30 Sep

Blog 73 „zu kurz“

Nachdem Wädi & Martina und Claus & Doris weg sind, merke ich, daß ich so langsam in meinen „Trott“ finde. Nachdem ich das Campingreisebuch von Frau Tietjen gelesen hab, daß im Übrigen recht flach war, lese ich nun einen Roman von Sven Regner. Er war 1985 Mitbegründer der Band „Element of Crime“. In dem Buch gibt es noch die D-Mark, also ein recht alter Schinken, aber sehr amüsant. Da Mareike nicht mit ist, bleibt nun alle Arbeit rund um den Kutter an mir hängen. Alleine kochen macht mir zum Beispiel gar keinen Spass, so geh ich ins Restaurant oder mache mir jeden zweiten Tag einen Salat. Im Croq gab es vor ein Paar Tagen leckere Seche.

Gestern nach dem Boule spielen bin ich mit Hugo wieder im Croq gelandet und auf dem nachhause Weg begleitet uns ein fantastischer Sonneuntergang, der sich im ersten Bild an der Lagune schon andeutet und uns dann kurz vorm Campingplatz nach Hause leuchtet.

Gestern bezahle ich meinen Rest des Aufenthaltes und merke erschreckt, daß die Zeit hier schon bald wieder vorbei ist. Noch zehn Tage auf dem Platz und eine Woche für die Rückreise durch die Schweiz. Im Verlauf dieser Woche werde ich viele Freunde besuchen, die ich lange nicht gesehen habe. Zwei Pärchen habe ich hier auf dem Campingplatz kennengelernt, der Rest sind Spieler meiner Nationalmannschaft, die ich drei Jahre coachen durfte. Ich werde auch zur Klinik fahren, in der ich die Mannschaft trainiert habe und freue mich schon jetzt, all die Leute wieder zu sehen.

Übrigens, das Wetter ist gut wie noch nie. Wenig Wind und viel Sonne. Fast zuviel.

a bientot

 

25 Sep

Blog 72 „Gruissan wir kommen“

Nachdem wir uns von Onkel & Tante verabschiedet haben, machen wir uns auf den Weg nach Gruissan. Es sind ja keine 300km mehr bis ans Meer. Viele Wohnmobilisten haben Spass an unseren beiden alten „Schätzchen“. Es werden immer wieder Daumen hoch gezeigt. Am besten ist, wenn auf der anderen Seite der Autobahn auch so ein alter Hymer entgegenkommt . Dann glühen die Lichthupen und die Fenster werden aufgerissen um zu winken. Die drei Stunden vergehen im Flug und so sind wir nachmittags in Gruissan. Ich habe Wädi und Martina von dem Restaurant „Les Chalets“ erzählt und so beschliessen wir für die erste Nacht auf dem Stellplatz am Meer zu bleiben und abends bei den Jungs essen zu gehen. Wir freuen uns schon sehr darauf. Ich rufe noch Gilbert an und er sagt, daß er auch zum Essen kommt. Als es dann endlich losgehen soll haben die Jungs eine geschlossene Gesellschaft an diesem Abend. Schade – so gehen wir ins Paparazzo einem Restaurant direkt am Meer. Der Mond geht auf und es geht uns gut!

Am nächsten Tag geht es zur Saline. Wädi und Martina kaufen Salz und andere Leckereien. Dann noch schnell zum Supermarkt und ab auf den Campingplatz. Wir bringen aber vorher noch eine Kasten Licher Bier zu Gilbert. Den hab ich bis hier runter gekarrt. Er weis halt auch was gut ist. Beim einchecken dann die nächsten Probleme. Es ist für Wädi kein Platz mehr frei, erst ab dem nächsten Tag. Er darf aber die Nacht mit auf meinen Platz und so richten wir uns ein und kochen abends zusammen. Gilbert ist auch dabei. Am abend gibt es dann einig leckere Begrüßungsbiere in unserem Stammrestaurant „Croq“.

Die Tage mit den beiden vergehen viel zu schnell und dann ist auch schon wieder deren Abreise. Schade – es war sehr gemütlich mit den beiden – gute Fahrt, hebts guet!

a bientot

21 Sep

Blog 71 „Herbert vor Gruissan“

Bevor ich nach Gruissan aufbreche, steht noch ein großen Event auf meiner Konzertagenda. Herbert Grönemeyer im Frankfurter Waldstadion. Es gibt so ein Paar alte Musiklegenden, die ich immer nochmal besuchen will. Dazu gehörten die Rolling Stones oder James Taylor. Beide habe ich realisiert. Im deutschsprachigen Raum ist es Herbert Grönemeyer. Seine Lieder begleiten mich schon so weit ich zurück denken kann. Da ich nach dem Konzert direkt weiter Richtung Gruissan fahren will, habe ich das Problem – wo parke ich den Kutter. Da fällt mir mein alter Manager bei den Frankfurt Skywheelers ein. Pierre arbeitet im Marketing der Commerzbank Arena und er ermöglicht mir den Kutter direkt am Stadion zu parken – danke Pierre, du hast was gut bei mir. Er bringt mich und Mareike dann noch zu unserem Platz und schickt mir sogar um 01.30 noch ein Bild aus der Arena, um mir zu zeigen, daß die komplette Technik schon abgebaut ist.

Das Konzert dauert über drei Stunden und Herbert gibt alles. Alle kennen die Songs und singen mit – wenn man auch bei seinem „Genuschel“ nicht all zuviel versteht. Es wird zunehmend kälter an diesem Abend und ich bin froh, daß ich dann wieder in meinem Kutter sitze. Trotzdem – ein unvergesslicher Abend. 

Um ca 0.30 bin ich auf der Bahn Richtung Gruissan. Ich übernachte in der Gegend von Metz und es ist in der Nacht bitterkalt. Ich bin heil froh, daß mich am morgen die Sonne weckt und ich nach nur vier Stunden schlaf, weiter Richtung Süden fahren kann. Ich habe mich mit Wädi und Martina in Goudargues verabredet. Das Treffen ist für Mittwoch vorgesehen. Dann kommt auch mein Onkel Klaus und meine Tante Irene dorthin. Ich breche also früh und bei strahlendem Sonnenschein auf.

Es läuft so gut, daß ich durchfahre und um 20.00 Uhr in Goudargues ankomme. Das kleine Dörfchen liegt an der Ceze und ist nahe an der Pont du Gard. Die Besitzerin kennt uns alle schon seit Jahren und sie ist so nett, das wir uns sogar einen Platz teilen dürfen.

Wir geniessen die Sonne ganz unterschiedlich. Ich geh mal ins Dorf um nach den Boulespielern zu schauen. Martina liest und Wädi chillt in der Sonne. Oder wir spielen eine Partie Quirkle.

Wir verbringen zwei sehr nette Tage dort und ziehen am Donnerstag, nachdem wir uns von Onki und Tankti verabschiedet haben, für die es an die Cote d’Azur geht, weiter nach Gruissan. Aber nicht bevor uns Wädi super leckere Lachsspagetti gekocht hat.

a bientot

 

 

02 Mai

Blog 69 – „merkt man nun auch hier den Klimawandel?“

Nachdem ich dem Kutter noch eine  Gasprüfung, TÜV, AU und neue Vorderreifen gegönnt habe, geht es am 12.04 so gegen 18.00 Uhr los. Mit dabei mein Kumpel Jurgo, der sich die letzten Monate einen Ford Transit ausgebaut hat. Wir fahren über Mainz, Kaiserslautern und Saarbrücken über die Grenze und schlafen die erste Nacht kurz vor Metz auf einem Parkplatz. Morgens geht es weiter nach Nancy. Dort gibt es ein sagenhaftes Steakhouse namens „RED BEEF“. Wir gönnen uns ein opulentes Mittagsmenue, das mit einen Tiramisu endet, in dass ich mich auch gerne reingesetzt hätte – unglaublich. Ich kann dieses Restaurant nur wärmstens empfehlen. Egal ob das Personal oder die Ausstattung, alles passt. Danach geht es weiter nach Bourg en Bresse. Wir übernachten auf einem Parkplatz. Morgens sind alle Scheiben rundum zugefroren. Also schnell weiter Richtung Süden, wo wir auf Sonne und Wärme hoffen. Der nächste Stop ist in Goudargues, einem kleinen Dörfchen kurz unterhalb der Ardeche. In diesem Örtchen gibt es einen kleinen Campingplatz an der Cèze namens „La Grenouille“.

