeiten aus dem Zentralmassiv. Dazu einen leckeren Roten der direkt vor Les Ayguades angebaut wird. Übrigens – 5 Liter für 12.-€ – sehr lecker. Dann Kuchen und Kaffe und zum Schluss  Schnaps. Holla die Waldfee – mir geht´s gut!!!

Auf dem nachhause Weg sind es noch 19 Grad und es geht kein Lüftchen. Also fast eine tropische Nacht. Ich steh noch lange auf dem kleinen Brückchen und geniesse die Ruhe.

Am nächsten Tag hilft mir Gilbert beim packen und wir essen noch bei „Tom´s Pizza“ zusammen, ehe ich dann um 15.00 Uhr schweren Herzens aufbreche Richtung Schweiz.

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30 Sep

Blog 73 „zu kurz“

Nachdem Wädi & Martina und Claus & Doris weg sind, merke ich, daß ich so langsam in meinen „Trott“ finde. Nachdem ich das Campingreisebuch von Frau Tietjen gelesen hab, daß im Übrigen recht flach war, lese ich nun einen Roman von Sven Regner. Er war 1985 Mitbegründer der Band „Element of Crime“. In dem Buch gibt es noch die D-Mark, also ein recht alter Schinken, aber sehr amüsant. Da Mareike nicht mit ist, bleibt nun alle Arbeit rund um den Kutter an mir hängen. Alleine kochen macht mir zum Beispiel gar keinen Spass, so geh ich ins Restaurant oder mache mir jeden zweiten Tag einen Salat. Im Croq gab es vor ein Paar Tagen leckere Seche.

Gestern nach dem Boule spielen bin ich mit Hugo wieder im Croq gelandet und auf dem nachhause Weg begleitet uns ein fantastischer Sonneuntergang, der sich im ersten Bild an der Lagune schon andeutet und uns dann kurz vorm Campingplatz nach Hause leuchtet.

Gestern bezahle ich meinen Rest des Aufenthaltes und merke erschreckt, daß die Zeit hier schon bald wieder vorbei ist. Noch zehn Tage auf dem Platz und eine Woche für die Rückreise durch die Schweiz. Im Verlauf dieser Woche werde ich viele Freunde besuchen, die ich lange nicht gesehen habe. Zwei Pärchen habe ich hier auf dem Campingplatz kennengelernt, der Rest sind Spieler meiner Nationalmannschaft, die ich drei Jahre coachen durfte. Ich werde auch zur Klinik fahren, in der ich die Mannschaft trainiert habe und freue mich schon jetzt, all die Leute wieder zu sehen.

Übrigens, das Wetter ist gut wie noch nie. Wenig Wind und viel Sonne. Fast zuviel.

a bientot

 

25 Sep

Blog 72 „Gruissan wir kommen“

Nachdem wir uns von Onkel & Tante verabschiedet haben, machen wir uns auf den Weg nach Gruissan. Es sind ja keine 300km mehr bis ans Meer. Viele Wohnmobilisten haben Spass an unseren beiden alten „Schätzchen“. Es werden immer wieder Daumen hoch gezeigt. Am besten ist, wenn auf der anderen Seite der Autobahn auch so ein alter Hymer entgegenkommt . Dann glühen die Lichthupen und die Fenster werden aufgerissen um zu winken. Die drei Stunden vergehen im Flug und so sind wir nachmittags in Gruissan. Ich habe Wädi und Martina von dem Restaurant „Les Chalets“ erzählt und so beschliessen wir für die erste Nacht auf dem Stellplatz am Meer zu bleiben und abends bei den Jungs essen zu gehen. Wir freuen uns schon sehr darauf. Ich rufe noch Gilbert an und er sagt, daß er auch zum Essen kommt. Als es dann endlich losgehen soll haben die Jungs eine geschlossene Gesellschaft an diesem Abend. Schade – so gehen wir ins Paparazzo einem Restaurant direkt am Meer. Der Mond geht auf und es geht uns gut!

Am nächsten Tag geht es zur Saline. Wädi und Martina kaufen Salz und andere Leckereien. Dann noch schnell zum Supermarkt und ab auf den Campingplatz. Wir bringen aber vorher noch eine Kasten Licher Bier zu Gilbert. Den hab ich bis hier runter gekarrt. Er weis halt auch was gut ist. Beim einchecken dann die nächsten Probleme. Es ist für Wädi kein Platz mehr frei, erst ab dem nächsten Tag. Er darf aber die Nacht mit auf meinen Platz und so richten wir uns ein und kochen abends zusammen. Gilbert ist auch dabei. Am abend gibt es dann einig leckere Begrüßungsbiere in unserem Stammrestaurant „Croq“.

Die Tage mit den beiden vergehen viel zu schnell und dann ist auch schon wieder deren Abreise. Schade – es war sehr gemütlich mit den beiden – gute Fahrt, hebts guet!

