20 Mai

Blog 164 „Drachenfest in Narbonne-Plage“

 

Sonntag, 19.05.24 – Wir fahren mittags zum Drachenfest nach Narbonne-Plage. Dieses Fest fand all die Jahre in September statt. Gut für uns, denn mit dem DEFI WIND in Gruissan-Plage, Les Festejades mit 50.000 Besuchern in Gruissan und dem Drachenfest, stehen uns drei tolle Spots zur Verfügung. Wenn man bei uns in Les Ayguades an den Strand geht, sieht man schon in östlicher Richtung (ca. 5km) die Drachen am Himmel stehen (siehe Video).  Es finden Wettbewerbe mit Zweileinern, Vierleinern und in Gruppen mit bis zu 6 Piloten statt. Ferner gibt es Einleiner in den unterschiedlichsten Arten und Formen. Der Strand in Narbonne-Plage ist etwa 50 Meter breit, dazu kommt eine 10 Meter breite Promenade und beides zusammen ist knapp 5 km lang. Da passen jede Menge Zuschauer hin und die waren auch da. Bei ideal konstantem Wind aus Süd/Ost und blauem Himmel, vergeht die Zeit wie im Flug und gegen 14.30 Uhr sind wir von der Sonne gegart und fahren zurück nach Les Ayguades. Ein tolles Erlebnis, das wohl erst durch die Bilder zu verdeutlichen ist.

a bientôt

 

19 Mai

Blog 163 „Ausflug durch die Clape“

Freitag, der 17.05. Wir machen einen Ausflug in die „Clape“. Dies ist ein kleines Gebirge direkt hinter dem Meer und zieht sich von Gruissan bis hinter Saint Pierre de la Mer. Ideal für Kletterer, die dort über hundert Routen erklettern können. Des weiteren liegen in der Clape einige Weingüter, die sehr guten Wein herstellen. Von unserem Campingplatz beginnt die Clape nach zirka einem Kilometer im Landesinneren. Auch Mountainbiker finden hier gute Trails. 
Wir starten gegen 11.00 Uhr und fahren am Fuße der Clape, östlich Richtung Narbonne Plage. Die kleine Straße  liegt in lauter Weinbergen und zur linken Hand türmt sich, teils senkrecht die Clape. Hier ist kein Verkehr. Wir treffen einige Radler und Wanderer, die die Weingüter am Wegesrand besuchen. Es ist ruhig und man taucht schnell ab in die schöne Landschaft. Unsere Tour endet im Weingut „Chateau Rouquette sur Mer“. Wir kaufen Wein und haben das Glück, dass ein großer LKW, der eine Abfüllanlage beherbergt, hinter dem Haupthaus steht, wo gerade Wein abgefüllt und in Kartons gepackt wird. In den ca. 20 Minuten, wo wir zusehen verlassen 97 Kartons den LKW. Wir erfahren, dass die Abfüllanlage 3-4 mal im Jahr für drei Tage gebucht wird. Kaum vorzustellen, wieviel Flaschen alleine dieses Weingut produziert – und schmecken tut er auch noch.

Bilder vom Ausflug:

a bientôt

16 Mai

Blog 162 „Die ersten Tage“

Am Montag, den 13.05, fahren wir morgens recht früh auf den Markt nach Gruissan. Es hat sich wieder einiges verändert im Städtchen. Die Hauptstraße war nur bis etwa zur Hälfte neu geteert. Nun ist sie komplett fertig und glatt wie ein Spiegel. Auf einer Seite haben sie sogar einen breiten Radweg gebaut. In der Altstadt von Gruissan und speziell auf dem Markt, hat sich wenig geändert. Hier und da gibt es ein neues Geschäft.
Die Verkäufer vom Markt kennen wir fast alle und wir wissen wer, wo steht. Wir versorgen uns mit Senfoliven, Gemüse und Obst und fahren gegen Mittag zurück zum Campingplatz. 
Wenn man bedenkt, dass an dem Brückenwochenende alles übervoll war, sind wir nun mit drei Leuten am Strand. Es ist herrlich ruhig. Keine Animation, keine Tumulte vor der Rezeption und vor allem wenig Gäste in den Restaurants. Auf dem Campingplatz stehen wir  mit ein paar vereinzelten Wohnmobilen. Das wird sich aber am kommenden Wochenende wieder ändern, denn die Franzosen feiern auch Pfingsten. Dann ist hier wieder Remmidemmi. Die drei Tage halten wir aber locker durch.

Hier ein paar Bilder aus der Stadt:

Hier ein paar Bilder vom Strand:

a bientôt

12 Mai

Blog 161 „Alte Liebe Gruissan“

Es ist Mittwoch, der 08. Mai und um 13.30 Uhr geht es, wie geplant, los Richtung Meer. Wir haben Bedenken wegen dem Verkehr (Christi Himmelfahrt), doch die Autobahn Richtung Trier ist leer. Unser erstes Ziel ist Luxembourg,

da wird erstmal für 1,48.- € günstig getankt und dann geht es weiter nach Arlon in Belgien, wo wir Lisa, Fabien und Mila besuchen. Wir werden, wie immer, herzlich empfangen und genießen den späten Nachmittag im Garten, bei strahlendem Sonnenschein. Zum Abendessen gibt es belgische Pommes und Hühnchen. Wir essen gemütlich und abends spielen Fabien und ich ein paar Partien „KALAHA“ , die ich fast alle verliere (und ich kann beim Spielen nicht gut verlieren). Wir schauen noch die zweite Hälfte Bayern-Madrid und gehen dann zur ersten Nacht in den Kutter. Morgens bereitet uns Fabien ein leckeres Frühstück und um 11.30 Uhr geht es weiter Richtung Gruissan.

Wir fahren Landstraße, der Kutter schnurrt und so vergeht die Zeit wie im Flug. Auf Endlosschleife läuft „KRANICHE“ von Bosse und gegen 20.30 Uhr finden wir einen Stellplatz in „BOURG EN BRESSE“ direkt an einem Zirkus.

Leider ist keine Vorstellung. Die Nacht ist ruhig und am Freitag morgen fahren wir dann ab Lyon Autobahn und erreichen um 16.00 Uhr Gruissan. Schnell noch ein paar Sachen einkaufen und um 17.00 Uhr sind wir auf dem Platz und es geht sofort an den Strand, um das Meer zu begrüßen. Zum Glück ist es noch da!!!

Abends kommt Gilbert und wir gehen in unsere Stammkneipe „CROQ“. Es gibt leckeres Estrella und danach essen wir wirklich sehr gut. Müde vom Bier und der Reise geht es früh ins Bett.

Am nächsten Tag erfahren wir, dass in Gruissan-Plage, das berühmte und wohl größte Surfrennen der Welt stattfindet, das „DEFI WIND“. Kamera einpacken und mit meinem neuen elektrischen Zuggerät geht es ab zum Rennen. Der Start soll um 12.00 Uhr sein. Dann um 13.00 Uhr. Dann um 14.00 Uhr und dann ist der Wind ganz weg. So wird schnell auf Party umgeschaltet und das können die Surfer gut. 

Hier ein Paar Impressionen vom DEFI WIND:

             Video vom DEFI WIND           

 

a bientôt

02 Mai

Blog 160 „Endspurt“

Der, für mich, sehr lange Winter ist vorbei. Ein Winter mit recht viel Schnee und vor allem sehr viel Wasser. In der Lahnaue sind in den Wiesen immer noch kleine Seen, die noch nicht versickert sind. Die Störche sind zurück und haben alle Nester besetzt. Selbst auf zwei Hochsitzen haben sie gebaut. 18 Stück haben wir gezählt. Überall blüht und sprießt es. Das ist die Zeit den Kutter wieder auf Vordermann zu bringen.

Markus, mein Mechaniker, hat alles gegeben damit wir neuen TÜV bekommen haben. Sechs neue Reifen wurden ihm gegönnt. Den Ölverlust haben wir durch eine neue Ventildeckeldichtung gestopt. Alle Flüssigkeiten sind gecheckt und mein Neffe Henry hat mit Mareike den Kutter auf Hochglanz poliert.  Er steht gerade im Hof in der Sonne und blendet richtig.

Es ist so gut wie alles gepackt und am 08.05 geht es los Richtung Frankreich. Wir werden zuerst nach Belgien zu Lisa, Fabien und Mila fahren und dann durch die Mitte Frankreichs auf Landstraßen bis Lyon cruisen um dann ab Lyon bis Gruissan die Autobahn zu nehmen.  Was freu ich mich auf´s Meer, meine Freunde und die Zeit mit Mareike.Jetzt wo ich diese Zeilen gerade schreibe, bekomme ich richtig Sehnsucht nach meinem zweiten Zuhause.

Impressionen der Kutterpflege:

Also, ab dem 08.05. gibt es wieder neue Reiseblogs.

a bientôt

 

06 Feb

Blog 159 „Nach dem Sommer ist vor dem Sommer“

Der letzte Urlaub im Herbst mit Wädi & Martina wirkt noch nach. Viele schöne Erinnerungen, die mir über den Winter geholfen haben. Winter? Eigentlich haben wir ja die letzten Jahre kaum Winter. Dieses Jahr ist es anders. Zuerst kommt die Flut, dann der Schnee, der mich über eine Woche im Haus gefangen hält und dann wieder die Flut, die die Schneeschmelz verursacht.
Ich kümmere mich um Sachen, die kaputt gegangen sind, oder die einfach mal erneuert werden müssen. So hat der Kutter neue Sitzpolster und einen neuen Bezugsstoff erhalten. Nun steht im März der TÜV an und es wird einiges am Kutter gemacht werden müssen. Wir brauchen neue Reifen, das Automatikgetriebe macht mir Sorgen und es muss einiges an der Optik gebastelt werden.
Doch Licht erscheint am Horizont. Für dieses Jahr sind zwei Urlaube geplant. Den ersten darf ich entscheiden und den zweiten entscheidet Mareike. Was soll ich sagen – wo wird´s wohl hingehen – richtig – nach Gruissan. Ich kann mich einfach nicht wehren. Es ist und bleibt ein Stück zu Hause. Jetzt ist schon Anfang Februar und das Kribbeln beginnt so langsam.
Natürlich werden wir auch wieder viele Kurztrips machen.  Konzerte, dann steht die Handball Qualifikation für Paris,  die Olympischen Spiele sowie die Paralympics auf dem Programm. Freunde besuchen,  egal ob in Belgien, der Schweiz oder im Innland.

Hier einige Bilder, die die letzten Wochen veranschaulichen.

Bis bald…

25 Okt

Blog 158 „Edersee im Herbst…“

Am 21.10.23 fahren wir nach Bad Wildungen. Ein guter Freund liegt dort im Krankenhaus, den wir besuchen möchten. Wir gehen gegenüber des Krankenhauses zu einem Italiener und verbringen dort den ganzen Nachmittag. So langsam wird es dunkel und wir beschließen dort auch noch zu Essen. Es gibt für alle leckere Nudeln. Der Italiener ist klein aber fein und die Bedienung ist sehr nett.
Abends übernachten wir an der Eder auf einem Stellplatz. Am Sonntag morgen fahren wir dann an den Edersee und bleiben noch eine Nacht auf dem Stellplatz „Edersee Alm“.  Der Stellplatz liegt direkt am See mit Blick auf die Burg Waldeck. Einer der besten Stellplätze die wir je besucht haben. Es gibt eine Almhütte in der wir Abends gut essen. Ferner verfügt der Platz über ein 1A Sanitärhaus. Morgens werden wir dann mit einem sagenhaften Sonnenaufgang belohnt. Es tut einfach gut, mal zwei Tage auszubrechen und die Ruhe im Wohnmobil zu genießen. Hier werden wir bestimmt nochmal hinfahren.

bis bald…

 

 

 

22 Okt

Blog 157 „Arlon – immer eine Reise wert…“

Am Samstag brechen wir früh auf, da wir bei Lisa zum Brunch verabredet sind. Die drei haben ein leckeres Essen bereitet, den Tisch schön gedeckt und so sitzen wir bis nachmittags und lassen uns Crepes, Käse, französische Salami und all die anderen Leckereien schmecken. Das Wetter ist wunderbar und so genießen wir die wohl letzten, wärmenden Sonnenstrahlen, im Garten. Wie immer geht die Zeit viel zu schnell rum, für das was alles noch erzählt werden müsste. Ein gemütlicher Tag geht zu Ende und abends fahren wir noch nach Trier, da wir uns mit Mareikes Nichte Maybritt verabredet haben.

Arlon – zum Vergößern auf die Bilder klicken

Wir erreichen im dunklen den Stellplatz, direkt an der Mosel an, doch der ist rappelvoll. So fahren wir noch ein Stück, schlafen an der Autobahn in der Eifel und sind am Sonntag nachmittag wieder in Atzbach.

Ein spontaner schöner Urlaub geht zu Ende und macht jetzt schon wieder Lust auf 2024.

bis bald…

21 Okt

Blog 156 „das Meer verlassen…“

Am 06.10 brechen wir auf. Wädi und Martina begleiten uns noch bis kurz vor Lyon. Wir finden einen kleinen Campingplatz in „Les Essarts“. Der Platz heisst „Camping des Nation“,  ist klein und gemütlich. Direkt nebenan liegt die Pizzeria „Il Vesuvio“ in der wir abends gut essen. Am Samstag morgen verabschieden sich die beiden Schweizer und fahren östlich Richtung Genfer See. Wir fahren nach Norden Richtung Luxembourg um Lisa, Fabien und Mila noch zu besuchen. Die Strecke führt uns durch Lyon und weiter nach Dijon. Aud der E23 nordöstlich durch die „Haute Saône“ bis nach Nancy. Dann immer nach Norden bis Arlon.