Kirche von Goudargues

Wir bleiben zwei Tage und fahren dann nach Les Ayguades. Vorher wie immer Grosseinkauf im Intermarché. Auf dem Campingplatz ist es sehr ruhig, bis auf´s Meer.

Wir sind die Beiden, die sich gegenüber stehen ganz links, zweite grüne Reihe von oben. Auf der Strasse zwischen den Wohnmobilen sieht man uns sogar.

Es tost über Tage. Ich kenne das ja nun schon seit Jahren, der Unterschied ist diesmal nur, dass kaum Wind ist. Normalerweise pfeift es dann vom Meer her, aber nichts. Später erfahren wir, dass es wohl vor Afrika heftige Stürme gab.

Video – für´s Mittelmeer schon ganz ordentlich.

Der Strand ist tagelang überflutet und so nutze ich die erste ruhige Wetterlage um die Drohne fliegen zu lassen. Hier ein Bild vom überfluteten Strand.

Es bleibt aber weiter kalt und windig. Sonnst habe ich eigentlich vom ersten Tag an die kurze Hose an, aber die ersten zwei Wochen geht nur lang und Abends schnell die Tür zu und das Heizöfchen an. 

Am ersten warmenTag – kurze Hose an – und ab zum Angeln. Wir sitzen gemütlich am Etang und angeln, oder sollte man es besser würmerbaden nennen. Vier Stunden ohne Fisch und nicht mal einen Biss. War trotzdem schön.

Die Tage verbringen Jurgo und ich oft mit Gilbert. Wir spielen Boule, quirkeln (Gesellschaftsspiel) gehen abends Essen und schlafen viel. Am letzten Samstag ist Jurgo leider schon wieder nach Hause und so bin ich nun allein. Ich lese viel und genieße die Ruhe. Das Wetter ist viel besser geworden und am 15.05 kommen Ursina und Pipo aus der Schweiz. Mareike kommt am 18.05.  am 28.05 kommen Elke und Rainer, die wir wir oft hier auf dem Campingplatz sind und Anfang Juni kommen noch Elke und Wolfgang, die wir hier in unserem Stammlokal letztes Jahr kennengelenrt haben.

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11 Dez

Blog 67 Bilder – die siebte…

Die nächste Galerie widmet sich dem, was uns am liebsten ist. Der Strand. Egal zu welcher Jahreszeit oder Uhrzeit wir dort sind,  die Bilder sind immer anders. Mal ist das Meer ruhig, mal tobt es. Mal ist es nahezu windstill, dann wird man wieder sandgestrahlt. Mal mit Menschen, mal einsam – dort zu sein und aufs Meer zu blicken, die Brandung zu hören ist für uns ein Stück Heimat geworden. Einfach nur schön… aber seht selbst.

a bientot

10 Dez

Blog 66 Bilder – die Sechste…

Die heutige Galerie zeigt Bilder, die mit der Drohne rund um unseren Campingplatz gemacht wurden. Auf Bild 1 sieht man den Campinglplatz am Strand, aus der Sicht vom Bouleplatz, der auf Bild 3 zu sehen ist. Bild 2 ist  von der kleinen Brücke fotografiert, die auf Bild 1 zu sehen ist. Es zeigt den Etang und im Hindergrund sind die Pyrenäen zu sehen. Bild 4 zeigt ein Blick nach Narbonne Plage, wohin man in gut 20 min zu Fuss am Strand entlang gehen kann. Mareike geht dort oft hin, da es in Narbonne Plage wohl eine sehr gute Eisdiele gibt. 

a bientot

07 Dez

Blog 64 Bilder – die Vierte…

Diese Bilder sind in Bages entstanden. Das kleine Dörfchen liegt westlich, etwa 15 Kilometer entfernt von Les Ayguades. Dort gibt es viele kleine Etangs, die im Sommer versalzen und so tolle Motive bieten. Wir möchten uns hier herzlich bei Reiner und Elke bedanken, die wir schon vor längerer Zeit auf unserem Campingplatz kennengelernt haben. Reiner ist Fotograf bei Thyssenkrupp und hat Mareike mit dorthin genommen. Die Beiden hatten viel Spass dort. Abends gab es dann noch lecker Weinchen.

a bientot

06 Dez

Blog 63 Bilder – die Dritte…

Hier sieht man die Saline von Gruissan. Sie liegt am westlichen Ortsausgang an einer kaum befahrenen Straße, die zum kleinen Fischerhafen Ayrolle führt. Ganz in der Nähe hat auch Pierre Richard sein Weingut, der aus dem Film „Der große Blonde mit dem schwarzen Schuh“ bekannt ist. Eine tolle Straße entlang der Saline ohne Verkehr – ideal zum radeln.

a bientot

 

04 Dez

Blog 61 Bilder – die Erste…

Hallo zusammen,

lange her, dass ich was geschrieben habe. Es ist viel passiert in der letzten Zeit. Bevor ich aber anfange zu erzählen, möchte ich die nächsten Tage erstmal ein Paar Bilder zeigen. Hier nun die ersten Impressionen. Der „Pirat Parc“ in Gruissan. Ich hatte Glück, denn es war der letzte offene Abend. Ich hoffe es gefällt.

a bientot

04 Sep

Blog 60 „endlich am Meer“

Eigentlich will ich ja am Samstag morgen losfahren. Freitag steht noch das Gregor Meyle Konzert in Weilburg aus. Mareike ist aber zu schlapp und so fahre ich noch am Freitag gegen 18.30 Uhr los. Ich komme gut durch und schlafe auf einer Raststätte hinter Nancy. Am Samstag morgen geht es dann weiter nach Vesoul zum Seitenwagen Moto-Cross. Ich bekomme einen Parkplatz, auf dem der Kutter so schief steht, das ich kaum aussteigen kann. An der Strecke gibt es dann erst mal was zum Mittagessen und dann beginnt das Zeittraining. Nach den beiden Qualirennen entscheide ich weiter zu fahren. Erstens steht der Kutter so schlecht und zweitens kann man an der Strecke kaum was sehen. Also geht es abends noch weiter Richtung Meer und ich schlafe auf der Rasrstätte in Bourg en Bresse. Dort falle ich komatös um 22.00 Uhr ins Bett und werde am Sonntag morgen um 10.30 Uhr wach. 😳😳😳😳😳 War wohl mal nötig. Bin dann gegen Mittag los und habe eine Tramperin aus Salzburg mitgenommen, die auf dem Weg nach Granada ist. Da ich noch einkaufen muss schlafe ich die Nacht auf dem Intermarche Parkplatz. Nebenan ist eine Pizzeria, die echt gute Pizzen macht. Ich rufe Gilbert an und verabrede mich für 20.00 Uhr zum Essen. Vorher gibt es lecker Licher Bier im Kutter. Nach dem Essen will ich ins Bett, aber direkt neben dem Intermarche ist ein Vergnügunspark. Der hat den letzten Abend geöffnet und so nutze ich die bunten Lichter zum ersten Drohnenflug und um Fotografieren. 