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21 Sep

Blog 71 „Herbert vor Gruissan“

Bevor ich nach Gruissan aufbreche, steht noch ein großen Event auf meiner Konzertagenda. Herbert Grönemeyer im Frankfurter Waldstadion. Es gibt so ein Paar alte Musiklegenden, die ich immer nochmal besuchen will. Dazu gehörten die Rolling Stones oder James Taylor. Beide habe ich realisiert. Im deutschsprachigen Raum ist es Herbert Grönemeyer. Seine Lieder begleiten mich schon so weit ich zurück denken kann. Da ich nach dem Konzert direkt weiter Richtung Gruissan fahren will, habe ich das Problem – wo parke ich den Kutter. Da fällt mir mein alter Manager bei den Frankfurt Skywheelers ein. Pierre arbeitet im Marketing der Commerzbank Arena und er ermöglicht mir den Kutter direkt am Stadion zu parken – danke Pierre, du hast was gut bei mir. Er bringt mich und Mareike dann noch zu unserem Platz und schickt mir sogar um 01.30 noch ein Bild aus der Arena, um mir zu zeigen, daß die komplette Technik schon abgebaut ist.

Das Konzert dauert über drei Stunden und Herbert gibt alles. Alle kennen die Songs und singen mit – wenn man auch bei seinem „Genuschel“ nicht all zuviel versteht. Es wird zunehmend kälter an diesem Abend und ich bin froh, daß ich dann wieder in meinem Kutter sitze. Trotzdem – ein unvergesslicher Abend. 

Um ca 0.30 bin ich auf der Bahn Richtung Gruissan. Ich übernachte in der Gegend von Metz und es ist in der Nacht bitterkalt. Ich bin heil froh, daß mich am morgen die Sonne weckt und ich nach nur vier Stunden schlaf, weiter Richtung Süden fahren kann. Ich habe mich mit Wädi und Martina in Goudargues verabredet. Das Treffen ist für Mittwoch vorgesehen. Dann kommt auch mein Onkel Klaus und meine Tante Irene dorthin. Ich breche also früh und bei strahlendem Sonnenschein auf.

Es läuft so gut, daß ich durchfahre und um 20.00 Uhr in Goudargues ankomme. Das kleine Dörfchen liegt an der Ceze und ist nahe an der Pont du Gard. Die Besitzerin kennt uns alle schon seit Jahren und sie ist so nett, das wir uns sogar einen Platz teilen dürfen.

Wir geniessen die Sonne ganz unterschiedlich. Ich geh mal ins Dorf um nach den Boulespielern zu schauen. Martina liest und Wädi chillt in der Sonne. Oder wir spielen eine Partie Quirkle.

Wir verbringen zwei sehr nette Tage dort und ziehen am Donnerstag, nachdem wir uns von Onki und Tankti verabschiedet haben, für die es an die Cote d’Azur geht, weiter nach Gruissan. Aber nicht bevor uns Wädi super leckere Lachsspagetti gekocht hat.

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02 Mai

Blog 69 – „merkt man nun auch hier den Klimawandel?“

Nachdem ich dem Kutter noch eine  Gasprüfung, TÜV, AU und neue Vorderreifen gegönnt habe, geht es am 12.04 so gegen 18.00 Uhr los. Mit dabei mein Kumpel Jurgo, der sich die letzten Monate einen Ford Transit ausgebaut hat. Wir fahren über Mainz, Kaiserslautern und Saarbrücken über die Grenze und schlafen die erste Nacht kurz vor Metz auf einem Parkplatz. Morgens geht es weiter nach Nancy. Dort gibt es ein sagenhaftes Steakhouse namens „RED BEEF“. Wir gönnen uns ein opulentes Mittagsmenue, das mit einen Tiramisu endet, in dass ich mich auch gerne reingesetzt hätte – unglaublich. Ich kann dieses Restaurant nur wärmstens empfehlen. Egal ob das Personal oder die Ausstattung, alles passt. Danach geht es weiter nach Bourg en Bresse. Wir übernachten auf einem Parkplatz. Morgens sind alle Scheiben rundum zugefroren. Also schnell weiter Richtung Süden, wo wir auf Sonne und Wärme hoffen. Der nächste Stop ist in Goudargues, einem kleinen Dörfchen kurz unterhalb der Ardeche. In diesem Örtchen gibt es einen kleinen Campingplatz an der Cèze namens „La Grenouille“.

Kirche von Goudargues

Wir bleiben zwei Tage und fahren dann nach Les Ayguades. Vorher wie immer Grosseinkauf im Intermarché. Auf dem Campingplatz ist es sehr ruhig, bis auf´s Meer.

Wir sind die Beiden, die sich gegenüber stehen ganz links, zweite grüne Reihe von oben. Auf der Strasse zwischen den Wohnmobilen sieht man uns sogar.

Es tost über Tage. Ich kenne das ja nun schon seit Jahren, der Unterschied ist diesmal nur, dass kaum Wind ist. Normalerweise pfeift es dann vom Meer her, aber nichts. Später erfahren wir, dass es wohl vor Afrika heftige Stürme gab.