Il Vesuvio – zum Vergößern auf die Bilder klicken

 

Da uns die Strecke zu lang ist, legen wir in „Bulgnéville“ auf dem „Camping  Potes des Vosges“ noch einen Zwischenstop ein. Der Platz ist voll in holländischer Hand und so gibt es  abends Pommes mit Frikandel – lecker.
Auf solchen Plätzen passt der Name „fahrendes Volk“ sehr gut. Wir kommen am frühen Nachmittaag dort an und haben Auswahl auf nahezu alle Plätze. Gegen Abend füllt es sich rasant und kurz vorm dunkel werden, findet man keinen freien Platz mehr. Da wir Langschläfer sind, ist der Platz um 8.30 Uhr schon wieder so gut wie leer. Nur noch wir und drei, vier andere Schlafnasen. Scheint was dran zu sein, an der „senilen Bettflucht“. Noch haben wir sie nicht – zum Glück!

a bientot…

 

20 Okt

Blog 155 „Les Ayguades…“

Am Samstag, den 23.10 checken wir dann in Les Ayguades auf dem Campingplatz „LVL“ ein. Wir gehen gleich ans Meer und Mareike sagt, dass es noch nie so warm war. Sie geht morgens vor dem Frühstück schon ins Meer. Dann Frühstücken wir lange und sitzen in der Sonne. Und das alles ohne Wind, was hier ja eher sehr selten ist. Nachmittags gehe ich mit den Kunmpels Boule spielen und Abends kochen wir, oder gehen in eines der vier Restaurants.
Wir warten auf Wädi und Martina, die aus Italien, entlang der Cote d´Azur zu uns kommen wollen. Am 27.10 treffen sie ein und es beginnt eine wünderschöne Zeit. Wädi geht nachts um 5.30 Uhr schon schwimmen und dann mit Mareike um 8.00 Uhr wieder. Die drei sind ständig im Wasser und Mareike nennen wir schon Arielle. Wädi und ich gehen oft Boule spielen. Die Frauaen kaufen ein und abends kochen wir zusammen. Gilbert kommt auch öfters zum Essen. Wir machen Ausflüge mit den Rädern und erkunden die Gegend. Jeden Abend gibt es einen Apero mit Senfoliven Chips, Wein oder Bier. Wir sitzen viel zusammen und erzählen. Mareike & Martina machen die Märkte und Geschäfte unsicher, wir sitzen öfters bei unserem Lieblingsbäcker und beobachten das Treiben auf dem Markt. Wir feiern am 29.09 Mareikes Geburtstag, der mit einem Ständchen der Schweizer Delegation beginnt.
Es gefällt mir sehr gut, dass wir uns so gut verstehen. Wir machen viel zusammen, lassen aber auch jeden Raum für eigene Interessen. Wädi ist „Mr. Baywatch“, Mareike Ist die Meerjungfrau, Martina ist die Leseprinzessin und sorgt sich um die finanzielle Situation der Geschäfte in und um Gruissan. Und ich – ja was bin ich eigentlich. Langschläfer, Boulespieler, Koch und Geschichtenerzähler. Allen läuft schon das Blut aus den Ohren. Man spührt, dass sich alle wohlfühlen, wenn Gilbert auch manchmal etwas kurz kommt wegen der Sprachbarriere.
Wir haben noch nie so ruhige, sonnige und warme Tage. Einziges Manko sind Mücken, die uns bei Windstille abends schnell in die Wohnmobile treiben. Dennoch – eine tolle Zeit mit zwei lieben Freunden und all den Jungs und Mädels aus Les Ayguades.

Bilder aus der Stadt – zum Vergrößern auf die Bilder klicken

Bilder vom Ausflug zur Saline und den Chalets

Bilder von Camping

Bilder vom Strand

Was zum Schmunzeln

Sundowner

Und jetzt noch mein persönliches Lieblingsbild zum Abschluß!

a bientot

19 Okt

Blog 154 „…wiedermal Richtung Gruissan!“

Nach den tollen warmen Monaten in Portugal beschliessen wir nochmal schnell für knapp drei Wochen nach „Gruissan“ zu fahren. Mareike schiebt ihre Patienten zusammen und so können wir am 20.09 los fahren. Ich hab am Montag und Dienstag den Bus klar gemacht. Am Mittoch werden die letzten Sachen gepackt und um 18.00 Uhr geht es auf die Bahn. Gegen 23.00 Uhr schlafen wir auf einem Parkplatz in „Montigny Le Roi“. Dort gibt es einen tollen Campingplatz oben auf einem kleinen Berg – „Camping Chateau“. Morgens geht es weiter nach „Goudargues“. Dort treffen wir meinen Onkel und meine Tante. Auf dem Campingplatz „La Grenouille“ treffen wir uns schon seit Jahren. Delfine, die sehr nette Platzchefin begrüsst uns wie Familienmitglieder.  Es ist ein wunderschönes Dörfchen an der Cezé. Abends kocht Tanti für uns und wir verbringen den nächsten Tag am Pool. 

Goudargues – zum Vergößern auf die Bilder klicken

a bientot

 

 

17 Okt

Blog 153 „Rotterdam, viel erlebt…“

Da mein Netzwerk „Rollstuhlbasketball“ immer noch recht gut funktioniert, erfahre ich von den „European Para Championships“ in Rotterdam.

Mein Schweizer Team spielt dort auch und so kommen Wädi und Martina aus der Schweiz auch. Wir parken den Kutter direkt an der Rotterdamer Ahoi Arena und verbringen dort 4 wunderbare Tage. Morgens geht es in die Halle und wir schauen die Spiele und Mittags gehen wir in die Stadt zum Restaurant „Lisa“ und essen dort zu Mittag. Wir treffen viele alte Bekannte, gegen die ich sogar noch gespielt habe. Einige sind Trainer geworden, wieder andere sind in Funktionärs Ämtern. Leider steigen die Schweizer ab in die B-EM. Die deutschen Damen wie auch die Männer belegen jeweils den vierten Platz. 

Abends stehen wir alleine auf dem riesigen Parkplatz der Ahoy Arena, die 45.000 qm umfasst und 16.000 Zuschauern Platz bietet. 

bis bald

04 Jul

Blog 152 „Arlon“

30.06.23. Wir fahren über Nancy, Metz und Luxemburg ins belgische Arlon. Hier leben seit drei Jahren Lisa, Fabien und Mila. Lisa kenne ich schon 30 Jahre und sie ist eine Art Tochter für mich. Sie hat ihren Freund Fabien auf ihrer Weltreise in Australien kennen gelernt. Fleißige Blogleser wissen, dass wir bei Fabien´s Eltern in Pombal waren. 

Bevor wir in Arlon sind, besuchen wir noch den Decathlon in Thionville. Da Mareike sich zu einer guten Boulespielerin entwickelt hat, kaufen wir ihr dort neue Kugeln. Bisher spielt sie mit „Boule de Plage“, wie der Franzose sagen würde. Wir verlassen den Decathlon mit einigen Tüten und einer glühenden Kreditkarte und sind kurze Zeit später in Luxemburg.

Sehr auffällig ist der Fuhrpark der Bewohner dieses kleinen, aber reichstem Land der Welt. Es folgt ein Tesla dem Anderen, Q5, Q7, Porsche, Ferraris, Mercedes und alle  erdenklichen Nobelmarken. 

Wir erreichen Arlon um 15.30 Uhr und Lisa geht um 16.00 Uhr für eine Stunde ins Fitnessstudio. Wir sind gespannt wie Mila reagiert wenn Lisa aufbricht – es ist kein Problem. Sie ist beschäftigt Blumen zu gießen und hilft Mareike beim Unkraut zubbeln. Ich fange an zu kochen und gegen 17.00 kommt Fabien, der sofort den Grill anwirft (er ist halt ein Portugiese). Da ich vor drei Tagen Geburtstag hatte, bekomme ich eine Kiste portugiesisches Superbock. Lisa hat fast gefrorene Fläschchen im Eisfach und so schwelge ich in Erinnerungen an Portugal und als ich dann noch erfahre, dass am Samstag die Eltern von Fabien kommen und es dann auch noch einen Erdbeergeburtstagssahnekuchen gibt… Herz was will man mehr. Wir verbringen drei wundervolle Tage in Arlon. Es wird Wikingerschach, Quirkle, Kalaha und ein bretonisches Wurfspiel „Palets“ gespielt. Am Sonntag nach dem Frühstück begeben wir uns auf die letzte Etappe Richtung Heimat. Um 15.00 Uhr endet unsere Reise, die 93 Tage dauerte, in der wir 7358km zurückgelegt haben, mit 35 Stops, in 6 Ländern. 

 

Fahrtroute Final

 

Bilder vom Wochenende in Arlon: 

bis bald

30 Jun

Blog 151 „Liverdun“

29.06.23. Nach einer sehr gemütlichen Fahrt über die Autobahn durch die Bourgogne, erreichen wir gegen 14.00 Uhr „Liverdun„. Unser Ziel ist der „Camping de la Moselle„, ein recht großer Campingplatz, fest in holländischer Hand. In diesem Städtchen sind die leckeren „Madeleines“ erfunden worden. In der Nähe des Campingplatzes gibt es ein kleines „Lädchen“ in dem ausschließlich diese Leckereien verkauft werden. 

Liverdun wird fast komplett von der Mosel umrundet, auf der auch recht große Binnenschiffe fahren. Wir essen eher mäßig im Restaurant, verbringen aber angenehme zwei Tage, bevor wir uns zu unserem letzten Etappenziel nach Arlon aufmachen.

Bilder aus Liverdun:

a bientôt

30 Jun

Blog 150 „Chalon sur Soâne“

28.06.23. Wir brechen von Crest auf, zu unserem drittletzten Stop unserer Reise. Sie führt uns über Lyon und Mâcon nach „Chalon sur Soâne„. Der „Campingplatz“ liegt auf einer großen Wiese mit alten Bäumen direkt am Flussufer. Wir suchen uns ein schattiges Plätzchen und lesen, schreiben Blog oder genießen die Abendsonne. Dieser Platz ist ein reiner Durchgangsplatz d.h., nachmittag rollt die Caravane an und morgens sind alle wieder weg. Keine Animation, keine Feiergäste. Lediglich Wohnmobilsten, Carvancamper oder Radler mit kleinen Zelten. Wir schlafen gut und nach einem guten Frühstück geht es weiter Richtung Liverdun.

Wir tragen ein komisches Gefühl in uns, wissen wir doch, dass unsere Reise bald ein Ende nimmt. Ich bin sehr traurig, aber freue mich trotzdem auf zu Hause, wo wir all unsere Freunde und Familien wiedersehen.

a bientôt

28 Jun

Blog 149 „Crest“

24.06.23. Die Lavendelfelder werden weniger und so erreichen wir Crest recht früh und checken dort auf dem Camping „Les Clorinthes“ ein. Hier waren wir 2018 schon einmal. Ein sehr schöner Platz unter großen alten Bäumen. Er hat einen kleinen Pool und einen Zugang zur Drome. Dort geht Mareike sich öfters abkühlen, denn es ist immer noch sehr heiß. Zum Glück haben wir einen Platz unter einer alten Linde, die uns den ganzen Tag majestätischen Schatten spendet. Dort sitze ich und schreibe an einem Blog.

Es ist sehr ruhig hier, da es weder Animation noch sonstige Störenfriede gibt. Alles Holländer, die alle auf Campingstühlen vor ihren Wohnwägen sitzen. Wir lernen Andrea aus Kiel kennen, mit der wir einiges zusammen unternehmen. Wir bleiben drei Tage, chillen,  baden in der Drome und gehen ins Städtchen oder spielen Boule. Ich feiere meinen Geburtstag mit einem klitze kleinen Eisbecher

und abends gibt es sogar einen Umzug mit beleuchteten Wagen, den Hintergrund für dieses Spektakel, an dem sehr viele Menschen am Straßenrand stehen und sogar Tribünen aufgebaut werden erfahren wir leider nicht.

Dann geht es weiter Richtung Norden. Wir wollen nach „Chalon sur Soane„.

Bilder von der Fahrt und von Crest:

a bientôt

27 Jun

Blog 148″beim Weinbauer“

23.06.23. Wir sind ziemlich müde von der Fahrt und sehen am Straßenrand ein Schild „Vin & Huile a la Ferm“ mit Stellplätzen. Blinker rechts und ab in die Weinreben. Wir finden in der Nähe von Piegon  „Les Combes“ einen kleinen Hof, der Wein und Olivenöl verkauft.

Er verlangt kein Geld für die sechs Stellplätze und so kaufen wir Wein und Öl bei ihm. Ein traumhafter Blick in die Berge der Provence und es herrscht völlige Ruhe. Wir kochen gemütlich und abends hole ich nochmal die Drohne raus, um ein paar Bilder zu machen. Mareike nimmt sich die Kamera und macht noch einen Spaziergang durch die Weinberge. Wir schlafen gut und nach dem Frühstück fahren wir weiter durch die Provence bis nach Crest.

Bilder vom Weinbauern:

a bientôt

26 Jun

Blog 147 „auf zur Lavendelblühte“

20.06.23. Schweren Herzens nehmen wir Abschied vom Meer und beschließen in die Provence zur Lavendelblühte zu fahren. Da wir immer im April,Mai und dann im September Oktober in Frankreich sind, haben wir die Lavendelblühte noch nie so richtig mitbekommen. Also brechen wir auf. Hugo hilft uns mit den Fahrrädern und dann  verabschieden wir uns von den Nachbarn, die wir schon lange kennen. Gilbert kommt auch vorbei und so gehen wir nochmal zum Strand, um uns vom Meer zu verabschieden.

Mir fällt es immer besonders schwer, von hier los zu fahren. Ich kenne halt viele Menschen hier und liebe den riesigen Strand mit dem Blick auf die Pyrenäen. Wir holen noch halbe Hühner und fahren mit dem Kutter raus zu den Chalets und essen dort zu Mittag. Dann geht es über  Montpellier, Nimes und Avignon nach Pernes les Fontaines. Wir checken auf dem Campingplatz „Les Fontaines“ ein.

Es ist furchtbar heiß. Das Thermometer im Kutter zeigt 39 Grad und das Außenthermometer versagt seinen Dienst. Normal geht es bis 51 Grad, nun zeigt es aber ein „E“ für Error. Morgens gehen wir spazieren und versuchen ein Lavendelfeld zu finden. Wir enden auf einer kleinen Kreuzung und Mareike liegt im Schatten auf der Kreuzung im Wind. Hier halten wir es ganz gut aus und reden über die Sachen, die wir die letzten Wochen erlebt haben. Beiden trauern wir Portugal hinterher. Immer so um die 25 Grad mit einer Brise vom Atlantik. Jetzt braten wir auf einer Straßenkreuzung in der Provence – lustig!

Leider ist der Lavendel im Hauptgebiet um Valensole noch nicht in voller Blühte, so fahren wir über Apt nach Sault und sind völlig begeistert vom Anblick und vor allem von dem Duft der Lavendelfelder. Diese Strecke hat sich trotz der Hitze sehr gelohnt. Diese Bilder vergessen wir sicherlich nicht. 

Wir fahren Richtung Crest und verlassen uns auf unser Navi, dass ja bis jetzt immer einen Platz für uns gefunden hat. 

Impressionen der Lavendelblühte:

Bilder aus der Provence:

a bientôt

26 Jun

Blog 146 „in vino veritas“

19.06.23. In Gruissan gibt es leider immer weniger Weingüter, die noch selbst Wein herstellen. Viele Weinbauern versorgen nur noch ihre Weinstöcke und lassen dann die Trauben von einer Genossenschaft ernten und verarbeiten. Gilbert holt seit Jahren Wein für uns alle, der von einem kleinen Weingut aus der Clape stammt – keine drei Kilometer weit entfernt. Wir bezahlen 12.- € für fünf Liter Rotwein, der zum Essen prima geeignet ist. Den gibt es nun nicht mehr.

Siggi hat am Anfang unserer Reise hier in Gruissan Wein gekauft, von einem Weinbauer kurz vor Narbonne-Plage“. Der schmeckt recht gut. Wir fahren mit den Rädern hin und nehmen einen 5 Liter „Bag in the Box“ und eine Flasche mit. Der Unterschied zwischen der Box und der Flasche liegt darin, dass der Flaschenwein im Holzfass gereift ist und der Wein aus der Box lediglich im Edelstahltank. Er schmeckt uns und so kaufen wir vor der Abfahrt noch einige Liter. 