Montag morgen schnell eingekauft und dann zum Campingplatz. Gilbert kommt vorbei und hilft mir beim Aufbauen. Nachmittags geht es dann zum Bouleplatz. Habe gleich mal alle Partien gewonnnen und es wird wieder viel und herzhaft gelachtv. Alle vermuten, dass ich im Sommer zu Hause heimlich trainiere. Die Letzte Kugel hab ich aber tatsächlich Ende Mai hier unten gespielt. Der Campingplatz ist sehr voll aber es ist sehr ruhig, da es viele Ältere Camper sind. Die Umbauarbeiten sind abgeschlossen und es sieht alles sehr schön aus. 

a bientot

30 Aug

Blog 59 „Samstag geht es los“

Gestern abend kam Wädi (mein Freund aus der Schweiz) mit seinem Kutter vorbei. Er war auf der Rollstuhl-Basketball WM in Hamburg und hat nochmal eine Nacht halt gemacht bei uns. Jurgo kam auch vorbei um sich zu verabschieden und eben ist unsere Nichte Nele noch gekommen. Ich hab gekocht und jetzt sind die beiden nochmal spazieren. Morgen fahren wir nach Weilburg zum Gregor Meyle Konzert und am Samstag morgen stech ich dann endlich in See. 

Mein erster Halt wird wohl in Vesoul sein. Dort findet der letzte WM Lauf im Seitenwagen Moto-Cross statt. Sonntag Abend werde ich dann noch ein Stück fahren und so hoffe ich, dass ich Montag oder Dienstag in Les Ayguades bin. Die Telefone laufen schon heiss und ich werde von meinen Jungs gefragt, ob die Boulekugeln schon angewärmt sind. Nach diesem Sommer…. was soll ich da sagen. Den nächsten Blog gibt es dann vom Meer.

a bientot

09 Aug

Blog 58 „Die ersten Kisten sind gepackt“

Im Juli besucht uns Romana, die wir auf dem Campingplatz in Les Ayguades kennen- gelernt haben. Sie kommt von einem langen Trip durch Schottland mit ihrem Bulli auf dem Rückweg vorbei. Wir erzählen, gehen viel spazieren mit ihrem Kampfhund „WANDA“ und verbringen ein Paar echt schöne Tage, denn mit ihr ist es immer lustig und es gibt viel zu erzählen.

Wir hatten viel Spass mit den beiden. Der Wetzlarer Kultursommer führte uns in den Lottehof und brachte uns schöne Momente mit dem Improvisationstheater „hidden Shakespeare“. Da Romana auch Astrologin ist, führte sie uns durch einen Abend in, die für uns recht unbekannte, Welt der Sterne und Planeten. Toller Abend an dem wir noch ein Paar Gäste eingeladen hatten. Zwischendurch wurde geschlemmt und es gab leckeren Wein.

Eine Woche später war wieder Wetzlar unser Ziel, da sich „Die Feisten“ dort zeigten. Mit Ute, einer alten Freundin von uns, sollte der Lottehof wieder unser Ziel sein, doch ein mächtiges Gewitter kurz vor Konzertbeginn zwang den Veranstalter in die Stadthalle. Kein so schönes Ambiente aber ein lustiger Konzert.

Nun ist der 09.08 und ich beginne schon wieder den Kutter zu packen, denn am 31.08 geht es direkt nach dem Gregor Meyle Konzert in Weilburg, los Richtung Südfrankreich.

bis bald oder bald heisst es ja dann wieder a bientot

07 Aug

Blog 57 „Ladies & Gentlemen – The Rolling Stones“

Was für ein Erlebniss!!! Es sind jetzt ca. 5 Wochen her, aber ich hab ständig die Bilder im Kopf und den unglaublichen Sound in den Ohren – aber ich fang mal vorne an!

Ich wollte eigentlich schon immer mal zu den Rolling Stones. Aber leider klappte es während meiner aktiven Zeit als Basketballer nie. Immer war ich irgendwo in Sachen unterwegs. Dann lese ich im Mai, dass sich die Herren wieder mal in Deutschland sehen lassen. Zwei Konzerte sollen es werden, Berlin und Stuttgart. Berlin ist mir zu weit, so entscheide ich mich für Stuttgart. Zum Glück gibt es noch eine Rollikarte und so breche ich am 29.06 auf. Der Campingplatz ist direkt am Stadion und komplett gefüllt mit Stones Fans. Da wird schonmal hier und da ein Bierchen getrunken und man lernt noch mal kurz die Texte, das man für den Abend gerüstet ist.

Ab 17.15 ist Einlass und ich mache mich auf den Weg. Was ich dann erlebe ist eine Dauergänsehaut und unsagbar schöne Momente. Ich hab ein kleines Video geschnitten, daß mehr sagt als mein Geschreibe. Geniesst es und…

Rolling Stones OHNE FILTER TOUR 2018 Stuttgarter Gottlieb Dailmer Stadion 43.000

 

29 Jul

Blog 56 „Sommer Teil 1“

So – ich will euch mal unseren Sommer im Schnelldurchlauf erzählen.
Kaum zu Hause (Samstag Nacht) geht es am Sonntag morgen nach Wolfshausen bei Marburg. Dort findet ein Moto-Cross Rennen statt. Meine Nichte Helen fragte mich mal, was ich damals bei meinem Unfall gefahren wäre und so kamen wir auf die Seitenwagen.

Nun gibt es den sogenannten Seitenwagen Veteranen Cup, an dem nur Maschinen aus den 70ern und den 80gern teilnehmen dürfen. Ein sonniger Tag erwartet uns beide und zur Mittagspause gibt es natürlich die obligatorische Rennwurst.

Am 6. Juni besuchen wir ein Konzert von Max Mutzke im Kulturzelt von Wolfhagen bei Kassel. Dort kann man lecker essen und man sitzt sehr gemütlich unter großen alten Bäumen. Das Konzert ist richtig gut und die Band Monopunk, die Max begleitet, hat echt viel Groove. 

Max Mutzke „Cant wait until tonight“ eigener Konzertmittschnitt

Weiter ging es mit einem Gregor Meyle Konzert in Neuleiningen in der Pfalz. Was für eine Location!!!

Eine alte Ruine in einem kleinen malerischen Dorf. Wie immer ein tolles Konzert mit richtigen guten Musikern.

Gregor Meyle „Mann im Mond“ ein kleiner Konzertmitschnitt von mir!

Die Nacht schlafen wir im Dorf auf einem grossen Parkplatz und am nächsten Tag geht es weiter nach Bingen an den Rhein. Dort findet das Jazzfestival „Bingen swingt“ statt und als Highlight spielt abends nach dem Sieg der Fussballer gegen Schweden, die Jazzkantine. Eine Band, die wir nun auch schon öfters gesehen haben und es ist immer Party. 

Jazzkantine mit dem Song „Funky Old Kantina“

Nach einer ruhigen Nacht direkt am Rhein besuchen wir am Sonntag morgen noch ein Gospelkonzert. Die Bühne steht direkt am Rhein und bei Kaiserwetter verbringen wir noch den ganzen Sonntag an der Promenade. Essen Eis, schauen Fussball WM auf einer Leinwand, die im Rhein schwimmt und genießen das tolle Wetter.

bis bald

11 Jul

Blog 55 „Abreise“

Langsam rückt die Abreise näher. 

Am Dienstag, dem 29.05. geht es wieder Richtung Heimat. Erster Stop ist in
Ars-sur-Formans. Es liegt nur unweit der Autobahn und es gibt dort einen sehr kleinen aber feinen Campinglatz. Durch dieses kleine Örtchen mit ca. 1400 Einwohnern geht ein Pilgerweg, denn der dort lebende Pfarrer Jean-Marie Vianney wurde im Jahre 1925 heilig gesprochen und gilt als der Schutzpatron der Pfarrer. 
Wir schlendern durch die Gässchen und besuchen die Basilika. Innerhalb der Kirche ist ein Raum in dem jede Menge Gehhilfen, Stöcke, Rollatoren und Rollstühle stehen. Eine alte Schweizerin, die auch auf dem Campingplatz ist, erzählt mir von den Wundern, die dort wohl schon passiert sein müssen. 
Wir treffen einen Pilgerer und unterhalten uns lange mit ihm. Er hat nur ein paar Geldscheine und einen Minirucksack, ist sehr vergnügt und geniesst sein Bierchen im Schatten einer kleine Bar.

Wir bleiben dort zwei Tage und fahren dann weiter nach Nancy. In dem kleinen Städtchen Liverdun direkt an der Mosel liegt der Campingplatz direkt am Fluß. Es gibt sogar extra für Rollstuhlfahrer einen Angelsteg mit traumhaftem Ausblick.