Video – für´s Mittelmeer schon ganz ordentlich.

Der Strand ist tagelang überflutet und so nutze ich die erste ruhige Wetterlage um die Drohne fliegen zu lassen. Hier ein Bild vom überfluteten Strand.

Es bleibt aber weiter kalt und windig. Sonnst habe ich eigentlich vom ersten Tag an die kurze Hose an, aber die ersten zwei Wochen geht nur lang und Abends schnell die Tür zu und das Heizöfchen an. 

Am ersten warmenTag – kurze Hose an – und ab zum Angeln. Wir sitzen gemütlich am Etang und angeln, oder sollte man es besser würmerbaden nennen. Vier Stunden ohne Fisch und nicht mal einen Biss. War trotzdem schön.

Die Tage verbringen Jurgo und ich oft mit Gilbert. Wir spielen Boule, quirkeln (Gesellschaftsspiel) gehen abends Essen und schlafen viel. Am letzten Samstag ist Jurgo leider schon wieder nach Hause und so bin ich nun allein. Ich lese viel und genieße die Ruhe. Das Wetter ist viel besser geworden und am 15.05 kommen Ursina und Pipo aus der Schweiz. Mareike kommt am 18.05.  am 28.05 kommen Elke und Rainer, die wir wir oft hier auf dem Campingplatz sind und Anfang Juni kommen noch Elke und Wolfgang, die wir hier in unserem Stammlokal letztes Jahr kennengelenrt haben.

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27 Dez

Blog 68 – Bilder die achte…

 

Auf unserer Rückreise machen wir halt an der Gorges de l´Hérault mit seinem kleinen Dörfchen St. Jean de Fos. Der Stellplatz dort ist zwar umsonst, aber ein kleiner Tümpel am Rande des Stellplatzes macht uns die Nacht zur Hölle. So viele Mücken haben wir selten im Kutter gehabt.

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11 Dez

Blog 67 Bilder – die siebte…

 

Die nächste Galerie widmet sich dem, was uns am liebsten ist. Der Strand. Egal zu welcher Jahreszeit oder Uhrzeit wir dort sind,  die Bilder sind immer anders. Mal ist das Meer ruhig, mal tobt es. Mal ist es nahezu windstill, dann wird man wieder sandgestrahlt. Mal mit Menschen, mal einsam – dort zu sein und aufs Meer zu blicken, die Brandung zu hören ist für uns ein Stück Heimat geworden. Einfach nur schön… aber seht selbst.

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10 Dez

Blog 66 Bilder – die Sechste…

Die heutige Galerie zeigt Bilder, die mit der Drohne rund um unseren Campingplatz gemacht wurden. Auf Bild 1 sieht man den Campinglplatz am Strand, aus der Sicht vom Bouleplatz, der auf Bild 3 zu sehen ist. Bild 2 ist  von der kleinen Brücke fotografiert, die auf Bild 1 zu sehen ist. Es zeigt den Etang und im Hindergrund sind die Pyrenäen zu sehen. Bild 4 zeigt ein Blick nach Narbonne Plage, wohin man in gut 20 min zu Fuss am Strand entlang gehen kann. Mareike geht dort oft hin, da es in Narbonne Plage wohl eine sehr gute Eisdiele gibt. 

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07 Dez

Blog 64 Bilder – die Vierte…

Diese Bilder sind in Bages entstanden. Das kleine Dörfchen liegt westlich, etwa 15 Kilometer entfernt von Les Ayguades. Dort gibt es viele kleine Etangs, die im Sommer versalzen und so tolle Motive bieten. Wir möchten uns hier herzlich bei Reiner und Elke bedanken, die wir schon vor längerer Zeit auf unserem Campingplatz kennengelernt haben. Reiner ist Fotograf bei Thyssenkrupp und hat Mareike mit dorthin genommen. Die Beiden hatten viel Spass dort. Abends gab es dann noch lecker Weinchen.

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06 Dez

Blog 63 Bilder – die Dritte…

Hier sieht man die Saline von Gruissan. Sie liegt am westlichen Ortsausgang an einer kaum befahrenen Straße, die zum kleinen Fischerhafen Ayrolle führt. Ganz in der Nähe hat auch Pierre Richard sein Weingut, der aus dem Film „Der große Blonde mit dem schwarzen Schuh“ bekannt ist. Eine tolle Straße entlang der Saline ohne Verkehr – ideal zum radeln.

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04 Dez

Blog 61 Bilder – die Erste…

Hallo zusammen,

lange her, dass ich was geschrieben habe. Es ist viel passiert in der letzten Zeit. Bevor ich aber anfange zu erzählen, möchte ich die nächsten Tage erstmal ein Paar Bilder zeigen. Hier nun die ersten Impressionen. Der „Pirat Parc“ in Gruissan. Ich hatte Glück, denn es war der letzte offene Abend. Ich hoffe es gefällt.

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