Das Weingut „Chateau Rouquette sur Mer“ liegt wunderschön direkt an der senkrechten Felswand der Clape. Alle Weinfelder liegen um das Weingut und die Verkäuferin beantwortet uns alle Fragen, die wir stellen. Ein Platz, an dem man gerne eine Stunde oder auch mehr Zeit verbringt, da der Innenhof und der Laden sehr liebevoll gestaltet sind. 

Hier einige Bilder vom Weingut:

a bientôt

18 Jun

Blog 145 „zwischenmenschlich“

18.06.23. Mal ein ganz anderes Thema. Bis jetzt geht es in meinen Blogs ja fast immer um Land, Essen, Getränke, Klima, landestypische Sachen… nun soll es mal um Menschen gehen. Menschen, die wir schon lange kennen und Menschen, die man auf so einer Reise kennen lernt.

Wir sind ja im April mit Moni & Siggi in diese Reise gestartet. Die beiden hatten aber leider nur acht Wochen Zeit, statt wir mit unseren zwölf, so haben sich unsere Wege irgendwann in Portugal getrennt. Um so schöner war das Wiedersehen in Milfontes. Die drei machen eine Wanderung, von der sie sehr schöne Bilder mitbringen, wir essen Burger oder essen zusammen am Kutter. Schöne Tage…

Im Norden Portugals lernen wir Anna & Dustin aus Berlin, sowie Manuela aus der Schweiz kennen. Die Gespräche mit den Berlinern sind immer fruchtbar. Wir teilten uns Nachmittage oder Abende. Lassen uns aber immer Luft zum atmen. Man geht sehr respektvoll miteinander um. Auch Manuela, mit ihrer offenen Art, bereicherte unsere Reise. Warme Gedanken…

Nun sind wir in Gruissan und es ist total anders, aber irgendwie doch mit vielen Parallelen. Hier kennen wir Menschen schon seit Jahren. Es gibt viel Routine, die aber nach der aufregenden Zeit, die hinter uns liegt, vor allem mir, sehr gut tut. Gilbert kommt fast täglich mit seinem Rad vorbei. Pipo & Molo, die jeden morgen zwischen unserem Campingplatz und einer kleinen Siedlung, auf einem öffentlichen Weg an unserem Kutter vorbei kommen und Grüßen. Johann, vom Restaurant Croq, der Bäcker, die nette Frau vom Strandlädchen, die Angler an der kleinen Brücke, die Leute auf dem Bouleplatz… jeder kennt uns schon lange und jeder nimmt sich Zeit für ein paar Worte, aber auf jeden Fall für einen Gruß. 

Nun ist Wädi für sechs Tage gekommen. Bei ihm habe ich gewohnt, als ich Trainer in der Schweiz war. Was für ein erfrischender Mensch. Stets gut gelaunt, will immer Kaffe und ist den ganzen Tag am „schnorre“ (reden). Wir drei genießen das ausgedehnte Frühstück und da es so heiß ist, gehen Wädi und Mareike ständig ans und ins Meer. Wie gerne würde ich mit den beiden vorne am Meer sitzen und „schnorre“. Wir machen einige Ausflüge. Einmal zum Markt, dann findet in Gruissan ein Bouleturnier statt mit 67 Mannschaften, das wir besuchen. Wir schauen zu, gehen anschließend in der Stadt essen und radeln wieder zurück. Wir waren in Narbonne Plage und anschließend bei Gilbert Pizza essen. Ein paar Tage vorher haben ein Boulebattle auf unserem Campingplatz gehabt, dass Mareike und ich gewinnen gegen Gilbert und Hugo – hach wie herrlich schmeckt so ein großen, kaltes Siegerbier:)

Abends kommt Hugo vorbei und wir sitzen auf der Straße des Campingplatzes, da man da den Sonnenuntergang noch sehen kann. Eine sehr unkomplizierte Zeit, weil Wädi so tickt wie wir und die ganzen Planungen wegfallen bezüglich, wo ist unser nächster Stop, gibt es da einen Campingplatz, passt das für mich einigermaßen…

Au diesem Grund gibt es heute mal nur Bilder mit Menschen:

Video: Stefan & Wädi

a bientôt

08 Jun

Blog 144 „back to the Roots – Gruissan“

12.06.23. Wieder in Gruissan angekommen. Man denkt, man hat schon alles gesehen und man kennt alles, doch man wird immer wieder eines Besseren belehrt. Das Städtchen ist in stetem Wandel. Es gibt wieder mehr Geschäfte und jeder gibt sich Mühe mit dem Äußeren. Hier steht ein Olivenbäumchen vorm Laden, da hat man Blumenkübel aufgestellt. Es wird noch gemütlicher im alten Ortskern von Gruissan. Am Mittwoch waren wir auf dem Markt. Viele neue Stände mit netten Händlern, Ökobauern und natürlich den Afrikanern, die hier ihre Taschen anbieten. Abends treffen wir Simmi & Christof im Croq, unserem Stammlokal. Die beiden zieht es auch schon seit Jahren hier hin – schön, sie wiedermal zu treffen. Es gibt aber auch Sachen, die mir nicht so gefallen. Der Verein hat auf dem Bouleplatz neuen Feinsplitt auftragen lassen, nun komme ich mit dem Rollstuhl kaum noch vorwärts und die Kugeln rollen nicht mehr so wie früher. Als ich das erste mal dort spiele, hab ich mich so richtig blamiert. Früher haben wir uns jeden Nachmittag hier oben getroffen, jetzt spielen viele in Gruissan oder Narbonne-Plage. Es wird ruhiger auf dem Bouleplatz in Les Ayguades.

Die letzten zwei Tage war es richtig heiß. Wir konnten es nur vorne am Strand mit einer leichten Meerbriese aushalten. Und abends kamen dann wieder die uns bekannten Gewitter. Hugo, unser Schweizer Freund, ist mit den Hunden spazieren und hat vergessen, die große Dachluke zu schließen – Ergebnis, zwei Stunden Wäschetrockner.

Nein, das ist nicht Venedig, das sind die Wege auf unserem Campingplatz plus zehn Stunden Stromausfall – wie immer, wenn es regnet.  🙂

Seit Samstag wissen wir, dass Wädi aus der Schweiz kommt. Heute morgen hat er sich aus Goudargues gemeldet. Dort waren wir auch schon oft und sogar mit ihm zusammen. Ein wunderschönes Dörfchen an der Cèze. Morgen früh fährt er dort los und ist mittags bei uns. Wir freuen uns sehr auf ihn, denn wir haben uns schon lange nicht mehr gesehen.

Heute nachmittag spielen Mareike, Gilbert, Hugo und ich, hier auf unserem Campingplatz Boule. Nach einem vollen Wochenende mit viel Trubel und vielen Menschen, sind nun alle weg und wir stehen mit drei Wohnmobilen und einem Wohnwagen auf unserer Ecke vom Campingplatz. Es ist gerade eine sehr schöne Stimmung. Nach der Hitze von 38 Grad im Wohnmobil, hat es sich durch den Regen sehr abgekühlt. Es ist bewölkt und es weht ein frischer Nordwind. Totenstille ist auf dem Campingplatz, man hört nur ab und zu eine Möwe. Ich höre Musik und schreibe diesen Blog. 

Viele Erinnerungen sind in meinem Kopf von all den Zeiten hier in Gruissan und vor allem von Portugal & Spanien. Was für eine schöne Zeit. Immer wieder erzählen wir uns von den Erlebnissen der Reise. All die Menschen, die wir kennenlernen durften. Wir sind immer noch mit Dustin & Anna und Manuela aus der Schweiz in Kontakt und tauschen unsere Erlebnisse. Zum Glück sind es immer noch drei Wochen von unseren ursprünglichen zwölf. Die werden wir bis zur letzten Sekunde auskosten und dann am 03.07, voll schöner Erinnerungen, in unser „normales“ Leben schlüpfen.

Jetzt noch ein paar Bilder, damit ihr vielleicht versteht, warum es uns immer wieder hierher führt.

Hier die Fahrtroute bis jetzt:

a bientôt

06 Jun

Blog 143 „Urt“

04.06.23. Nachdem die Suche am folgenden Tag wiederum nur in Bettenburgen und überfüllten, sandigen Campingplätze endet, beschließen wir, nach Frankreich zu fahren.

Fazit für Nordspanien:
Hier ist es viel grüner als erwartet. Wir sind durch Landstriche gefahren, dass könnte auch im Allgäu oder in der Schweiz gewesen sein. Sehr profiliert mit Weiden, Kühen und vereinzelten Bauernhöfen. Es gibt Gebiete, da ist man ca. 5 -10 Kilometer weg vom Meer und es geht auf über 2000m hoch. Die vorwiegende Steilküste ist wunderschön. Es gibt Buchten in denen kleine Sandstrände liegen, die man aber nur über schmale, steile Pfade erreicht. Also genau mein Zielgebiet :). Die wenigen Stellen, an denen z.B. Flüsse ins Meer münden, sind touristisch sehr frequentiert. Irgendwie muss man halt die ganzen sonnenhungrigen Menschen unterbringen. Es entstehen also Bettenburgen, wo auch große Campingplätze dazwischen liegen. 
Kommt man aus der beschaulichen Ruhe Portugals, erschlagen einen sehr schnell die vielen Menschen und der damit verbundene Trubel. Das Klima ist nahezu identisch, die Leute sind nicht mehr ganz so entspannt und freundlich, wie in Portugal und die Preise ziehen deutlich an. 
Für mich als Rollstuhlfahrer ist es eher schwierig, hier voran und zurecht zu kommen. Fürs Auge aber sehr schön. Biker und Wanderer, fühlen sich hier bestimmt sehr wohl, denn sie haben hier  Strand, wie auch die Berge mit ihren Wanderwegen und Biketrails. 

Mareike und ich waren uns einig, dass wir eine mögliche Folgetour nach Portugal nur bis Figuera de Foz machen würden und dann einfach wieder umdrehen, oder durch die Mitte Spaniens zurück nach Hause fahren.

Nun sind wir also wieder in Frankreich angekommen. Wir finden im Örtchen „Urt“ einen wunderschönen „Campingplatz„, auf dem keine 10 Besucher sind. Swimmingpool mit Chillounge, Waschsalon und vor allem Totenstille. Wir gammeln in den Tag, waschen Wäsche und bringen den Kutter für die letzten 4 Wochen auf Vordermann. Während Mareike zwischen Pool und Waschsalon tingelt, sitze ich vorm Kutter, schreibe Blogs und bearbeite Bilder.

Ich rufe Gilbert an, der für uns zum „CAMPING LVL“ geht und den Platz 15 reserviert. Abends bereuen wir es aber ein wenig, denn wir wären vielleicht doch besser noch ein, zwei Tage in Urt geblieben. Egal – „Gruissan“ ruft und wir freuen uns sehr.

Fahrt nach Urt:

Drohnenbilder von Urt:

a bientôt 

04 Jun

Blog 142 „San Vicente de la Barquera“

02.06.23. Wir suchen also nun einen Campingplatz, der einigermaßen in einer Ebene liegt und nicht zu voll ist. Auf geht’s Richtung Osten auf der Küstenstraße. Aber schon nach wenigen Kilometern fangen wir wieder an zu klettern. Oben angekommen, werden wir  fürstlich belohnt – welch eine Augenweide. Von einem kleinen Parkplatz aus, schauen wir runter in zwei Buchten, vor denen ein Felsknubbel vorgelagert ist. Zudem gibt es einen Aussichtspunkt, der über die Klippen gebaut ist. Mareike besteigt den Turm und macht atemberaubende Bilder. Wir stehen direkt auf dem Jakobsweg und all die Pilgerer kommen den Wald völlig außer Puste hochgewandert und sehen dann diesen Ausblick! Jeder zückt sein Handy und fotografiert drauf los. 
Weiter geht es entlang der Küste, aber wieder immer nur Berge, Berge, Berge! In Llanes finden wir einen Campingplatz, der wiederum so eine steile Zufahrt hat, dass ich dort nie ohne Hilfe hochkommen würde. Außerdem ist er völlig überteuert. Der Besitzer sollte sich mal fragen, warum er nur zwei Wohnmobile als Gäste hat. Dann erreichen wir eine Flussmündung an der das Städtchen „San Vicente de la Barquera“ liegt. Erstmal sieht es recht nett aus, aber der Campingplatz ist sehr eng und rappel voll. Sie bieten davor auf einem Stellplatz noch Plätze an und da wir sehr genervt und müde sind, checken wir für eine Nacht ein. Als wir ins Städtchen gehen ist es noch sehr leer. Nach dem Essen kommen wir dann zum Kutter zurück und der Platz ist randvoll. Die Spanier zieht es am Wochenende ans Meer und da es im Norden fast nur Steilküste gibt, werden die wenigen Buchten, wo Flüsse in den Atlantik münden, zugebaut mit Bettenburgen und Campingplätzen. So flüchten wir am nächsten morgen weiter Richtung Osten.

Hier der Weg nach San Vicente de la Barquera:

hasta luego

04 Jun

Blog 141 „Cudillero“

01.06.23. Mareike liest von einem kleinen Fischerdorf in der Nähe, dass eines der schönsten in Nordspanien sein soll. Wir entscheiden dorthin zu fahren und begeben uns mal wieder auf eine abenteuerliche Fahrt. Nordspanien ist gar nichts für Rollstuhlfahrer. Alles sehr steil und enge Gassen mit groben Kopfsteinpflaster. Ich bin heilfroh, oben auf einem Plateau angekommen zu sein. Hier befindet sich der Campingplatz „L´Amuravela“. Ein schöner aber recht enger Platz. Leider werden nebenan Wohnblocks gebaut und es fährt den ganzen Tag ein Bagger herum, der beim rückwärts Fahren den ganzen Tag piiiieeept.
Mareike geht einen kleinen Pfad runter zur Stadt der unendlich viele Stufen hat. Die Stadt findet sie solala. Sie fotografiert ein wenig und kämpft sich dann gegen Abend wieder die ganzen Stufen hoch.
Zur Belohnung gibt es im Bistro frische Bocadillos und eiskaltes Bier -oder auch mehrere… In der Abendsonne sprechen wir über die Tage in Spanien und sehnen uns zurück nach Portugal.

Der Weg nach Cudillero:

hasta luego

30 Mai

Blog 140 „Rinlo“

29.05.23. Wir finden ein Plätzchen auf dem „Camping Rinlo Costa“. Er hat nur ca. 40 Plätze und liegt 600m entfernt vom Meer. Die Besitzer sind sehr nett und helfen uns mit dem kaputten Fahrradständer von meinem E-Zuggerät. Zu allem Überdruss fahre ich am Abreisetag denen auch noch eine Wasserstelle aus ihren Angeln. Die Stoßstange vom Kutter hängt auf halb acht, doch dank unseren Helfern und Kabelbindern, sind wir schnell wieder fahrbereit. 

Nur 500m entfernt liegt das kleine Fischerörtchen Rinlo. Es besteht aus 4 Restaurants, einer Kirche, etlichen Hostals (wegen dem Jakobsweg), ein Paar Häusern und Fischerbooten.