Ich besorge mir eine Angelkarte und verbringe einen wunderschönen Tag an der Mosel. Ich gebe alles beim Angeln, aber wie immer fang ich nichts. Egal – ich war am Wasser und hatte Spaß. Abends essen wir im Restaurant des Campingplatzes, nachdem wir zuvor noch die Speisekarte ins deutsche übersetzen. Die Chefin ist tiefenentspanntobwohl der Teufel los ist und als dann auch noch Teile der neuen Küche ausfallen verliert selbst sie die Nerven. Wir warten zwei Stunden auf unser Essen. Am Nachbartisch werden Karten geholt und man vertreibt sich die Zeit mit Maumau spielen. 
Samstag morgen fahren wir dann das letzte Stück bis nach Hause. Es geht eine tolle Zeit zuende, aber es warten schon wieder neue Dinge, die bestimmt nicht minder interessant werden.

bis bald

10 Jul

Blog 54 „nette Leute“

Nachdem Ursina und Pipo wieder in die Schweiz sind, verbringe ich viel Zeit auf Bouleplatz und mit lesen. Wie immer ist Dick Francis meine erste Wahl. Mittlerer Weile habe ich 46 Romane von ihm und ich bin noch von keinem einzigen enttäuscht worden. 

Alles über Dick Francis

Mitte Mai kommt Mareike und wir verbringen viel Zeit am Strand. Das Schwimmbad ist ja leider wegen den Umbauarbeiten immer noch geschlossen. Sie geht sogar mal mit auf den Bouleplatz und spielt einen Nachmittag mit mir und den Jungs. Gilbert und Hugo sind oft bei uns und wir grillen oder gehen ein Bier trinken. Nach einem Boulenachmittag lernen wir Wolfgang und Elke kennen. Sie kommen aus der Nähe von Düsseldorf und machen in Les Ayguades einen Zwischenstopp. Wir trinken ein Paar Bier zusammen und verabreden uns für den nächsten Tag.

Sie kommen zum Apero und da Gilbert, Hugo und wir zwei eh zusammen grillen wollen, überreden wir die beiden mit uns den Abend zu verbringen. Es gibt Pastis, Wein, Salat und gegrillte Garnelen. 

Der Abend wird lang und lustig. Es wird deutsch, englisch und französisch geredet und dann noch Hugo mit seinem schweizer Dialekt – und alle und alles durcheinander – herrlich. Am nächsten Morgen kommt ein Auto auf unseren Nachbarplatz gefahren und wir schauen natürlich gleich was für Nachbarn wir bekommen. Da steigen Wolfgang und Elke aus und schenken uns zum Abschied und für den Grillabend noch zwei Flaschen Wein. Wir beschliessen in Kontakt zu bleiben (wie man das so oft schon beschließt) haben aber beide ein gutes Gefühl, weil die beiden echt nett waren. Und siehe da der Kontakt ist tatsächlich weiter geblieben und sie wollen uns diesen Sommer sogar noch besuchen. 

a bientot

21 Jun

Blog 53 „Sechs Wochen Ruhe“

Nach den ersten 10 Tagen der Anreise durch die Provence und das Zentralmassiv, bin ich sehr entspannt auf meinem Platz 15 auf dem CAMPING LVL angekommen. Ich bin tatsächlich der einzige in der Ecke des Camping Platzes. Nach dem ersten Regen weiss ich auch warum. Nach ca. 20 Minuten nach Beginn des Regens, fällt der Strom aus. Wenn es aufhört zu regnen, dauert es ca. 3 Stunden und der Strom ist wieder da. Lustig – nun wollen sie mich umquartieren. Ich soll auf die andere Seite des Camping Platzes. Ich sage aber, dass ich bleiben will, da der Platz vom Untergrund her sehr fest ist und ich so mit dem Rolli gut zurecht komme. Der große Vorteil ist, dass sie alle Neuankömmlinge auf die andere Seite des Platzes schicken. Da fällt der Strom nämlich nicht aus. So bin ich zwei Wochen ganz allein. Es ist so genial, morgens die Tür auf zu machen und den Strand zu sehen und niemand stört.

Lesen, chillen, sonnen und ab 15.00 Uhr Boule spielen. Abends köchele ich vor mich hin und bin sehr bei mir. Kein Gedanke an Arbeit, Basketball oder sonst was. Was mich belastet ist, dass einer meiner besten Freunde gesundheitlich große Probleme hat und ich ihn von hier aus nicht unterstützen kann.

Am Strand ist die Matte noch nicht ausgelegt, so kann ich nur von der Treppe auf´s Meer schauen. Trotzdem immer wieder ein herrlicher Blick. Das Meer, der breite Strand und rechter Hand die schneebedeckten Pyrenäen. Hier zu sitzen und zu lesen ist einfach grandios.

Der Strand ist um diese Zeit auch noch nicht aufgeräumt. Treibhölzer in allen grössen liegen am Strand und einige bauen Skulpturen aus dem Treibgut.

Der erste Besuch trifft ein. Ursina (die Königin) und Pipo aus der Schweiz sind gekommen. Pipo war ein Spieler aus der schweizer Nationalmannschaft, die ich ja drei Jahre trainieren durfte. Ursina war die Physio und die beiden sind jetzt zusammen. Mareike und ich mögen die beiden wirklich sehr. 

Beide radeln viel und Abends kochen wir zusammen, oder gehen ins Restaurant, trinken Wein, erzählen Geschichten und spielen Quirkle. Dann erfahre ich, dass sie Boulekugeln mit haben und so verbringen wir zwei tolle Nachmittage auf dem Bouleplatz. Noch Tage später erzählen meine Kumpels vom Bouleplatz von den beiden. Schade, dass sie schon nach vier Tagen wieder weiter müssen. Sie haben aber gesagt, dass sie auf jeden Fall wieder kommen werden. 

a bientot

19 Jun

Blog 52 „Die Anreise“

Am Karfreitag geht es morgens los. Mareike ist noch auf der Bettmeralp beim Skifahren, doch mir steht der Sinn eher nach Sonne. Eigentlich wäre am Samstag das Eröffnungsrennen der DLC Serie, doch unser Rennteam kann verletzungsbedingt nicht starten. So wird mein erstes Ziel die Provence sein, denn dort findet ein kleines Trainingslager der Boulefreunde Biebertal statt. Der Platz und die Villa sind am Fuße des Mont Ventoux. Die Truppe läd mich abends zum Essen in eine sagenhafte Villa ein. Der Weg dorthin ist allerdings so steil, das mich vier Leute ziehen, schieben und über etliche Treppen tragen müssen. Es lohnt sich aber für mich, denn ich werde sehr gastfreundlich begrüßt und das essen von Rolf ist wie immer sehr köstlich.

Da ich auch zum Bouleplatz nur mit schwersten Schiebe- und Zieheinsätzen gelange und die Nächte sau kalt sind, entscheide ich mich abzureisen und gen Albi zu fahren. Dort findet der zweite Lauf zur Moto-Cross Seitenwagen Weltmeisterschaft statt. Vor zwei Jahren war ich schon mal dort und der Chef des Vereins kennt mich schon. Ich bekomme wieder meinen Platz direkt am Anfang des Fahrerlagers. Es ist Donnerstag und ich bin der erste auf dem riesigen Platz. Gegen Abend kommen die ersten Teams und ich beobachte das Aufbauen. Zu meiner Anfangszeit im Moto-Cross sind mein Beifahrer Micha und ich mit einem alten Renault 12,  Anhänger und einem Zelt losgezogen. Wenn man sich anschaut, wie die Jungs heute unterwegs sind, fällt mir nichts mehr ein. Hier ein kleiner Eindruck:

Im 40tonner ist hinten ein riesiger Lift eingebaut, mit dem die beiden Gespanne unter die Decke gehoben werden können. Unten ist dann die Werkstatt und im vorderen Bereich der Wohntrakt. Im „Vorzelt“, dass ich eher als „Festzelt“ bezeichnen würde, könnte man auch getrost Badminton spielen. Was mich aber an Castelnau de Levis  so fasziniert, ist die Tatsache, dass man die gesamte Strecke überblicken kann. 