Wir machen einen Ausflug an den „Playa Catedrales„. Ein imposanter Ort,  der wie so oft, rundum mit Holzstegen versehen ist. So komme ich mit meinem E-Chopper bis vorne an die Klippen und rund um die Buchten. Am frühen Abend essen wir in einer Grillbar am Strand Pulpo und frische Sardinen. Dazu, wie immer, ein leckeres Estrella. Wir sind die einzigen Gäste und auch die Menschen, die die Felsformationen besuchen, kann man alle mit Handschlag begrüßen. Herrlich, all diese Schätze, fast für uns alleine, besichtigen zu können.


Am nächsten Tag fahren wir nach Ribadeo, einer kleinen Hafenstadt an einer Flussmündung. Einkaufen, Geldautomat, Waschsalon suchen und sonstige Erledigungen stehen auf unserm Plan. Abends wollen wir ausgehungert ins Dörfchen Fisch essen, die Restaurants öffnen aber erst um 21.00 Uhr. Nichts für deutsche Rentner, die liegen da schon im Bett. Ich koche schnell Pasta mit Kapern & Thunfisch8schnelles Wohniessen), dazu einen Salat, zwei drei Gläschen Rotwein und der Vaddi liegt geschmeidig im Bett.
Morgen wollen wir weiter nach Cudillero.

Bilder den Buchten und Klippen:

hasta luego

30 Mai

Blog 139 „Lugo – Spanien“

28.05.23. Ver você de novo, Portugal! Auf wiedersehen, Portugal. 
 
Ja, was soll ich schreiben über Portugal? Ich hab so viele Bilder im Kopf und Emotionen in mir, dass es mir schwer fällt, alles zu sortieren. Ich fange mal an. 
Mir fällt ein Satz ein, den uns ein Kioskbesitzer in Spanien erzählt hat. Er sagte, „in Portugal ist es so, wie in Spanien vor 20 Jahren“. Ganz so dramatisch sehe ich es nicht, aber ein Nord-, Südgefälle ist schon zu erkennen. Ein paar Beispiele. Die Straßen werden schlechter und gibt sehr viele „Lost Places“ an den Straßenrändern. Egal, ob Fabriken oder private Bauten. Die Situation für Rollstuhlfahrer ist in Portugal schlechter. In Fuseta werden die beiden Bahnhöfe mit EU-Geldern umgebaut, um Rollstuhlfahrern und Blinden die Zugänge zu den Bahnsteigen zu ermöglichen. Ich komme also perfekt bis an den Zug und warte auf den „Algarveexpress“, der im Süden den ganzen Tag hin und her pendelt. Er kommt und ich stehe vor vier Monsterstufen. Also zurück zum Campingplatz. Vorher informiert mich  der Stationsvorsteher, dass die behindertengerechten Züge erst ab 2026 geliefert werden können. Auf den Bürgersteigen gibt es kaum Absenkungen und auf den Straßen sind tiefe Löcher. Ich muss ständig aufpassen, sonst liege ich vor dem Rollstuhl. Behindertentoiletten sind so selten wie öffentliche Toiletten generell. Dann ist uns aufgefallen, dass wir in ganz Portugal nicht einen stationären oder mobilen Blitzer gesehen haben – oder sie sind so gut versteckt, dass das böse Erwachen erst zu Hause kommt, wenn wir die kostenlosen Fotos im Briefkasten finden. Stromkabel werden prinzipiell über der Erde verlegt. In den Städten kann man das schön am Gewirre an den Hauswänden erkennen.
Ich merke gerade wie „deutsch“ meine Eindrücke sind und schäme mich sogar ein wenig dafür. Wenn man sich bei uns die A 45 (Gambacher Dreieck bis Dortmund) anschaut, mit all den Staus, die daraus resultieren, haben wir in ganz Portugal dagegen nicht einmal im Stau gestanden. 
Ich komme lieber zu den Sachen, die mir angenehm in Erinnerung geblieben sind. Die Menschen – wenn ich an all die Kellner, Köche und Grillmeister denke, fällt mir nur ein Wort ein „NETT“!!! Rezeptionisten, Verkäufer, Kassierer, Tankwarte usw. geben einem nie das Gefühl, lästig zu sein. Obwohl die Wohnmobile ja wie Heuschrecken über dieses Land herfallen. 
Das Essen ist unkompliziert und sehr sehr lecker. Es gibt fast vor jedem Restaurant einen riesen Grill und daneben eine Kühltruhe. Fleisch oder Fisch aussuchen, Chef legt es auf den Grill und wenig später wird dir das Grillgut auf Edelstahlplatten serviert. Dazu gibt es einen einfachen Salat und Pommes oder Reis. Der entscheidende Punkt ist das Einlegen. Halbe Hähnchen werden mit einem scharfen Messer eingeritzt und dann in einer scharfen Soße eingelegt. Darum sind sie so saftig und würzig. Dann öffnet der Portugiese schon gegen Mittag das erste „Superbock oder Sagres“ – und das ist eiskalt, oft in 0,2 er Fläschchen. Zwei Schluck und schon steht das nächste frische Bier auf dem Tisch – niemals schales, lauwarmes Bier, wie bei uns mit den 0,5er Hülsen, wo der letzte Schluck kaum zu trinken ist. Die „Pasteis de Nata“ (Süßspeise) sind zum reinknien – wenn es regional auch kleine Abweichungen gibt. Dann das Wetter! Wir hatten siebeneinhalb Wochen nur royalblauen Himmel mit ab und an ein paar Wölkchen. Die Buchten, die Felsen, die Orangen, die Zitronen… egal ob Zwiebeln, Avocados, Gurken oder Tomaten, alles schmeckt extrem nach dem, was es ist. Hier sieht man noch R4´s, Enten oder sogar einen B-Kadett…!
Und dann natürlich Fußball. In jeder Kneipe, egal wie groß, hängen Flatscreens an den Wänden, die mancher Sporthalle als Anzeigetafel dienen könnten. Der Portugiese diskutiert über jede Szene und zwar in einer Lautstärke, dass einem fast die Ohren wegfliegen. Einmal dachten wir sogar, jetzt gibt es gleich eine Schlägerei – denkste, zwei Minuten später lagen sie sich lachend wieder in den Armen.
Das Leben ist sehr viel langsamer. Auf schicke Häuser, Autos oder Klamotten wird viel weniger geachtet. Außer die Haare – wenn Mutti oder Omi abends auf die Straße gehen sind sie immer prächtig onduliert.
Fazit, bevor ich mich in Kleinigkeiten verliere – fahrt hin, Portugal ist die 3000 Kilometer wert!!!

Nun zu Lugo. Die Geschichte ist schnell erzählt. Es ist vier Tage schlechtes Wetter angekündigt und so beschliessen wir nach Nordspanien zu fahren. Da die Strecke aber recht weit ist, machen wir in Lugo einen Zwischenstop.

Wir stehen auf einem Stellplatz und Mareike kommt aus der Stadt zurück und berichtet von einer sehr gut erhaltenen Stadtmauer, die sogar zum Weltkulturerbe zählt. Am nächsten Tag geht es weiter zur Nordlüste Spaniens.

Bilder der Fahrt nach Lugo und der Stadtmauer:

hasta luego

29 Mai

Blog 138 „Caminha“

22.05.23. Wir sind in Caminha angekommen. Eine sehr schöne Stadt in der der Rio Minho in den Atlantik mündet. Der Campingplatz „Orbitur Caminha“ liegt wunderschön in einem Kiefernwald. Ein kleiner, sehr gepflegter Platz mit Restaurant und Cafe. Hier der Blick aus unserem Wohnmobil.

Das Restaurant liegt am Eingang und verfügt über ein sehr gutes W-Lan. Hier sitze ich oft und schreibe an meinen Blogs.

Die Stadt, die wir über einen 1km langen Holzsteg entlang der Promenade gut erreichen, ist sehr gemütlich und interessant. Viele Pilger, die den Jakobsweg wandern, belagern die Stadt. Ein großer, zentraler Platz mit vielen Restaurants und Cafés, liegt inmitten alter Gebäude und Kirchen. Hier treffen wir Anna & Dustin aus Berlin wieder und wir sitzen oft zusammen und reden, oder gehen zu unserem Hähnchengrill, wo wir fast täglich ein sehr leckeres Piripiri Huhn essen. Mareike badet in der Flussmündung und wir machen einige Ausflüge mit dem Rad. Die Tage vergehen wie im Flug und unbemerkt sind wir eine Woche auf dem Platz. 
Seit nunmehr sieben einhalb Wochen haben wir fast nur royalblauen Himmel, aber nun ist schlechtes Wetter angesagt und so beschließen wir nach Nordspanien zu fahren. Wobei Spanien nur 500m entfernt ist und je nachdem wo sich unsere Handys einloggen ist es 14.32 Uhr oder 13.32 Uhr. Da müssen wir schon aufpassen, wenn wir uns verabreden.

Eine sehr schöne Zeit in Portugal liegt nun hinter uns und es geht weiter nach Spanien. Wir sind sehr gespannt.

até breve

27 Mai

Blog 137 „Fao“

Wir sehen zu, dass wir schnell aus Porto wegkommen. Hier ist es uns viel zu voll und zu hektisch. Wir finden in Fao einen kleinen Campingplatz und checken dort für eine Nacht ein. Direkt gegenüber ist ein kleines Restaurant „Claudia Maria„. Hier wird indoor gegrillt. Der große Grill ist im Inneren und dort abgeteilt. Eine eigene Lüftung sorgt dafür, dass der Qualm nach oben über das Dach abgeleitet wird. Sehr spartanisch aber um so freundlicher und leckerer. Gut gegessen und mit zwei großen Superbock schläft es sich schnell ein und am nächsten Tag geht es weiter gen Norden.

Hier Bilder vom Campingplatz und dem Weg nach Fao:

até breve

25 Mai

Blog 136 „Vila Nova de Gaia“

19.05.23. Los geht´s nach „Vila Nova de Gaia“ einer Vorstadt von Porto. Hier fließt der Rio Douro in den Atlantik. Wir planen eine Bootstour flussaufwärts. Nach langen Recherchen und etlichen Mails, von denen nur zwei beantwortet werden, stellen wir fest, das es für Rollstuhlfahrer wohl nicht so einfach ist, etwas zu finden. Auch der Zug entlang des Douro ist für Rollifahrer leider nicht möglich. Gefrustet versuchen wir einen Campingplatz zu finden. Der erste ist voll, der zweite ist verwaist und der dritte hat nur wenige Stellplätze für Wohnmobile, die aber alle belegt sind. So übernachten wir an dem verwaisten Platz auf dem Parkplatz davor.

Mareike geht noch einkaufen und erzählt mir dann von den tollen Holzstegen, die sich dort entlang der Promenade ziehen. Wir kochen abends im Wohni. Am nächsten Morgen parken wir den Kutter an der Promenade und spazieren auf den Holzwegen am Strand entlang, schauen den Surfern zu, die versuchen die Wellen zu bezwingen. 
Auf den Holzwegen bekommt man von der Stadt fast nichts mit und es ist kaum ein Mensch am Strand. Es ist toll für mich, dass ich auf diesen Stegen bis vorne ans Meer kann. Überall Restaurants und Cafés, die mit Glasscheiben Schutz vor dem Wind bieten und mit vielen Leckereien aufwarten. Die Stunden vergehen wie im Flug und gegen Nachmittag brechen wir auf nach Norden, denn Porto ist uns viel zu hektisch und zu eng. 

até breve

 

25 Mai

Blog 135 „Costa Nova do Prado“

18.05.23. Wir brechen nach einem gemütlichen Vormittag im Park auf, Richtung „Costa Nova do Prado„. Die Stadt liegt in der Nähe von „Aveiro„, dem Venedig von Portugal. Siggi & Moni haben uns dort den Campingplatz „Camping Costa Nova“ empfohlen. Dieser Campingplatz ist aber auf einer großen Wiese und mit dem Rollstuhl komme ich da nicht zurecht, so parken wir vor dem Campingplatz und bleiben dort auch nur für eine Nacht. Das Städtchen ist wunderschön mit all den bunten Häusern, die sich an der Promenade aneinander reihen. Mareike macht noch einen Ausflug mit der Kamera und ist sehr beeindruckt von der Farbenpracht.
Mittags wollen wir nach Aveiro, aber wir finden dort keinen Parkplatz für den Kutter und so brechen wir weiter auf nach Vila Nova de Gaia. Das liegt kurz vor Porto.

Die bunten Häuser:

até breve

 

25 Mai

Blog 134 „Pompal“

17.05.23. Schweren Herzens brechen wir auf nach Pombal. Wir haben erfahren, dass Lisas Schwiegereltern dort in ihrem alten Elternhaus sind. Wir nehmen mit ihnen Kontakt auf und verabreden uns für 17.00 Uhr. Als wir in Pombal ankommen, zeigt uns das Navi, dass sich das Haus etwas außerhalb befindet und der kleine Weiler nur aus fünf Häusern besteht. Die abenteuerliche Straße ist sehr eng und als wir vor dem Haus stehen, werden wir freundlich von Maria, ihrem Mann und dessen Bruder empfangen.

Nur wo Parken? Kurzerhand werden die Nachbarn konsultiert, die allesamt aus der Familie von Fernando sind. Wir parken den Kutter etwas entfernt am Straßenrand

und dann schleppen sie mich 16 Stufen hoch in einen kleinen Innenhof, wo wir unter einer Blütenpracht  und alten Bäumen sitzen.

Das Haus ist seit Jahren unbewohnt und obwohl es nur sechs Kilometer bis Pombal sind, ist es nicht zu vermieten oder gar zu verkaufen. Völlig unverständlich, denn auf dem Grundstück gibt es einen Weinberg, der ca. 120 Liter Wein abwirft, Orangenbäume, Wollmispelbäume und einen Olivenhain. Ein eigener Brunnen versorgt das Haus mit Wasser und es gibt Strom, Telefon und alles, was man benötigt. 
Hier erfahren wir portugiesische Gastfreundschaft. Es werden uns alle Früchte des Gartens serviert. Dazu gibt es Schinken und Chorizo vom Nachbarn, frisches leckeres Brot vom Markt und natürlich eisgekühltes Superbock.

Abends holt Fernando noch zwei sehr leckere,  gegrillte Hühnchen und so verbringen wir wunderschöne Stunden mit den Dreien. Es wird viel gelacht und wir erfahren einiges über die Geschichte der Familie und der Gegend.
Die Nacht verbringen wir in Pombal in einem schönen Park an einem Fluß. Wir schlafen unter dem Gequake vieler Frösche zufrieden ein.

Bilder aus Pombal:

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22 Mai

Blog 133 „Vila de Sao Pedro“

12.05.23. Wir fahren nach Vila de Sao Pedro, einem Vorort von Figuera da Foz. Wir checken im „Orbitur Gala“ ein und sind dort fast alleine. Ein wunderschöner Platz, mit den bisher besten Sanitäranlagen. An der einen Ecke des Platzes geht es einen richtigen Berg hoch, von dem man einen fantastischen Blick über den Atlantik und Figuera da Foz hat. Es gibt ein Restaurant, in dem eine süße Omi kocht und den kleinen Supermarkt führt. Dort sitzen wir oft im Windschatten und genießen die Sonne und die Ruhe. Plötzlich steht Manuela aus der Schweiz an unserem Kutter und wir verbringen zwei Tage mit ihr. Wir gehen, ins nur einen Kilometer entfernte Dörfchen, und essen abends bei Omi. Ich kann gar nicht beschreiben, wie glücklich es mich macht, mein Buch zu nehmen und auf den Berg zu fahren, um dort zu lesen. Mareike genießt das Meer (muss wohl sau kalt sein) und ich fliege mit der Drohne, da ich hier niemanden störe.
Übrigens lernen wir hier noch Anna & Dustin aus Berlin kennen. Die beiden sind schon lange mit ihrem Van plus Tim dem Hund unterwegs. Lustig ist, dass sie uns letztes Jahr in Gruissan schon gesehen haben. Sie haben also den Winter in Spanien verbracht und nun treffen wir sie hier wieder.
Fünf herrliche Tage gehen zu Ende und wir brechen schweren Herzens auf Richtung Süden, denn dort wollen wir uns mit Maria und Fernando treffen. Es sind die Eltern von Lisas Freund Fabien und sie sind Portugiesen.

Das wir so begeistert von diesen Ort, sind zeigen bestimmt die Bilder:

Bilder mit der Drohne:

até breve

 

22 Mai

Blog 132 „Porto de Mos“

11.05.23.Die Idee war, etwas ins Landesinnere zu fahren, um dort auch mal einen Eindruck, von Portugal zu gewinnen. Dieser Auftritt ging aber völlig in die Hose – aber im Einzelnen!
Wir starten morgens in Nazare und wollen zu einem Stausee, der ca. 80km östlich in der Nähe von Tomar liegt. Die Straße dorthin ist super zu fahren und so sind wir bester Dinge und eine Stunde später in „Tomar„. Eine sehr schöne Stadt mit vielen Parks und viel Wasser. Wir suchen den Campingplatz am Stausee und treffen dort eine alte Portugiesin, die weder englisch noch französisch spricht – geschweige denn deutsch. Sie ist sehr nett und bemüht uns einen Platz anzubieten, aber das Gelände ist sehr eng und liegt am steilen Ufer des Stausees. Wir entscheiden uns schweren Herzens gegen diese Idylle und versuchen unser Glück auf dem Stellplatz in Tomar. Dieser Stellplatz ist ein alter stillgelegter Campingplatz, den die Stadt stellt den Wohnmobilisten kostenfrei zur Verfügung stellt. Um zu diesem Platz zu kommen, muss man durch ein altes Stadttor in den Park fahren. Leider wird dieses Tor gerade restauriert und so ist die Zufahrt nicht möglich. Wir suchen den nächsten Campingplatz, der irgendwo in den Bergen liegen soll. Die Fahrt dorthin ist sehr abenteuerlich. Enge Straßen in sehr schlechtem Zustand, gepaart mit dem unwohlen Gefühl „es könnte uns ja jemand entgegen kommen – und dann? Unser Gedanke ist aber der, wenn es hier einen Campingplatz geben sollte, müssen Wohnmobile oder auch Wohnwagengespanne dort irgendwie hinkommen. Wir finden ihn tatsächlich. Er wird von einem sehr netten Holländer geführt, der sich redlich alle Mühe gibt, uns unter zu bringen. Die Zufahrt zum Platz ist aber so steil, dass Mareike Bedenken hat, ob wir da mit dem Kutter zwar runter, aber vielleicht nicht mehr hoch kommen. Schade, denn der Platz ist klein, gemütlich und alles ist sehr liebevoll arrangiert. 
Also weiter zum nächsten Campingplatz. Wieder die gleichen Straßen, teils unbefestigte Feldwege und alles in den Bergen. Den folgenden Platz finden wir erst gar nicht. Die nette Frau aus dem Navi sagt uns, wir wären am Ziel, aber wir stehen im Nichts und es ist kein Platz zu sehen. Im Dorf fragen wir nach und siehe da, wir hätten nur 200m weiter fahren müssen und wären am Ziel gewesen. Also wieder irgendwo umdrehen und dann stehen wir vor einem Campingplatz, wo wir nicht ersehen können ob der überhaupt noch existiert.  Die Einfahrt zum Platz geht rechtwinklig vom Weg ab und zwar so steil, dass ich mich nicht traue dort hinunter zu fahren. Rückwärts geht auch nichts mehr. So fahren wir auf einem Feldweg, in der Hoffnung irgendwo drehen zu können. Im Kutter rumpelt es und wir haben Angst, nicht mehr alle Tassen im Schrank zu haben. Auf einem Platz wo Ackergeräte abgestellt sind, schaffen wir mit viel Gewürge die Drehung und kommen so zurück in die Zivilisation. So langsam singt die Stimmung im Team sichtlich. Dann zeigt uns unser Navi einen Stellplatz an einer Kirche in „Fatima„.
Wir nähern uns Fatima und uns fallen unzählige Menschen auf, die am Straßenrand mit gelben Westen am wandern sind. Zuerst denken wir an eine Art Volkswanderung, doch als die nächsten Gruppen Fahnen oder Kreuze vorweg tragen, tippen wir auf Pilgerer. Und so ist es.

Just an diesem Wochenende ist dort ein riesiges Pilgerteffen. Hier soll es in Frühren Zeiten eine Erscheinung gegeben haben. Der Stellplatz dort an der Kathedrale ist unvorstellbar groß. Alles ist voller Wohnmobile und auf den Grünflächen dazwischen, steht alles voller kleiner Zelte. Die Straßen sind alle mit Gittern abgesperrt und wir sind heilfroh, wieder rauszufinden. Die Stimmung sinkt weiter.
Wir fahren zurück auf die Nationalstraße und finden dort in „Porto de Mos“ einen Stellplatz, auf dem nur drei Wohnmobile stehen. Er liegt an einem wunderschönen Park mit Blick auf ein altes Schloß. Endlich angekommen holen wir uns eine leckere Pizza (Essen hilft immer…) und schlafen wie tot.

Bilder der Irrfahrt:

Bilder der Stadt:

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15 Mai

Blog 131 „Nazare“

09.05.23. Diesmal sind es ganze 15 km die wir weiter nördlich rücken. Es geht in die Wellenreiter Metropole Nazare.

Hier hat der deutsche Sebastian Steudtner einen Weltrekord  aufgestellt. Er ritt eine 26,21 Meter hohe Welle. Wir checken im „Ohai“ Campingplatz ein, den uns Lisa und Fabien empfohlen haben.

Ein wirklich toller Platz mit allem, was man sich vorstellen kann. Vom Fitnessbereich bis zum Schwimmbad, in dem sie Container mit Glasscheiben aufgestellt haben. So kann man von außen an der Scheibe Bilder der tauchenden Leute machen. Ein Restaurant mit sehr gutem Essen „all you can eat & drink“ und alles liegt in einem riesigen Pinienwald. Leider ist der Platz außerhalb der Stadt und bis zu dem Spot wo die hohen Wellen sind, ist es sehr weit und bergig. Mareike fährt mit Holländern in die Stadt und besucht dann die Klippe. Es sind kaum Wellen, da wir Nordwind haben. Einige Surfer sind sich am Versuchen, können es aber nicht so recht. Ich verbringe den Tag auf dem Platz und bearbeite Bilder, schreibe an meinen Blogs und lese. Es ist schon Schade, dass ich nicht an die Spitze komme, denn ich hatte mich sehr darauf gefreut. Mareike hat aber wie immer sehr gute Bilder gemacht und so kann ich es mir recht gut vorstellen. Abends essen wir sehr gut im Restaurant und verbringen drei sehr schöne Tage in Nazare.

Bilder aus Nazare:

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14 Mai

Blog 130 „Sao Martinho do Porto“

Wir fahren nur 13km bis zur nächsten Bucht. Die kleine Stadt nennt sich „Sao Martinho do Porto„. Der Campingplatz „Parpue Campismo Gaia Azul“ liegt nur von einer Straße getrennt direkt am Strand. Während Mareike am Strand ist, setze ich mich ins Cafe des Campingplatzes und schreibe Blogs. Das nenne ich doch mal einen Arbeitsplatz – oder?

Nachmittags gehen wir an die Promenade und essen ein Eis und trinken frisch gepressten O-Saft. Da uns die Straße etwas stört fahren wir am nächsten Tag weiter.

Bilder der Stadt:

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13 Mai

Blog 129 „Foz do Arelho“

04.05.23. Wir landen mittags auf einem Wohnmobilstellplatz direkt am Wasser in „Foz do Arelho“. Es liegt an der „Lagune von Obidos“.

Der Stellplatz ist recht belegt, es ist Donnerstag und wir hoffen, dass es zum Wochenende nicht voll wird. Wir haben uns an den Rand gestellt und  haben so nicht das Gefühl „Tür an Tür mit Alice“ zu campen. Der Platz bietet aber alles, was wir brauchen. Die Franzosen spielen direkt am Wasser Boule und die schwarzen Flecken an der Kaimauer verraten mir, dass hier Tintenfische und Seiche geangelt werden. Mareike geht ans Meer und ich probiere meine neue Angel aus. Nach wenigen Minuten habe ich den ersten Seiche am Haken, aber beim Rausheben verliere ich ihn nur wenige Zentimeter vor dem Ufer. Der hätte uns beiden ein schönes Abendessen gegeben.
Am Freitag kommen viele Portugiesen, die das Wochenende hier am Meer verbringen. Und Abends geht dann die Grillorgie los. An 10 Grills stehen die Männer mit ihrem Grillgut und jeder hat ein Sagres oder Super Bock in der Hand. Es wird über den richtigen Garpunkt und natürlich Fußball diskutiert. 
Die Promenade ist über 1km lang und mit dem Rollstuhl problemlos zu befahren. Wir schauen ca. 30 Kitern zu, die in der Lagune ihre Kunststücke zeigen, oder mit Highspeed durch die Wellen pflügen. Wenn man bedenkt, dass wir hier nur 6.- € die Nacht bezahlen, für das, was uns geboten wird, kann man nicht meckern, zumal es nachts totenstill ist. Ja, grillen und Bier trinken, gepaart mit Sonne und Wind, macht müde.
Natürlich lernen wir auch hier wieder ein irisches Pärchen kennen, die wiedermal sehr lustig sind. Er erzählt mir gleich, dass er sich in seiner Heckgarage eine Kühlbox verbaut hat, in die genau 24 Dosen Bier passen – was ein sympathischer Mann. Wir bleiben vier Tage und ziehen am 08.05.23 weiter Richtung Norden.

Bilder vom Weg nach Foz do Arelho:

Bilder von Fox do Arelho:

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13 Mai

Blog 128 „Cabo Espichel“

03.05.23. Wir machen uns auf den Weg nach dem Kloster „Cabo Espichel“. Es liegt auf einer Klippe westlich von Lissabon. Wir entscheiden uns für den kürzeren Weg mit der Fähre rüber nach Setubal. Sie kostet nur 37.- € und wir sparen einen langen Weg durch Lissabon und Fähre fahren ist immer interessant.
An der Fähre angekommen ist noch kein Schiff in Sicht, so beschließt Mareike noch schnell,  an einem schönen Strand, ins Meer zu springen.

Dann erscheint plötzlich die Fähre doch recht schnell und so hupe ich kurz und sie ist gerade noch rechtzeitig im Kutter und ab geht es auf die Fähre.

Die Überfahrt dauert ca. 30 Minuten und so kommen wir in Setubal, einem Stadtteil von Lissabon an. 

Wir erreichen das Kloster gegen Mittag und es ist wieder total einsam. Vier Wohnmobile, ein Motorrad und einige Autos. Mareike zieht mit der Kamera los und macht wieder sehr beeindruckende Bilder. Noch werden uns die Felsenklippen nicht langweilig, da es doch immer anders ist und vor allem, immer andere Befestigungsanlagen an den Klippen stehen.

Wir finden in der Nähe im Dörfchen Aldeia do Memo den Campingplatz „Solmeco Park“, der nicht nur schlecht, sondern auch noch teuer ist. Fürs Duschen muss man noch extra bezahlen und fürs Schwimmbad wollen sie nochmal 1,50 € haben. Also schnell duschen, schlafen und dann geht es morgen früh weiter.

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10 Mai

Blog 127 „Alcacer do Sal“

02.05.23. Wir sind auf dem Weg nach Cercal, da möchte Mareike noch eine Wanderung machen. Als wir uns der Stadt nähern, merken wir, dass das nichts für uns ist. Der ausgewiesene Stellplatz, an dem die Wanderung beginnen soll, ist sowas von schief, selbst wenn wir alle vier Keile unter ein Rad legen würden, stände der Kutter immer noch nicht gerade,. Also schnell weg hier und wir landen mittags in Alcacer do Sal.

Wir stehen dort auf einem Parkplatz an einem Restaurant. Die Stadt ist ideal für mich. Ich rolle am Fluß lang bis zu einer Hebebrücke und bin in der Stadt. Auf der anderen Seite ist eine Promenade, die an der kompletten Stadt lang führt. Am Ende ist eine Fußgängerbrücke, die mich wieder auf unsere Seite des Flusses führt und zurück zum Kutter. 
Wir reden lange mit einem Iren im Schatten alter Bäume. Es ist der heißeste Tag bis jetzt. Abends gehen wir mit den Iren Mark und Claire ins Restaurant zum Essen. Claire erwähnt noch, dass dieses Restaurant sehr gute Bewertungen hat und die Vorspeise verspricht schon einiges. Was dann aber als Hauptgang serviert wird ist wirklich ungenießbar. Ich stochere in Schweinefüßen herum, die in einer Mehlpampe gekocht sind und nach absolut nichts schmecken. Ist halt schwierig, wenn man kein portugisisch kann. Das war aber der erste Reinfall seit nunmehr fünf Wochen, in denen wir unterwegs sind. Die Schweinefüße beschäftigen mich bis zum nächsten Mittag, aber wir hatten viel Spaß an dem Abend. Die Iren sind halt ein lustiges Volk.
Die Nacht auf dem Parkplatz ist ruhig und am nächsten Tag wollen wir an die linke äußerste Ecke von Lissabon ans Meer.

Der Weg nach Alcacer do Sal:

Bilder aus der Stadt:

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10 Mai

Blog 126 „Porto Covo“

Am 24.04.23 brechen wir auf nach „Porto Covo„, naja – aufbrechen kann man das wohl nicht nennen, denn es sind keine 20 km bis dorthin. Es erwartet uns ein kleines, sehr aufgeräumtes Dörfchen, mit einer Markthalle, Fußgängerzone, wieder einmal Buchten & Strände, die teils nur durch klettern erreichbar sind und einen tollen Campingplatz, mit einem sehr leckeren Essen im Restaurant. Wir sitzen viel vor dem Kutter und lesen. Abends zieht es uns ins Restaurant, entweder zum Essen oder aber auch nur für ein leckeres Sagres. Uns gefällt vor allem der Koch mit seiner wundervollen Kochmütze. Die Zeit vergeht hier wie im Flug und so machen wir uns am 02.05.23 weiter nach Alcacer do Sal.