Die Rennen sind recht unspektakulär. Der Franzose Giraud gewinnt beide Läufe souverän. Eigentlich haben die Wetterfrösche für das gesamte Wochenende Regen vorhergesagt. Es bleibt aber trocken bis zur letzten Zieldurchfahrt. Ich hab dann noch ein Bier getrunken und eine Merguez (französische Rennwurst, die aber eigentlich aus Spanien kommt) gegessen und auf dem Weg zum Kutter fängt es an zu schütten. Ich fahre  abends im Dauerregen bis nach Gruissan an den Intermarche.

Morgens weckt mich dann das, auf das ich solange gewartet habe:

Erst mal mit meinem Buch vor den Kutter gesetzt und gelesen. Danach Wäsche gewaschen, eingekauft und dann ab zum Campingplatz nach Les Ayguades.

a bientot

 

16 Jun

Blog 51 „melde mich zurück“

Nach einer längeren Pause melde ich mich zurück. Der Grund war keine Faulheit, vielmehr hat mich der ganze Hickhack um die neue Datenschutzverordnung völlig gefrustet. Mal ehrlich – wer liest sich diesen Mist eigentlich durch? Und vor was haben die Leute denn eigentlich Angst? Wenn sie es schaffen sogar der Kanzlerin ihr Handy abzuhören, muss doch eigentlich jedem klar sein, dass es bei uns wohl eher ein leichtes sein muss. Unser Bewegungsprofil ist doch eh sichtbar. Ständig wird mit Karte bezahlt, viele Handys sind recht ungeschützt und von den Netzwerken wie Facebook, Twitter oder Instagram brauchen wir gar nicht zu reden.

Ich habe mich schon lange bei Facebook und Instagram abgemeldet. Aber gänzlich kann man sich der Datenweitergabe eh nicht entziehen. Googelt man nach einer neuen Esszimmerlampe, wird einem komischerweise beim nächsten Öffnen von Ebay, auf der Startseite eine Werbeanzeige von Esszimmerlampen präsentiert.

Ich hatte nur Angst, dass nach dem 25. Mai, sich viele Anwälte auf die Suche nach fehlerhaften Datenschutzverordnungen machen und ich mir für meine kleine Reiseseite, auch noch eine Abmahnung einfange. Nun habe ich aber erfahren, dass dies nur die Verbraucherzentralen oder der hessische Datenschutzbeauftragte tun kann.  Sei es drum – ich habe meine Seite aktualisiert und werde Euch weiter berichten.

18 Mrz

Blog 50 „es ist gepackt“

Am Karfreitag geht es los. Zuerst fahr ich mit dem Rennteam auf den Hockenheim Ring, wo am Ostersamstag das DLC 1000km Rennen gestartet wird. Danach geht es weiter in die Provence. Hier haben die Boulefreunde Biebertal ein Trainingslager. Ich denke, dass ich dort so gegen Ostermontag eintreffen werde. Am Donnerstag geht es dann weiter nach Castelnau de Levis, wo der zweite WM Lauf im Seitenwagen Moto-Cross stattfindet. Dort werde ich dann das Wochenende nach Ostern verbringen und am Montag dann die letzten 200km nach Gruissan abspulen. 

Auf dem Campingplatz wird gerade viel umgebaut. Es wird wohl eine neue Rezeption gebaut, das Restaurant ist total entkernt worden und es soll ein Fitnessraum entstehen. Der Pool ist leider bis Anfang Juni gesperrt. Auf der Facebookseite des Campingplatzes gibt es dazu ein Paar Bilder.

Markus wird am Mittwoch den Kutter nochmal durchsehen, die Polster der Essecke bekommen neue Bezüge und es steht noch eine Grundreinigung an. Gepackt ist alles, jedoch macht mir das Wetter im Moment Sorgen. Bei uns hat es heute richtig geschneit. Es ist saukalter Ostwind und so kann ich halt weder die Wassertanks reinigen noch den Bus von außen waschen. Hoffentlich wird es bald wärmer.

a bientot

08 Jan

Blog 49 „kalt-dunkel-ungemütlich“

Jetzt ist schon 2018 und die Zeit vergeht wie im Flug. Ich vertreibe mir die Tage mit vielen schönen Sachen. Freunde einladen, Konzerte besuchen, chillen, fotografieren und viel Musik hören. An Silvester waren Tilman, Ania und Oliver zum feiern da. Nachmittags haben wir uns in Miniaturfotografie versucht. Hier die Bilder.

Am Samstag waren wir auf einem Konzert von FRONTM3N. Es war eine runde Sache. Viele der Songs kannten wir und es wurde mitgesungen. Es war ein schöner Abend. Morgen fahren wir nach Bad Nauheim zum NEUJAHRSVARIETE. Da freuen wir uns schon sehr drauf. Die Veranstaltung findet in einem alten kleinen jugendstiel Theater statt.

Dennoch bin ich im Moment etwas schwermütig. Die Zeit bis zur Abreise nach Gruissan ist noch lange. Es soll am 02.04 losgehen. Mit einigen meiner Freunde vom Bouleplatz habe ich auch immer mal zwischendurch Kontakt. Gilbert schickt mir gestern ein Bild von seinen Boulekugeln, die er auf seiner Gartenmauer in der Sonne platziert hat, mit den Worten „schon mal die Kugeln aufwärmen“. Es geht also auch anderen so, dass sie die Zeit in Les Ayguades vermissen. Vom 08. -10.4 findet in CASTELNAU DE LEVIS der zweite Lauf zur Seitenwagen Motocross Weltmeisterschaft statt. Dort wird die Reise erstmal hingehen. Danach sind es noch ca. 150 km bis Gruissan. Ich denke ich werde so um den 12.04 dort ankommen. Noch drei lange Monate in Kälte und Dunkelheit. Aber auch die Zeit wird noch vorbei gehen und dann geht es wieder los. Der Kutter hat ein neues Panorama Dachfenster bekommen und die Klimaanlage, die eh nicht geht wurde ausgebaut und dafür eine neue Dachluke verbaut. Sonst ist der Kutter eigentlich bereit und wartet, wie ich, auf die ersten Sonnenstrahlen und unseren Start ans Meer.

bis bald

31 Okt

Blog 48 „wieder zuhause“

Die Tage werden kürzer, der Bäcker hat geschlossen, unser Lieblingsrestaurant macht dicht und es wird frischer. Das sind die Zeichen, die mich bewegen nach Hause zu fahren. Am Dienstag morgen verabschiede ich mich von allen und fahre die ganze Fahrt in strahlend blauem Himmel. Morgens nach dem Frühstück sitze ich mit freiem Oberkörper vorm Kutter in der Sonne und lese. Komme in der Sonne zu Hause an und kann noch im trockenen Ausladen. Dann beginnt der Regen und es folgt die Zeitumstellung, die die Tage noch kürzer erscheinen lassen. 

Mein schweizer Freund Hugo berichtet über whatsapp, dass wohl am Tage nach meiner Abreise ein solches Unwetter durchzieht, dass der halbe Campingplatz ohne Strom ist und seit Tagen kein W-Lan mehr geht. 

Hab wohl alles richtig gemacht denk ich – doch dann schau ich gestern auf die Wetterapp und sehe, dass die Jungs dort unten 20 Grad haben und einen royalblauen Himmel.  🙁

Der Kutter ist soweit wieder einsatzfähig, denn am kommenden Wochenende geht es nach Oberhausen ins Gasometer zu einer Fotoausstellung (Makrofotografie). Am 9.11 spielt Gregor Meyle in Giessen und Ende November geht es nach Wiesbaden zum Rollstuhl-Basketball Derby Wiesbaden-Lahndill. Und bald ist ja wieder April denn am 02.04. geht´s schon wieder los. 🙂

bis bald

 

12 Okt

Blog 47 „Die Plätze werden leerer“

Seit dieser Woche wird es ruhiger auf dem Platz. Das Wetter wird immer besser. Heute ist es windstill und strahlend blau, sodaß ich im Kutter sitz und kurz diesen Blog schreib. Draußen ist es echt schwierig ohne Schatten. Aber so wollte ich es ja – schade nur, dass Mareike vom Wetter her etwas Pech hatte. Auf dem Bouleplatz ist immer noch viel los. Gestern waren wir zu zehnt. Ich erinnere mich an Zeiten, da bin ich um 15.00 Uhr zum Platz und um 15.30 Uhr wieder zurück weil niemand gekommen ist. Leider spiele ich im Moment sehr schlecht. Die ersten haben mich schon gefragt was los ist.