Impressionen aus Porto Covo:

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10 Mai

Blog 125 „Vila Nova de Milfontes“

Am 24.04.23 erreichen wir Milfontes. Wir fahren zu Siggi & Moni, die sich auf dem Campingplatz „Campiferias“ eingemietet haben. Der Platz liegt direkt gegenüber der kleinen Markthalle, in der es Fisch, Obst & Gemüse gibt. Das Städtchen liegt am „Rio Mira“, der sich dort in einem breiten, sandigen Delta, in den Atlantik ergießt. Viele tolle, kleine Buchten mit Stränden liegen um die Stadt. Aber auch Milfontes selbst hat einiges zu bieten. Promenade, Plätze zum Sitzen innerhalb der Stadt, sowie einen Hafen etwas außerhalb.
Abends essen wir leckere Burger, kochen bei uns auf dem Platz, spielen „Kalaha“ oder sitzen zusammen und erzählen von den Dingen, die wir in den letzten Tagen erlebt haben.
An einem Tag machen Moni, Mareike und Siggi eine Wanderung, die teils im Landesinneren und teils auf dem „Fischerweg“ lang geht.  Eine üppige Vegetation wechselt ab mit den zerklüfteten Buchten im Atlantik. Sie kommen sehr zufrieden zurück mit jeder Menge tollen Bildern.
Nach ein paar Tagen ziehen die beiden weiter und wir bleiben noch etwas länger in Milfontes.

Hier die Bilder von Milfontes:

Hier einige Bilder der Wanderung:

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09 Mai

Blog 124 „die Flußmündung in Odeceixe“

Nach einer sehr ruhigen Nacht im Eukalyptuswald atmen wir jetzt freier durch und beginnen den 24.04.23 mit einem gemütlichen Frühstück und haben dann vor, nach Vila Nova de Milfontes  zu fahren. Dort treffen wir auch wieder Siggi & Moni. Da es wenige Kilometer bis dorthin sind, findet Mareike auf der Route noch einen kleinen Zwischenstop in Odeceixe. Hier fließt der Ribeira de Seixe in den Atlantik. Es sind nur drei Kilometer links ab bis ans Meer – also Blinker links und los. Der kurze Weg bis dorthin dauert fast so lange wie die ca. 30 Kilometer bis Milfontes. Der teils sehr enge Feldweg mit unzähligen Löchern hat schon was von einer Art „Camel Trophy“, doch der Blick am Ende entschädigt für das Gerumpel und Geschaukel – genial!
Der kleine Fluß hat sich hier einen Weg ins Gestein geschnitten von ungefähr 200 Metern Breite. Bei Ebbe entstehen Sandbänke und zwischen diesen planschen die Kinder wie in einer Art Pfütze. Im Moment ist so gut wie niemand da. Mareike klettert nach unten und freut sich über den feinen Sandstrand. Wir genießen den Augenblick sehr. Man hört nur die Brandung und spürt die Sonne und den Wind. Genug gechillt auf geht’s nach Milfontes.

até breve

08 Mai

Blog 123 „Sagres“

WOW WOW WOW – mehr fällt mir erstmal nicht ein zu dem, was die Klippen von Sagres bieten. Es ist nicht viel los dort oben und so lässt sich Mareike viel Zeit zum Erkunden und kommt mit 418  gemachten Bildern wieder zurück. Ich stehe an den Klippen, warte auf sie und versuche mir vorzustellen wieviel Wasser das wohl sein müsste bis nach NewYork rüber. Ich habe das Gefühl, dass man sogar von dort oben  die Erdkrümmung erahnen kann. Dann geht es 10 km weiter zu einem Deutschen, der dort auf der Klippe Thüringer- Würstchen verkauft. Die schmecken sogar und man bekommt ein „Diplom“ das man die letzte Wurst vor Amerika gegessen hat.
Beschreiben kann ich das wirklich nicht, was wir Heute alles erlebt und gesehen haben. Ich, für meinen Teil, liege die halbe Nacht wach und habe Bilder im Kopf die für eine vierte Folge von „Herr der Ringe“ reichen würden. 

Also hier das passende Bildmaterial.

Wir fahren bis kurz hinter Aljezur und übernachten auf dem Campingplatz „Campismo do Serra“. Er ist angelegt unter lauter Eukalyptosbäumen und das riecht man auch.

até breve

07 Mai

Blog 122 „Abschied von Fuseta“

Am 22.04.23 verlassen wir schweren Herzens Fuseta, so oll es auch hier und da aussieht, so viel Leben ist jedoch in der Stadt. Mareike und ich sind uns aber einig, dass wir hier bestimmt nochmal hinfahren werden. Wir folgen der N125 gen Westen. Diese Straße wird auch vom Ermittlertrio aus den Krimis immer wieder in alle Richtungen benutzt. Den ersten Halt machen wir nach ca. 10km in Olhao.

Wir finden auf einem Wohnmobilstellplatz eine Parkmöglichkeit und schlendern zu den Markthallen. Das nenne ich mal einen Markt! Wenn man da an unser Märktchen in Fuseta denkt und hier diese zwei riesigen Hallen besucht, erschlägt einen die Vielfalt der Waren, die hier angeboten werden. Eine Halle ist nur für Sachen aus dem Meer und die andere Halle steht für Obst und Gemüse. Dazwischen und an der Promenade  sind die fliegenden Händler mit Erdbeeren, Klamotten, Schnecken, lebenden Hühnern und Dingen, die ich noch nie gesehen habe. Mich erschlägt das gerade ein wenig. Das beschauliche Fuseta mit dem Cafe „o Farol“, der Ria Formosa, dem Bouleplatz und den wenigen Menschen steht nun das hektische Treiben einer Großstadt gegenüber. Mareike geht in die Stadt und ich suche mir ein Straßencafe und gehe einer meiner Lieblingsbeschäftigungen nach – Leute beobachten. Bevor Mareike geht, fragt sie mich noch auf was ich denn mal Lust hätte und ich sage so aus der hohlen Hand „auf einen Döner“. Und tatsächlich sehe ich sie von weitem auf mich zukommen mit etwas silbrigen in der Hand. Ein „Minidöner“ kaum was drin und kaum was dran, gekauft bei Ranjid dem Inder. Dem würde ich gerne mal einen Döner von unseren Dönermann aus der Rodheimer Straße in Giessen anbieten – nur so als Geschäftsidee. Er könnte reich werden – oder er wechselt zum programieren. So klein der Döner ist, quält er mich doch den ganzen Tag. Schnell noch eine riesen Kiste Erdbeeren und weiter auf der N125 Richtung Westen. Die Strecke ist nicht schön. Es geht vorbei an Faro, Albufeira, wo all die Engländer sind. Dann über Lagos nach Sagres. Eigentlich wollten wir in Lagos halten und dort übernachten. Der Campinglatz war aber so, wie sagt man heute „spooky“, dass wir weiter gefahren sind nach Luz. Auf diesem Campingplatz, den uns Siggi und Moni schon empfohlen hatten, verbringen wir eine sehr ruhige Nacht. Wir schlafen gut und nach dem Frühstück geht es weiter nach Sagres. Wir sind sehr gespannt.
Übrigens gelten die vielen Graffitis als eines der Wahrzeichen der Stadt.

até breve

29 Apr

Blog 121 „Fuseta 2 etwas Geschichte“

In den Krimis über Leander Lost, erfährt man nicht nur Dinge über die Menschen, das Essen oder über die Landschaft, sondern auch etwas über die Geschichte Fusetas. Erbaut durch die Mauren, nannte man sie früher die Stadt der Millionäre. Die Thunfische zogen vom Atlantik zum laichen ins Mittelmeer. Ihre Reise führte entlang der Algarve dicht an Fusetas Küste entlang. Im Kanal lagen viele Fischtrawler, die Tonnen von Thunfisch fingen. Geht man heute durch die Stadt, sieht man hier und da noch prunkvolle Häuserfasaden oder schöne Mosaike im Straßenpflaster der Fußgängerzone. Dann wandelte sich das Klima und die Thunfische zogen nicht mehr direkt an der Küste gen Mittelmeer, sondern weiter draußen im Atlantik. Dazu kam, dass die Hafeneinfahrt durch die Ria Formosa, anfing zu versanden und seitdem können nur noch kleine Fischerboote im Kanal festmachen. Die Flotte der Fischtrawler zog um ins benachbarte Olhao. Was nun von Fuseta übrig bliebt ist für mich dennoch sehr sehenswert. Der Campingplatz liegt direkt am Kanal und am Dreh und Angelpunkt der Stadt. Man ist an der Ria Formosa und kann dort super surfen oder Kitesurfen. Es gilt aber die Ebbe- und Flutzeiten zu beachten. Da verändert sich das Bild am Strand oder im Kanal mächtig.

Fuseta lebt von seinen Restaurants und Bars. Ich habe selten eine so kleine Stadt (ca. 7000 Einwohner) bereist, die über so vielen Kneipen verfügt. Alleine um den Campingplatz gibt es 6 Bars und 5 Restaurants, die alle einen riesigen Grill vor ihrem Laden stehen haben. Aus der Kühltheke, neben dem Grill, sucht man sich seinen Fisch aus und  der wird dann direkt vor seinen Augen zubereitet. Tintenfische, Garnelen und Muscheln werden genau so angeboten wie Fleisch oder Huhn. Liebhaber, von allem was aus dem Meer ist, kommen hier voll auf ihre Kosten. Was mir gut gefällt ist, dass es überall eiskaltes „SUPER BOCK“ oder „SAGRES“ gibt. Zwei Biere die auch in 0,2ml Einheiten angeboten werden. So sind sie schnell getrunken und somit immer kalt und frisch. Auch der traditionelle Nachtisch „PASTEIS DE NATA“ schmeckt sehr lecker und steht fast täglich auf unserem Einkaufszettel. Es sind kleine Blätterteig Hütchen gefüllt mit Vanillepudding. Orangen, Erdbeeren oder Misporo bekommt man an jeder Ecke. 

Der Campingplatz hat was von „Woodstock“ und „die Kinder aus Torremolinos“. Überall stehen alte Camper oder Wohnwagen, die seit Jahren nicht mehr bewegt werden. Die Herrschaften, die hier aus manchem Oldtimer krabbeln, sind irgendwie auf ihrer Zeitreise im „Flower Power“ Zeitalter steckengeblieben. Aber gerade das, finde ich, hat was. Die Vielfalt der Menschen, die sich in Fuseta bewegen sind nicht nur sehr international, sondern auch in ihren Lebensbildern sehr bunt, vielfältig und anders.

Ich werde bestimmt nochmal nach Fuseta kommen und die Krimis kann ich nur empfehlen. Lest sie aber bitte der Reihe nach, denn sie bauen aufeinander auf.


até breve

27 Apr

Blog 120 „Fuseta 1 – eine Zeitreise“

Nun sind wir endlich in Fuseta und ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Ich versuch mal zu erklären, warum dieses Ziel so wichtig für mich ist. Wir wollten ja die Portugal-Tour schon letztes Jahr von August bis Ende Oktober machen. Dann musste ich aber wieder ins Krankenhaus und wurde nochmal operiert. Danach brannten in Spanien und Portugal die Wälder, die Coronalage war noch eine andere und wir wären im August voll in die Ferienzeit der Franzosen dort aufgeschlagen – und das ist kein Spass! Wir verschieben folglich die Reise in den April 2023. Just in dieser Phase schenk mir mein Freund Stefan Koch  ein Buch von Gil Ribeiro alias Holger Karsten Schmidt, einem deutschen Krimiautor. Dieser war in seinen jungen Jahren per „Interrail“ an der Algarve und hat diese Gegend lieben gelernt. Er schreibt aus, um und über das kleine Städtchen Fuseta. Seine Krimis, die über die Hauptfigur Leander Lost, einem Asperger Kriminologen, der im Rahmen eines EU Austauschprogramms von Hamburg an die Algarve versetzt wird.

Der Autor versteht die Spannung eines Krimis mit dem „Way of Live“ der Fusetaner sehr liebevoll zu verknüpfen. Die Beschreibungen in den Büchern (bis jetzt gibt es sechs Bände) sind sehr einfühlsam, über die Menschen und deren Charaktereigenschaften sowie den „Stimmungen“ bezüglich des Lichtes und des Wetters. Während des Lesens vom 1. Band habe ich die Beschreibungen der Cafés, Bars und Restaurants, sowie Straßen und Plätze, auf Google Earth nachgeschaut und siehe da, alle Namen und Orte gab es wirklich. So lerne ich Fuseta während des Lesens auch visuell sehr gut kennen. Ich weiß, dass das Lieblingscafe der drei Ermittler Graciana Rosado, Carlos Esteves und dem deutschen Leander Lost das „o Farol“ hinter dem Campingplatz liegt. Und nun sitz ich da fast jeden Tag, kenne die Kellner und lerne am letzten Tag sogar noch den Chef kennen.

Damit ihr jetzt erstmal einen Eindruck bekommt, zeige ich Euch mal ein paar Aufnahmen, die ich mit der Drohne gemacht habe. Ich denke, ihr versteht dann meine „Liebe“ zu diesem magischen Ort.

até breve

 

26 Apr

Blog 119 „Reise nach Fuseta“

Die Fahrt nach Fuseta ist schnell erzählt. Es sind noch um die 200km. Wir passieren Sevilla und fahren dann weiter über Huelva nach Fuseta. In Sevilla ist es wie in Barcelona und Valencia. Aber in Huelva haben wir erstmals Berührung mit dem Atlantik. Es liegen kleinere Schiffe im Hafen, die Container be- und entladen.
Der Verkehr wird ganz ruhig. Am Straßenrand noch ein Wahrzeichen spanischer Werbung „el Torro“ und dann sehen wir eigentlich nur noch Störche bis zur Grenze. 
Dann ist es endlich da – FUSETA.


hasta luego

21 Apr

Blog 118 „Don Quijote de la Mancha“

Um 8.00 Uhr am 12.04.23 klingelt der Wecker und um 9.00 gehts weiter.
Wir fahren Richtung Sevilla, wieder nur Olivenbäume und eine wunderschöne weite Landschaft. Es bleibt weiter bergig – und dann kommen wir wieder über eine Kuppe und sehen plötzlich Schnee!!!! Ich sage zu Mareike „das ist kein Schnee, dass sind kalthaltige, weise Felsspitzen! Da hat sich der Herr Schlau aber mächtig geirrt. Wir sind kurz vor Afrika und es liegt tatsächlich Schnee!!! Wir fahren an der Sierra Nevada vorbei etwas über 2000m.
Thema Afrika – wir wundern uns, dass wir Verkehrsschilder mit arabischer Schrift sehen und man kann auf Rastplätzen Fährtickets kaufen. Abends, beim Blick auf die Karte, erfahren wir, dass wir kurz vor Gibraltar sind, da gehen die Fähren rüber nach Afrika. Der heutige Trip ist recht angenehm, da wir nur 300km fahren und wir finden in dem Städtchen La Puebla de Castell einen top ausgestatteten Stellplatz für ca 10 Wohnmobile mit Wasser, Abwasser und Strom und das auch noch gratis. Das Städtchen liegt auf einem Hügel mit einer imposanten Kirche. Hier wurde der Schriftsteller geboren, der den tragischen Romanhelden Don Quijote de la Mancha schuf. Nach dem Einrichten aller Campingutensilien machen wir uns den langen steilen Berg hoch in die Stadt. Da kommt Vaddi richtig ins Schwitzen.
Viele Straßen sind Alleen, die auf einer Seite mit Orangenbäumen bepflanzt sind. In der Mittagshitze (es sollen im Sommer bis zu 50 Grad sein) ist es sehr ruhig dort oben. Wir schlendern durch die Gassen und fotografieren. Anschliessend treffen wir uns in einem Park am Stellplatz und der Kioskbetreiber spricht ein Paar Brocken deutsch, ein Paar Brocken englisch und er erzählt uns viele lustige Geschichten. Eine ist, das die Frauen in Portugal alle Oberlippenbärte hätten. Als wir am nächsten Tag über die Grenze fahren schaut Mareike einer Frau am Straßenrand ins Gesicht und sagt, „stimmt ja gar nicht“. Aber dazu im nächsten Blog mehr.
Abends gibt es Merguez und Salat. Wir gehen früh ins Bett, denn morgen ist die letzte Etappe und wir sind an der Algarve kurz nach der portugiesischen Grenze.

Impressionen der Fahrt

Impressionen der Stadt

hasta luego

20 Apr

Blog 117 „plötzlich in einer anderen Welt“

Am 11.04.23 geht es wie immer um 9.00 Uhr weiter Richtung Portugal. Never change a running Departuretime! Heute fahren wir zuerst um Valencia, dann weiter nach Murcia, über Lorca bis nach Rey Vélez-Blanco.
Die Fahrt beginnt wie die gestrige. Um Valencia herum das reinste Chaos. Nur Industriegebiete, Wohnsilos und kaum ein Fleck unbebautes Land. Dazu kommen schlechte Straßen und viel Verkehr. Mich hat es schon recht genervt. Doch ab Murcia geht es dann Richtung Sierra Nevada und was einem da landschaftlich geboten wird ist schon sehenswert. Olivenbäume so weit das Auge reicht und Obstplantagen. Die Ortschaften dünnen sich aus und die Farbe weis für die Häuser übernimmt die Oberhand. Die Plantagen sind geradezu liebevoll angelegt und sehr gepflegt. Hier fliegt kein Plastik durch die Gegend. Der Verkehr dünnt sich aus und wir fangen an zu krabbeln. Bei über 1200 Höhenmetern geht es über die erste Anhöhe. Von dort oben hat man das Gefühl über ganz Spanien schauen zu können – atemberaubend! Dann geht es etliche Kilometer wieder bergab, um dann wieder zu krabbeln. Siggi sagt mir am Abend einmal hatte er Angst ich würde den Berg nicht schaffen. Da fuhren wir mit unter 40km/h auf der zum Glück vorhandenen Kriechspur. Was uns noch aufgefallen ist, sind die wechselnden Bodenbeschaffenheit. Von fast weis über ocker bis dunkelrot ist das Farbenspiel der Erde.
Und immer wieder kuriose Felsmassive.
Zeit ein Nachtlager zu suchen. Laut unserem Navi soll es in Rey Vélez-Blanco einen Campingplatz geben. Das Dörfchen muß über sehr viel Wasser verfügen, denn überall ist es grün und es wird bewässert. Das Navi führt uns aus dem Ort heraus und einen Berg hoch, den unser Kutter nur noch mit 30km/h bewältig. Kurz bevor ihm und auch uns die Luft ausgeht sind wir auf einem Hochplateau angekommen, auf dem sich der Campingplatz „Pinar del Rey“ befindet. Ein unglaublicher Ausblick animiert mich zu meinem ersten Drohnenflug. Abends gibt es Bärlauchpesto mit Salat und Rotwein. Völlig Reizüberflutet falle ich ins Bett und bei nur ca. 10 Campinggästen ist es Nachts totenstill.

Impressionen unserer Fahrt…

hasta luego

19 Apr

Blog 116 „viva Espana“

Am 10.04.23, Ostermontag, brechen wir auf Richtung Spanien. Es war sehr ruhig auf dem Campingplatz, aber zu Ostern wurde es dann sehr voll. Abends war dann wieder das uns bekannte Schild „COMPLET“ am Eingang zu sehen. Ich war zweimal auf dem Bouleplatz, habe aber leider keine Mitspieler getroffen. Zwei meiner drei Freunde waren noch gar nicht da. Norbert spielt in der Stadt im Boulodrome. Ich hoffe in Spanien oder Portugal zum Boule zu kommen.
Abfahrt wie immer 9.00 Uhr. Noch schnell getankt am Intermarche und ab auf die Bahn. Nach gut einer Stunde sind wir über die Grenze.

Die Autobahn nach Barcelona und weiter Richtung Süden ist seit kurzer Zeit Peagefrei. Da wir alle vier die wunderschöne Küstenstraße schon kennen, nehmen wir die Autobahn um Meter zu machen. Bis nach Fuseta in Portugal sind es von Atzbach immerhin 3005 km. Die Strecke, gerade um Barcelona, ist alles andere als schön. Hotelburgen, Industrie und schmuddelige Schrebergärten geben sich die Hand. Unser Ziel ist der Campingplatz „Garden Eden“ in Peniscola – haha ja ich weiss was ihr denkt – den Namen hat er abgewandelt… nein, hat er nicht. Es wird von den Spaniern halt anders betont. Peni-Scola. Dennoch musste ich das Thema natürlich nochmal aufgreifen. 

Der Campingplatz liegt hinter einer Reihe Hotelburgen. Er ist sehr groß,  jedoch schön von den Plätzen her. Wir machen einen Spaziergang auf der endlos, langen Promenade. Ostermontag, alle haben frei, viele Menschen, afrikanische Händler die Nike Schuhe für 40.- € verkaufen – komisch 🙂 afrikanische Frauen flechten den Touristen Zöpfe, alle sitzen auf der Promenadenmauer – eine sehr schöne Stimmung. Wir essen ein Eis und gehen dann zurück zum Campingplatz. Abends treffen wir Siggi & Moni in einer Tapasbar wo Mareike und ich essen. Es gibt Bier – viel Bier das, so eiskalt, einfach das größte für mich ist. Wenn es morgen nicht weiter gehen würde – naja vielleicht sitzt er ja noch da. In Gedanken bin ich hier und da noch am Tisch, denn das Essen war ok und der Kellner recht lustig.

Hier die Impressionen aus hihi Penis Cola!!!

hasta luego

18 Apr

Blog 115 „selten tat Sonne so gut“

Am 04.04.23 sind wir in Gruissan angekommen. Die Nacht war zwar auch frisch, aber kein Vergleich zu den Nächten davor. Geweckt werde ich von einem roten Sonnenaufgang direkt über dem Meer. Mittwochs ist Markt in Gruissan. Wir rödeln die Fahrräder ab und fahren alle zusammen in die Stadt. Der Markt ist noch recht überschaubar, da die Touristen erst an Ostern eintreffen. Wir schlendern in der Sonne über den Markt und genehmigen uns einen Kaffe und ein Croissant bei unserem Lieblingsbäcker. Danach geht es in die Stadt und die Drei gehen hoch zur Burgruine „Barberousse“. Von da hat man einen tollen Ausblick über die Stadt, die Lagune und die Saline und hinter all dem ist das Meer. Abends gehen wir ins Restaurant auf dem Campingplatz. Es ist wiedermal Besitzerwechsel, doch es schmeckt uns allen gut. Wir sind alle der Meinung, dass die Sonne nach dem langen und nassem Winter richtig gut tut.

Restaurant Panoramique auf unserem Campingplatz

Hier ein Paar Impressionen unseres Ausfluges!

a bientôt

18 Apr

Blog 114 „fliegen bis ans Meer“

Am Dienstag, den 04.04.23 fliegen wir los ans Meer. „Fliegen“? Nach den kalten Nächten und dem vielen Regen dürsten wir alle nach Sonne & Meer, zumal ja auch die letzten Wochen keinerlei Anlass zum sonnenbaden gaben. Der Kutter wird vollgetankt und dann beginnt die Umfahrung von Lyon.  Ungefähr in der Mitte passiert man das Fußballstadion von „Olympic Lyon“.

Hier haben wir schon öfters versagt und sind mitten durch die Stadt gegondelt – stundenlang. Diesmal geht alles gut und kurz nach Lyon nehmen wir die Autobahn, die uns 400 km später ans Meer bringen wird.

Vollgas bringt es der Kutter immerhin auf satte 110km/h, aber dann hat er auch Durst wie sein Fahrer. Mareike spielt die Stewardess während des Fluges ans Meer und versorgt uns mit Broten, Obst und Getränken. Mit Siggi & Moni sind wir per „Walkie Talkie“ verbunden. Das Wetter wird besser und man fühlt, dass es von Kilometer zu Kilometer wärmer wird. In Orange geht es dann rechts ab Richtung Nimes, Montpellier und Barcelona. Die Zeit vergeht wie im Flug. Noch einmal Tanken, einen Kaffe für meine drei Mitreisenden und gegen Mittag sind wir in Gruissan.

Schnell zum Intermarche einkaufen und dann einchecken in Les Ayguades auf dem Campingplatz „LVL“. Endlich Sonne, Meer und so gut wie keine Nachbarn. So kann man es erstmal einige Zeit aushalten.

a bientôt

18 Apr

Blog 113 „die Reise beginnt“

Am 02.04.23 um 8.00 Uhr, treffen wir uns in Heuchelheim an der Jettankstelle um das Abenteuer Portugal 2023 zu starten. Nebenan ist die Bäckerei Volkmann, wo sich noch mit reichlich Reiseproviant versorgt wird, dann geht’s los.

Wir, dass sind Siggi & Moni in ihrem VW T6 und Mareike & ich in unserem 30 Jahre alten Hymer S 670. Siggi kenne ich schon seit 1976. Wir waren zusammen das Trainerteam vom Rollstuhl Basketball Verein „RSV Lahn-Dill“, haben früher zusammen Dächer gedeckt,  in einer ältesten Studentendiscos Giessen´s, dem Haarlem, gearbeitet und auch schon in einigen Chaos WG´s zusammen gewohnt. Seine Frau Moni kenne ich auch schon sehr lange.
Das Wetter bei unserer Abfahrt könnte nicht schlechter sein um eine Reise in den Süden zu beginnen. Es schüttet wie aus Eimern, alles ist grau in grau und es ist saukalt. Die 1. Etappe führt uns erstmal nach Mainz, Speyer, Strasbourg und Mulhouse nach Lörrach zum Campingplatz „Drei LänderCamp“.

Dort treffen wir uns mit schweizer Freunden, für die ich in Giessen Teile für ihren Mercedes Camper besorgt habe. Wir essen zusammen im Restaurant des Campingplatzes zu Mittag und dann brechen die beiden auch schon wieder auf Richtung Schweiz. Ursprünglich wollten wir uns mit ihnen in Chalon nur Soane treffen, doch die Streiks in Frankreich sorgen mal wieder für wenig Benzin im Land. Siggi hat aber einen Plan ausgearbeitet, der uns durch die Schweiz bis Genf führen soll. Dort wird alles vollgetankt und unser Kutter  mit zwei 10L Kanistern ausgestattet, was uns dann punktgenau nach Gruissan bringen soll.
Nachmittags kommt sogar die Sonne etwas durch und wir machen noch einen Spaziergang durch Lörrach.

Abends sitzen wir vier dann bei uns im Kutter, essen zusammen, spielen etwas und entscheiden uns um. Da wir von Leuten erfahren haben, die aus Frankreich gekommen sind, dass es dort wohl doch Diesel gibt, sparen wir die beiden Vignetten und den teuren Diesel in Genf (über 2.-€) um doch durch Frankreich zu fahren.
Nach einer arschkalten Nacht geht es morgens um 9.00 weiter Richtung Süden. Die Grenze zu Frankreich ist nur 10 Kilometer entfernt – „vive la France“.

Wir fahren von Lörrach nach Mulhouse, Belfort dann entlang der Doubs auf der Route National bis Bourg en Bresse. Die Straßenränder sind bestückt mir unzähligen Bäumen, die übersäht sind mit Misteln. Troubadix hätte seine helle Freunde. Er könnte bestimmt die ganze Welt mit Zaubertrank versorgen.

Kurz vor Lyon stranden wir auf dem 2 Sterne Campingplatz „La Large“.

Die zwei Sterne verteilen sich wie folgt. Einen Stern vergeben wir für die wundervolle, moderne, elektrische Schranke des Campingplatzes. Der zweite Stern geht an das eiskalte „Licher Bier“ aus unserem Kühlschrank, das wir uns nach der Ankunft genehmigen. Die Nacht ist noch kälter wie in Lörrach. Die Autoscheiben sind sogar gefroren.  Das wollen wir alle vier vermeiden und so beschliessen wir hinter Lyon die „Autoroute de Soleil“ zu nehmen und bis Gruissan ans Meer zu fahren. 

a bientôt 

27 Mrz

Blog 112 „Vorbereitung Portugal 2023“

Seit ca. 2 Wochen sind wir am Vorbereiten des Projektes „Portugal 2023“. Wenn man drei Monate unterwegs ist, will das Packen und die Planung  gut organisiert sein. Morgen bekommt der Kutter noch einen Ölwechsel und den obligatorischen Urlaubscheck. Mein Neffe Henry hat die letzte Woche schon den Kutter von außen gewaschen und nun blingt er in der Sonne. Mareike hat innen gefeutelt wie der Teufel. Eingräumt ist so gut wie alles, denn es soll am Samstag endlich los gehen. 

Wenn da wieder mal nicht die streikwilligen Franzosen wären. Es gibt wiedermal kein Benzin und so haben wir uns mit Kanistern ausgestattet . Wir fahren über die Schweiz bis an die Grenze in Genf. Dort tanken wir nochmal randvoll und füllen die Kanister.  Von Genf aus sind es dann nochmal 545 Kilometer bis Gruissan. Die schaffen wir hoffentlich gerade so mit den 20 Litern extra. Da sind wir erstmal in der Sonne und am Meer. Unser Tank ist zwar dann komplett leer, aber bis zur spanischen Grenze sind es aber auch nur noch 100 Kilometer. Da zapfen wir einfach noch ein Paar Liter aus Siggis T6 und dann sind wir in Spanien. Siggi kenne ich schon ca. 50 Jahre. Wir haben zusammen gewohnt und er war in meiner Zeit als Basketballtrainer mein Assistent. Er und seine Frau Moni begleiten uns auf dem Trip nach Portugal. Das wird bestimmt lustig und wir freuen uns schon sehr.