Meine schweizer Familie (Tom, Lea, Luis, Miro und Emma) ist auch wieder da. Wir haben uns letztes Jahr hier kennen gelernt. Es sind gerade viele Kids hier und die spielen abends mit Stirnlampen und Walkie Talkies Räuber und Gendarm. Das erinnert mich an meine Kindheit in Lenste an der Ostsee. Nur hatten wir keine Walkie Talkies und Stirnlampen sondern Taschenlampen, die gut und gern 2 Kilos wogen und wir hatten von den Karl-May Festspielen in Bad Segeberg, von der Zeitung „Hörzu“, Plastik Stirnbänder mit Hörzuaufdruck und einer Indianerfeder. Zum Glück war das Stirnband auf der Innenseite weiß, sodaß es dann gedreht werden konnte. Wir liehen uns Lippenstifte und sonstiges von den Erzieherinnen um die Strinbänder im Indianerstyle zu bemalen.

So ändern sich die Zeiten. Schön finde ich aber, das wir, sowohl wie die Kids gestern, von ihren Eltern gesucht und eingesammelt werden müssen um sie völlig eingesandet, salzig und vom Wind zerzaust in die Schlafsäcke zu verfrachten. 

a bientot

05 Okt

Blog 46 „Wo kommen die nur alle her“


Seit fast vier Wochen bin ich nun hier und es ist bis auf 2 oder 3 Tage jeden Abend alles voll. Was mich nervt ist, dass es nur Durchreisende sind. Rentner, die in Südspanien oder Portugal überwintern. Alle sind bettflüchtig und morgens ab 7.00 Uhr geht die Packerei los. Staukasten auf, Markisenstange rein, Staukasten zu – Staukasten wieder auf, da der fleissige Störenfried die gelben Unterlegkeile vergessen hat. Dann kommen… nee sorry – hab Staukasten zu vergessen… dann kommen die Fahrräder hinten drauf usw. Dann wird das Wohni gestartet und Muddi gibt Anweisungen beim Ausparken, die, da vaddi ja schon etwas schwerer hört, auch gut und gern am anderen Ende des Campingplatzes noch zu hören sind. Das wäre ja alles noch erträglich, wenn gerade bei denen, die mit VW Bulli unterwegs sind und keine Toilette haben, des Nachtens dann auch noch das Granufink ständig versagt und alle 3 Stunden die Schiebetür so zugehauen wird, das Muddi bestimmt senkrecht im Bulli steht. Dann müssen sie bis 12.00 Uhr vom Platz sein und um 12 Uhr 15 baut der nächste Bettflüchtling alles auf was er hat, um dann am nächsten Tag wieder zu verschwinden – das nervt 😡.

Heute ist Vollmond und seit drei Tagen haben wir ganz tolle Sonnenuntergänge.

Zum Schluss noch ein kleines Rätsel. Wie hoch ist diese Steilküste. Wer am nächsten dran ist bekommt ein kleines Present aus Südfrankreich.

a bientot

 

 

 

01 Okt

Blog 45 „Irre Leute kennengelernt“


Die Zeit vergeht wie im Flug. Ich wollte blogen, lesen und und und. Jetzt sind drei Wochen um und ich habe weder geblogt und nur ein Buch gelesen. Gestern habe ich dann Mareike zum Flughafen nach Toulouse gebracht und nun bin ich wieder alleine – aber der Reihe nach.

Gleich am ersten Freitag ist das nächste Bouleturnier und ich freue mich sehr darauf. Ich stehe schon um 7.30 Uhr auf (welch ein Opfer) und bin pünktlich um 8.45 Uhr auf dem Bouleplatz zum Einschreiben. Dann folgt die Auslosung und ich treffe ausgerechnet auf den größten Deppen des Vereins. Einer, der einen, ohne einmal Luft zu holen, den ganzen Tag vollabert und alles besser kann und sich aufführt, dass einige meiner guten Freunde mich fragen, wie ich das den ganzen Tag wohl aushalten werde. Ich halte es aus – zwar mit Halsschlagadern wie Gartenschläuche, aber es geht – bin ja Sportsmann. Zum Glück scheiden wir mir zwei Siegen und zwei  Niederlagen nach der Vorrunde aus. Trotzdem verbringe ich einen schönen Tag auf dem Bouleplatz, obwohl auch das Mittagessen sehr gewöhnungsbedürftig ist. Es gibt Cassoulet, einen Eintopf aus dem süden Frankreichs, mit weißen Bohnen, Speck, gepökeltem Schweinefleisch und Würstchen.  Es schmeckt auch so wie es aussieht!

Wir haben zu Hause bei uns eine alte Bruchsteinmauer, die Konsistenz würde sich prima zum verfugen eignen. Ich fühle mich auf jedenfall noch am nächsten Tag, wie der Wolf von den sieben Geisslein, dem sie Wackersteine in den Bauch gelegt haben. Egal, wir sitzen zusammen, Essen und trinken und haben viel Spass.

Was ich nicht recht verstehe ist, das dann dem Koch auch noch gehuldigt wird 😂😂😂😂 – obwohl, seine Paella ist sonst echt richtig gut.

Die Kochhuldigung

Ende der ersten Woche kommen Barbara, Mathias und Sahra mit der kleinen Emma. Wir kennen die Familie über meine Mutter. Sie haben einen noch älteren Kutter wie wir. Er hat sogar schon ein „H“ Kennzeichen. Sehr nette Leute, mit denen wir viel Zeit verbringen und gerade Emma macht Mareike viel Spass. Am letzten Abend laden sie uns zum Essen ein und als ich meine Austern esse möchte Emma auch eine. Ich gebe ihr eine leere Auster, die sie dann wie ich, genüsslich schlürft. 😂😂😂😂😂

Dann treffen wir eine Familie mit drei Jungs – „richtigen Jungs“! Wir kommen ins Gespräch und fragen, ob denn schon Ferien in Bayern sind. Mit nichten… sie haben die Mutter und die Kinder abgemeldet und als „reisend“ erklärt, so entfällt die Schulpflicht. Sie kaufen ein 8,50 Meter langes Wohni, das noch keinen Namen hat und wollen ein Jahr durch die Welt ziehen. Wir verbringen viele nette Stunden mit interessanten Gesprächen, gerade was das Umfeld zu ihrer Idee gesagt hat. Jetzt, wo Mareike weg ist kommt mir die Idee, dass ich vielleicht gerne ein Stück mit Ihnen rumgezogen wäre. Leider sind sie schon los Richtung Barcelona. Wir werden Ihren Blog verfolgen und hoffen, dass wir uns irgendwo wieder sehen. Ich habe Ilona gerade eine Mail geschrieben und um ein Foto gebeten, das ich dann an dieser Stelle noch veröffentlichen werde.

Editiert am 04.10.2017: Ilona hat schnell geantwortet und genauso schnell ist das Bild online.😜

Mareike und ich fragen uns, wo denn die Zeit hingerannt ist und wir so „wenig“ gemacht haben? Klar – wenn man erst um 11.00 Uhr mit dem Frühstück fertig ist, ich um 15.00 Uhr zum Boule spielen gehe und es dann um 20.00 Uhr schon wieder dunkel wird, sind die Tage einfach kurz.  Wir geniessen die Zeit am Meer oder am Pool und lassen mich zu Wasser. Herrlich, im Pool zu dümpeln und mit der Gopro zu spielen. 