Überhaupt ist es toll wieviel Leute sich mit uns freuen. Täglich kommt Besuch, der sich von uns verabschieden will. Emails, Postkarten und Anrufe gefüllt mit den besten Wünschen und gepaart mit einer großen Portion Glück, begleiten uns dann am Samstag in das große Abenteuer.

a bientot
hasta pronto
ate breve

18 Dez

Blog 111 “ der Wal Teil 3″

Voller Tatendrang werden wir wach. Mareike nimmt einen kurzen Kaffee und geht dann in die Stadt zur kleinen Tankstelle und dann weiter zum Supermarkt. Nach einer guten halben Stunde kommt sie zurück mit schlechten Nachrichten. Es gibt an beiden Tankstellen keinen Sprit. Nun bekommen wir richtig kalte Füße und ich fange an zu telefonieren. Wir stehen direkt am Stadion und ich sehe die Jungs vom Gemeindebauhof ein paarmal vorbei fahren und beschließe, die Jungs zu fragen, ob wir 30 Liter Diesel bekommen können. Aber es kommt natürlich keiner mehr vorbei. So rufe ich auf der Gemeindeverwaltung an und frage dort, ob ich auf dem Bauhof Diesel bekommen kann. Die Frau am Telefon lacht mich nur aus und sagt, dass ihr Mann heute Morgen auch nicht zur Arbeit fahren konnte, weil er keinen Sprit mehr hat. Die nächsten sind die Polizei, doch auch die haben nicht mal Verständnis für meine Anfrage. Dann kommen mir die Bauern der Umgebung in den Sinn, die haben ja oftmals einen Dieseltank auf ihren Höfen für die Landmaschinen. Doch wie komme ich an Namen und Telefonnummern? Mareike geht tapfer jede Stunde zu beiden Tankstellen, um sich eine Abfuhr abzuholen. Die Dame vom Supermarkt hat ein Herz und gibt ihr ihre Telefonnummer, dann spart sie sich den langen Weg. Es kommt uns eine neue Idee. Lisa, unsere Freundin, wohnt im belgischen Arlon. Ein Blick auf die Karte zeigt uns, dass es nur 187 km bis zu uns sind. Ich ruf sie an und sie sagt sofort „kein Problem – ich setz mich nach Feierabend (12.00 Uhr) ins Auto, kaufe drei große Kanister und bin zwei Stunden später bei euch“. Uns fällt ein Stein vom Herzen, nun wissen wir, dass es wohl doch heute noch weiter geht. Ich rufe dann noch meinen Onkel und meine Tante an, denn sie sind eine Tagesreise hinter uns, um ihnen zu sagen, dass sie immer tanken sollen egal wieviel noch im Tank ist. Auch die beiden bieten uns ihre Hilfe an, aber erstens wird es schwierig in einem Wohnmobil drei große Kanister unter zu bringen und noch viel wichtiger ist die Tatsache, dass Hamsterkäufe bei Strafe verboten sind.

Von unserem Nachbar auf dem Stellplatz bekommen wir dann aber noch einen wichtigen Tipp. Die lokale Polizei, der Bauhof und die Sozialdienste haben wohl in Frankreich einen Vertrag mit E.Leclerc. Der Supermarkt beliefert also diese Organisationen mit Sprit und so werden diese Supermärkte in Sachen Lieferung priorisiert. Und tatsächlich gerade als wir mit Lisa alles organisieren wollen, sagt Mareike „ruf doch mal im Supermarkt an“. Siehe da – wir bekommen gesagt, dass gerade ein Tanklaster gekommen ist. Sie weiß aber nicht wieviel und was für einen Treibstoff er geladen hat. Ihr letzter Satz war aber, „kommen sie schnell, denn die Schlange ist schon ewig lang. Also Stromkabel raus und alles einfach in den Bus geworfen und dann beten, das wir die 800m noch schaffen. Wir schaffen es und ich frage einen Mann der beim Tanklasterfahrer war, ob er denn auch Diesel dabei hat – ja!!! Jetzt muss es nur noch genug sein, denn die Schlange ist so lang, dass wir zwei Stunden stehen bis wir endlich dran kommen. Wir können sogar volltanken und bedanken uns noch beider Frau vom Supermarkt. Ein letztes Abklatschen nach dem Bezahlen und dann auf Richtung Saarbrücken.

Abends sind wir zu Hause und wir beide reden noch tagelang von dieser Situation. So schließt sich der Kreis mit meinem gelesenen Buch und den Folgen, in die man schneller geraten kann, wie man denkt.

a bientôt

17 Dez

Blog 110 „der Wal Teil 2“

Im Internet erfahren wir, dass in drei der fünf Raffinerien gestreikt wird. Die Auswirkung ist klar, es gibt nur noch wenig Kraftstoff. Wir lachen am Anfang noch, denn es ist völlig surreal. An den ersten autofreien Sonntag, am „25.11.1973“ kann ich mich nur recht vage erinnern. Ich war gerade 13 Jahre alt. Doch das Lachen vergeht uns recht schnell. Man sitzt 163 km vor Saarbrücken fest und keiner weiß, wie es weiter geht. Unsere Nachbarn vom Stellplatz klären uns weiter auf, es gibt Camper, die schon seit Tagen hier fest sitzen. Nun beginnt unsere intensive Suche nach Diesel. Ich habe ausgerechnet, das wir bis Deutschland (Saarbrücken) etwa 30 Liter Diesel benötigen. Wir erfahren, dass an vielen Tankstellen der Kraftstoff auf 30 Liter begrenzt ist – das würde ja schonmal reichen. Nur woher bekommen? In der Stadt Charmes gibt es zwei Tankstellen. Eine kleine in der Mitte des Ortes und in etwa 800 Metern ein E.leclerc Supermarkt mit einer großen Tankstelle. Der Supermarkt hat am Sonntag zu und die Tankstelle im Ort ist zwar geöffnet, hat aber keinen Tropfen Benzin und Diesel. Wir erfahren von einer Frau, dass es wohl eine App gibt, die von den Usern gepflegt wird, die zeigt, was und zu welchem Preis, man wo bekommt. Wir finden auf der App eine Tankstelle in Bayon (13 Kilometer entfernt). Unsere Tankanzeige bewegt sich beim Anmachen der Zündung nur noch minimal, aber es ist Sonntag und wenig Verkehr – auf geht’s. Ich schleiche auf einer winzigen Straße im Standgas bis nach Bayon. Die Tankstelle ist auf einem Gelände eines Supermarktes und es sind Leute am tanken. Wir feiern und sehen uns schon Richtung Saarbrücken fahren. Doch dann die Ernüchterung – es gibt alles außer Diesel. Was nun? Nochmal die 13 km zurück nach Charmes, oder hier auf dem Parkplatz warten – ohne Strom, Wasser, Dusche und Entsorgung. Mareike möchte gerne bleiben, da sie glaubt, dass wir es nicht mehr zurück schaffen. Ich setzte auf unseren Kutter und schleiche die 13 km wieder zurück nach Charmes. Wir kochen und dann fangen wir an zu planen, wo wir Diesel her bekommen. Am Dienstag müssen wir zu Hause sein. Es ist ein komisches Gefühl einzuschlafen und nicht zu wissen, wie es weiter geht.

So etwas haben wir noch nie erlebt
An allen Tankstellen das selbe Bild

Gruselig

a bientôt

14 Dez

Blog 109 „der Wal Teil 1“

Ich habe ja schon am Anfang dieses Reiseberichtes erzählt, dass ich das Buch „DER WAL“ lese. Darin geht es um eine Pandemie, die ähnlich wie die „SPANISCHE GRIPPE“ viele Menschen tötet. Der Schriftsteller erzählt, welche Auswirkungen das auf die Infrastruktur hat. Die Leute gehen vor lauter Angst nicht mehr zur Arbeit. Wasserwerke fördern kein Wasser mehr, Lebensmittel werden nicht mehr befördert und so kommt das ganze System der Versorgung ins wanken. Dies zum Einstieg.

Wir fahren also nach dem Frühstück von unserem kleinen Campingplatz los und mein Blick auf die Tankanzeige verrät nichts Gutes. Mein Bus ist fast 30 Jahre alt und die Tankuhr ist nicht wie bei modernen Autos „sie können noch 56km fahren“, nein – bei mir beginnt ein rotes Feld und das sagt „nun solltest du mal tanken“. Wir hatten uns schon gewundert, dass beim ersten Tankstop in „GRANE„, eine so lange Schlange an der Tankstelle war.

Wir kommen also an die erste Tankstelle und wundern uns, dass die kompletten Zapfsäulen abgesperrt sind???? Noch ahnen wir nichts. Weiter geht es auf einer vierspurig ausgebauten Route National Richtung „NANCY„. An der nächsten Rastanlage das gleiche Bild – nun fangen wir an zu rätseln. Die Nadel der Tankanzeige verschwindet schon unter dem roten Bereich und so müssen wir abfahren. Wir landen an einem Sonntag in dem kleinen Städtchen „CHARMES„. Hier werden wir wohl Diesel bekommen – denken wir! Am Ortseingang empfängt uns die Feuerwehr, die die Straße absperrt. Ich frage, warum es nicht weiter geht und uns wird gesagt, dass in der ganzen Stadt ein riesiger Flohmarkt ist und somit die ganze Innenstadt gesperrt ist. Auf meine Aussage, ich müsste aber zur Tankstelle, werde ich ausgelacht „die hat eh kein Benzin“. Wie – eh kein Benzin? Sie sagen, es gäbe im Moment kein Benzin. Zum Glück ist in der Stadt ein schöner Stellplatz direkt an der Mosel mit Strom, Dusche, Toilette und Frischwasser. Hier stehen wir erst mal gut und ich beginne mal zu googeln, was das mit dem Sprit so auf sich hat.

Charmes“ an der Mosel
Unser Stellplatz in „Charmes

a bientôt

13 Dez

Blog 108 „allein auf einem Campingplatz“

Wir brechen nach dem Frühstück auf und fahren auf der Route National durch die „BOURGOGNE„. Kaum Ortschaften, kilometerlange Geraden und sanfte Hügel machen die Fahrt immer wieder zu einem Erlebnis.

Irgendwo auf der D 475 Richtung Nancy

Später folgt ein Gebiet unzähliger Seen. Wir fahren von der Route National D475 an dem kleinen Dorf Sellieres ab. Wir kaufen noch etwas ein und finden dann ein Schild zu einem Campingplatz. Er heißt „CAMPING DES ETANGS„. So was haben wir auch noch nicht gesehen. Vier Bungalows und ca. 10 Stellplätze, direkt an mehreren Seen.

Camping des Etangs

Ein ganzer Campingplatz für uns

Traumhaft. Es ist so still, kein Mensch ist auf dem Campingplatz. Laut Campingführer ist er aber noch geöffnet. Wir suchen uns ein schönes Plätzchen und fangen an zu kochen. Ich sage noch zu Mareike, die haben bestimmt eine Webcam am Eingang und wenn jemand kommt, setzt Vaddi sich auf´s Fahrrad und kommt kurz zum Kassieren vorbei. So ist es dann auch. Nach einer guten Stunde kommt jemand, bei dem wir bezahlen und sogar noch ein Eis kaufen können. Die Nächte werden nun schon frisch und wir merken, dass der Herbst nun in großen Schritten naht. In der Nacht wache ich einmal auf und bin fasziniert von dieser Stille. Lange liege ich wach und genieße die Ruhe. Am Morgen liegt Nebel über den Seen und der Abschied fällt uns schwer, doch am Dienstag warten zu Hause die ersten Termine und nun ist schon Sonntag morgen. Wir müssen weiter. WICHTIG!!! WIR MÜSSEN TANKEN!!!

a bientôt

12 Dez

Blog 107 „die letzten Tage in Gruissan“

Es ist Oktober und nun beginnt die große Abreise und Schließung. Unser Bäcker, der nur 200m vom Campingplatz entfernt ist, schließt. Der kleine Lebensmittelladen hat seine Verkaufsgestelle eingemottet, die Schilder abgehängt und seine Tür mit einem dicken Schloss verriegelt. In unserer Stammkneipe „LE CROQ“ ist am Samstag ein riesiges Abschiedsessen geplant. Leider bekommen wir keine Karten mehr. Das Fest geht morgens schon los und als ich gegen 15.00 Uhr zum „BOULEPLATZ“ gehe, sind alle schon picke packe voll. Die Chefin winkt mir, ich solle doch auf einen Drink rüber kommen, doch so komplett nüchtern in diese wirklich wild feiernde Meute einzutauchen, habe ich keine Lust. Wie ich abends zurück zum „CAMPINGPLATZ“ rolle, ist die Party vorbei und das gesamte Personal putzt, räumt die Terrassenmöbel weg, spült alles und macht das Restaurant winterfest. Es sieht schon komisch aus, wenn man jetzt vorbei geht und alles ist wie ausgestorben. Kein Fahrradverleih mehr, kein Strandlädchen, nichts – alles wirkt wie in einer Westerngeisterstadt. Fehlen nur noch die Gebüschrollen, die der Wind durch die Straßen treibt.

Unsere Stammkneipe „Le Croq“ in Les Ayguades

Gilbert läd uns zum Abschied nochmal zum Essen ein. Zusammen mit Norbert und Francoise verbringen wir einen netten Abend. Es werden alte Geschichten von legendären Boulepartien erzählt, aber auch von vielen Freunde, die uns mittlererweile schon verlassen haben. Boule wird halt doch vorwiegend von älteren Damen und Herren gespielt. Bei uns am Platz bin ich mit meinen 62 Jahren immer noch einer der Jüngsten. Es gibt Pizza von „TOM´S PIZZA„, Melone mit Parmaschinken und zum Nachtisch Apfelkuchen und jede Menge Wein. Satt und zufrieden laufen wir die ca. 2 Kilometer in der Nacht zurück zu unserem Bus. Unser Dörfchen ist wie ausgestorben. Auch auf dem Campingplatz leeren sich nun die Reihen.

Abschiedsessen mit Gilbert, Francoise und Norbert auf Gilbert´s Terrasse

Wir fahren am Freitag, den 07.10.22 zurück nach Deutschland. Es fällt uns schwer. Wenn wir im Mai zurückfahren, wissen wir, dass wir den ganzen Sommer noch vor uns haben, doch nun fahren wir von 24 Grad in die Kälte. Wir packen zusammen, Gilbert hilft uns noch beim Verladen der Fahrräder und dann geht es los. Unser erster Stop ist in „GRANE“ auf dem „CAMPING LES 4 SAISONS„. Das Örtchen liegt östlich der Autobahn auf der Höhe von „Loriol sur Drome“. Für Rollstuhlfahrer eher ungeeignet, denn der Platz liegt terrassenförmig an einem steilen Hang. Doch der Ausblick auf die Provence bis zu den Alpen entschädigt für den Hangplatz. Ich sitze in der nachmittags Sonne und lese. Mareike geht ins Dörfchen einkaufen.

Lesestunde am Nachmittag

Camping les 4 Saisons“ in Grane

„Grane“ mit Blick auf die Voralpen

Vollmond in „Grane“

a bientôt

09 Dez

Blog 106 „Bilder vom Meer“

Uns ist aufgefallen, dass der Himmel dieses Jahr sehr besonders ist. Wir haben wenig Wind und so bilden sich täglich neue Wolkenformationen. Mareike nimmt dann zum Strandspaziergang die Kamera mit und so entstehen recht schöne Bilder, die wir hier in einem „Himmelspecial“ zusammengestellt haben. Wir hoffen, euch ein wenig in Urlaubsstimmung zu versetzen.