Neben uns steht noch ein alter Hymer. Katja und Andy mit ihrem Sohn Fynn. Auch mit denen haben wir guten Kontakt und feiern sogar Mareikes Geburtstag zusammen mit Hugo unserem Schweizer, Kuchen und Sekt. 

Ich bin gespannt wie es nun weiter geht. Es ist immer noch sehr voll und keiner macht Anstalten weiter zu reisen.

a bientot

14 Sep

Blog 44 „Selten war er so wertvoll – der Urlaub“

Am 08.09 soll es eigentlich los gehen – nach Les Ayguades. Es geht auch los, aber wir beide schleppen uns nachmittags um 17.00 Uhr in den Kutter und vermuten, höchstens bis zur Raststätte Wetterau zu kommen. Wer damit nichts anfangen kann – sie ist ungefähr 30km von uns entfernt.😂
Wir hatten noch zwei harte Wochen vor unserer Abreise. Mieterwechsel in unserer Mietwohnung, Fertigstellung eines Logos für einen Freund, zwei Tage vor der Abfahr,t springt plötzlich der Bus nicht mehr an, usw. Es geht einfach alles schief. Aber wie es dann doch meistens immer ist – man bekommt es irgendwie hin, fragt sich zwar, wie man das wieder geschafft hat – aber egal, man sitzt im Kutter und es geht Richtung Frankreich. Nach 20 Minuten rauscht die Raststätte Wetterau an uns vorbei und ich komm recht schnell in diesen immer wieder schönen Flow, der die Kilometer frisst und bei guter Musik die letzten Wochen einfach vergessen lässt.
Die erste Nacht verbringen wir auf einer Raststätte kurz hinter Nancy. Dort bewahrheitet sich wieder unser Spruch: „ein Wohni steht selten allein.“ Nachdem wir unsere Parkposition gefunden haben und der Motor noch läuft, steht schon das nächste Wohni neben uns. Motor aus, Handbremse fest, kommen schon wieder zwei, die unsere kleine Rudelbildung komplettieren. Man sucht halt Schutz, nachdem jeder Camper die Geschichten mit Schlafgas usw kennt. Am zweiten Tag fahren wir bis Pont St. Esprit an die Ardeche. Wir halten mitten im Örtchen und suchen ein Restaurant, um Abend zu essen. Unsere Wahl stellt sich als sehr gut heraus, denn wir landen in einem Art Pub mit 80 Biersorten und wirklich gutem Essen. Nach dem Essen geht es noch 8 km weiter bis Bagnole sur Ceze. Dort kenne ich einen Supermarktparkplatz zum übernachten. Auch dort gilt unser Spruch wieder, denn wie wir morgens erwachen, stehen vier Wohnis um uns herum. Das Wetter ist weiterhin schlecht und so fahren wir durch bis Les Ayguades. Einchecken auf unserem Platz und dann lecker Kottelette mit Salat, ein Glas Wein und ab ins Bett. Morgens weckt uns die Sonne und sie ist seither unsere Begleiterin. Zwar windet es wiedermal richtig heftig, aber es soll ruhiger werden. Ich verbringe die Nachmittage auf dem Bouleplatz und Mareike geht am Strand spazieren. Morgens spielen wir Quirkle oder lesen. Wir merken aber noch die Auswirkungen der letzten Wochen, denn wir schlafen beide sehr schlecht. Hoffentlich wird das bald besser.

a bientot

19 Jun

Blog 42 „Gregor Meyle Konzert“

Zu Hause angekommen, lassen wir es recht ruhig angehen. Kutter ausräumen, Wäsche waschen, Bestände auffüllen usw. Da am Donnerstag ein Feiertag ist, haben wir die Idee am Mittwoch abend ein kleines Begrüßungsfest zu feiern. Wir laden unsere Freunde ein und es wird ein netter Abend.  Am Freitag packe ich den Kutter und um 14.00 Uhr gehts los Richtung Wolfhagen bei Kassel. Wir übernachten auf einem 5 Sterne Campingplatz 😳 und nach dem Frühstück gehts nach Wolfhagen zum Gregor Meyle Konzert.

Wir wollten eigentlich etwas durch die „Stadt“ schlendern, aber da ist nicht viel. Außerdem geht es recht bergig zu und so entschließe ich, mein Buch zu packen und mich vor das Zelt zu setzen und dem langsamen Erwachen der Konzertlocation zu zusehen. Ich sitze in der Sonne und lese, als mich jemand anspricht und fragt ob er mit mir chillen könnte. Ich stimme zu, denn es ist noch sehr ruhig rund ums Zelt. Als ich richtig hinsehe wer mich da angesprochen hat freu ich mich sehr, denn es ist die Backround Sängerin von Gregor Meyle, Laura Bellon. Wir unterhalten uns fast zwei Stunden sehr angeregt und stellen fest, das die Gruppendynamik einer Band, nicht sonderlich unterschiedlich ist zu der einer Basketball Mannschaft. Ein sehr offenes und entspanntes Gespräch, zu dem Mareike gegen Ende noch hinzustösst. Sogar Gregor selbst kommt kurz dazu, nachdem er mit seinem Neffen Fußball gezockt hat. Es wird frisch und wir lernen noch zwei Fans kennen, die auch etwas frösteln und so laden wir sie in unseren Kutter ein, trinken Tee und essen Streuselkuchen und lauschen dem Soundcheck der Band. Das Konzert ist wie immer sehr schön und wir fahren nach dem Konzert noch bis Leverkusen mit Gregor Meyles Songs auf den Lippen.

Song von Gregor Meyle

Um 1.30 liegen wir im Bett, doch an schlafen ist noch nicht recht zu denken. Viel zu viel passiert.

Am nächsten Tag ist Familienfest und es sind sogar alle da. Es gibt ein schönes Frühstück und nachmittags werden Hamburger gegrillt. Einige spielen Badminton, andere nehmen sich die Gitarren und machen Hausmusik.

Ein schönes Wochenende geht zu Ende.

bis bald

12 Jun

Blog 41 „Der letzte Stop“

Wir verabschieden uns von Romana und Wanda und fahren bis nach Vesoul. Dort finden wir einen Campingplatz direkt an einem See. Mareike schwimmt eine Runde und dann hören wir ständig Lautsprecherdurchsagen aus dem nahe gelegenen Schwimmbad. Die Neugier treibt uns zu einem Schwimmwettkampf, den wir bis zum Ende verfolgen. Als Abschlussessen kochen wir Lamm mit ordentlich Knoblauch und Couscous – lecker. Belohnt werden wir mit einem tollen Sonnenuntergang am See.

Sonntag morgen stehen wir früh auf und fahren dann die restlichen 500km über Nancy, Metz, Saarbrücken, Kaiserslautern und Mainz nach Hause. Ein wunderbarer Urlaub ist nun zu Ende, aber es geht ja schon bald wieder los.

bis bald

09 Jun

Blog 40 „Treffen mit Freunden“

Von der Provence geht es nach Louvarel. Das liegt in der Nähe von Bourg en Bresse. Hier haben wir uns mit Romana und ihrem Hund… nee Hündchen verabredet. Romana hat das vor sich, was ich hinter mir habe. Sie will mit ihrem Bulli zwei Monate in Richtung Portugal. Ihre Reise könnt ihr hier verfolgen. Wir buchen zwei Plätze nebeneinander und warten. Am Nachmittag kommt sie und vom ersten Moment an sind wir im „Chillerzähllachmodus“ und es geht uns richtig gut. Wanda tobt um uns rum und wir erzählen von Gott und der Welt. Schön, wenn man das Gefühl hat, jemanden schon ewig zu kennen, obwohl es ja eigentlich nur drei Tage waren. Abends  gehen wir im Restaurant des Campingplatzes essen und geniessen den Sonnenuntergang. Am nächsten Tag wird kräftig weiter philosophiert und nachmittags kommt es noch zu einem Drohnenflug.

Abends kochen wir und trinken noch ein Fläschchen Wein. Am folgenden Tag wollen wir eigentlich beide früh los um der Hitze aus dem Weg zu gehen, aber anscheinend haben wir noch viel zu viel zu erzählen, sodass wir erst gegen 13.00 Uhr los kommen. Es waren zwei tolle Tage mit den beiden und wir wünschen ihnen eine schöne Zeit.

An der Strasse steht Romanas blauer Bulli. Übrigens – der einzige Farbtupfer auf dem Campingplatz. Wir stehen neben ihr unter dem Baum.

 

Das ist der kleine Platz direkt am See, um den es einen schönen Wanderweg gibt. Unter dem Glassdach ist ein Hallenbad. Ganz rechts ist ein kleiner Badesee abgeteilt und der grosse See verfügt sogar über einen Steg zum angeln ausschliesslich für Rollifahrer.

Drohnenflug Louvarel

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06 Jun

Blog 39 „Zu Zweit“

Mareike ist am 19.05 mit dem Flieger in Montpellier angekommen und so mache ich mich Mittags auf den Weg. Zuerst Wäsche waschen dann einkaufen und los über die Route-National nach Montpellier. Wir verbringen zwei Wochen mit bestem Wetter und „ohne“ Wind. Sehr selten hier. Nach dem Frühstück gehen wir an den Strand, machen Radtouren und nachmittags geh ich zu den Jungs zum boulen. Es sind sogar recht gute Wellen zum bodyboarden.

Folgendes ist uns aufgefallen. Der Strand wird nicht mehr greinigt. Überall liegen angeschwämmte Äste und sogar Bäume. Wir finden, dass es aber gut aussieht.

Wir gehen essen mit Norbert und Francoise und verbringen mit ihnen einen sehr netten Abend. Sie haben versprochen uns im Juli zu besuchen. Wir freuen uns schon sehr. Da lernt Nobert mal meinen Bouleverein kennen. Die Zeit vergeht wie im Flug und so langsam planen wir die Rückfahrt.

Wir beschliessen vor Pfingsten Richtung der Provence aufzubrechen. Über Pfingsten wird der Campingplatz eh wieder randvoll sein. Abfahrt ist am 02.06 und es geht nach Buis les Baronnies. Mareike macht dort eine Wanderung und erzählt mir von dem tollen Ausblick auf den Bergen.

Auf diesem Campingplatz sind wir nun zum dritten mal. Jeder Platz hat seinen eigenen Kirschbaum, die, welch Glück, gerade reif sind. Wir besuchen den Flohmarkt und finden ein kleines Mitbringsel für Moni.

 

Ab dem 06.06 haben wir uns mit Romana in Louvarel verabredet. Wir freuen uns schon beide auf das Wiedersehen mit ihr. Wir haben die Österreicherin vor zwei Jahren auf unserem Campingplatz in Les Ayguades kennen gelernt. In diesem Jahr ist sie in Begleitung ihres neuen Kampfhundes Wanda, der getrost im Handschufach vom Kutter übernachten könnte.

Drohnenflug in der Provence

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15 Mai

Blog 38 „Immer noch sehr ruhig hier“

Nachdem über Muttertag einige Franzosen da waren ist es dann ab gestern Mittag wieder sehr ruhig geworden. Wenn dann auch noch der Wind so ruhig ist wie die letzten drei Tage nutze ich die Zeit um mit der Drohne zu fliegen. Ich habe nun mal ein Paar Bilder gemacht um euch zu zeigen wie ruhig es im Moment hier ist.

Ihr seht hier fast den ganzen Campingplatz. Es fehlt lediglich rechts unten eine Ecke. Ich bin der Erste in der zweiten Reihe auf der linken Seite. der Weg zwischen dem Campinplatz und den Häusern ist der Strandzugang vom Dorf her. Im Hintergrund seht ihr den Etang, der den vorderen Teil von Les Ayguades komplett umschliesst.

Hinter dem Dorf beginnt die „Clape“, in der viel gewandert und Mountainbike gefahren wird. Die nächsten beiden Bilder sind einmal Blick links und einmal Blick rechts dem Strand lang.

Am unteren Bild kann man den Zulauf zum Etang erkennen. Man sieht auf den Bildern auch gut wie breit der Strand ist. Zum Schluss noch ein kleines Video.

Drohnneflug 11.05.17

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02 Mai

Blog 37 „Es ist Dick Francis Zeit“

Von meinem Freund Stefan Koch hab ich mal ein Buch von Dick Francis geschenkt bekommen. Es ist ein englischer Krimiautor. Dies war der Beginn einer bis jetzt andauernden Freundschaft. Ich habe mir in den letzten zwei Jahren über 40 seiner Romane teils nur für 29 Cent als gebrauchtes Taschenbuch bei Amazon zugelegt. Ich verschlinge seine Krimis regelrecht und kann sie nur jedem Krimifreund empfehlen. Im Moment ist wieder gerade Lesenszeit. Es ist bewölkt und ab und zu regent es. Ich sitz gemütlich im Kutter mach mir Tee und lese schon den ganzen Tag. Gestern war ich Boule spielen, aber so schlecht war ich schon lange nicht mehr. Ich hatte das Gefühl noch sehr müde Arme vom Turnier zu haben. Ich war dann noch mit meinem schweizer Nachbar Hugo eine Pizza essen, hab mir zwei grosse Bier reingeschaufelt und als ich dann zum Kutter kam war es total windstill. Also hab ich noch schnell die Drohne ausgepackt und einen Rundflug gemacht, den ihr euch im Link anschauen könnt.

Drohneflug 2

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30 Apr

Blog 36 „Erstes Turnier in diesem Jahr“

Am Freitag morgen um 9.00 Uhr war Treffpunkt auf dem Bouleplatz zum ersten Turnier 2017. 32 Spieler hatten sich bis 9.30 Uhr eingeschrieben und ihre 3 € Startgebühr bezahlt. Im Anschluss folgte die Auslosung der Teams. Da es am morgen nur 4 Grad waren, medeten sich leider nur wenig Spieler an. Man entschloß sich mit 16 Zweierteams das Turnier durch zu führen. Die Auslosung ergab, dass ich auf Jaques traf. Er ist knapp zwei Meter gross und hat Hände wie Klodeckel. im ersten Spiel lagen wir schnell mit 0:7 hinten, gewannen dann aber noch mit 13:8. Auch das zweite Spiel gewannen wir. So ging es mit zwei Siegen in die Mittagspause. Tische und Bänke wurden aufgebaut. Dann folgte der Apero und im Anschluß daran gab es Paelle, gefolgt von Käse und Obstsalat.

Nach dem Essen wurde viel gelacht erzählt und natürlich weiter getrunken. Um 15.00 Uhr wurde das Turnier fortgesetzt. Jaques und ich gewannen auch die beiden nachmittags Spiele und standen somit im Halbfinale.dieses gewannen wir leicht mit 13:3 und standen im Finale. Das Finale ist schnell erzählt. Wir führten schnell mit 12:6 und sahen wie die sicheren Sieger aus. Doch dann trafen wir beide kein Scheunentor mehr und verloren noch mit 12:13. Eigentlich schade, wenn man so nah vor seinem ersten Turniersieg steht. Trotzdem war es wieder ein toller Tag an dem ich den Bouleplatz erst um 19.00 Uhr verlassen habe vollgepackt mit Wein, Maßband und Tshirt als Finalistenprämie.

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23 Apr

Blog 35 „Gemütliche Zeiten“

Nach der Osterinvasion ist es seit Tagen sehr sehr ruhig auf dem Campingplatz. Das werdet ihr auch auf dem Drohnenvideo sehen. Ich habe im Moment nur einen direkten Nachbarn. Der kleine Supermarkt hat jetzt endlich geöffnet und ich bin somit zwar sehr teuer, aber bestens versorgt. Auf dem Bouleplatz wird fleissig gespielt. Ich war bis auf eine Tag immer da.  Am Osterwochenende waren zwei richtig gute Turneirspieler auf dem Platz. Ich habe mit Jean-Marc gegen die beiden gespielt und erfahren müssen was es heisst, richtig Boule spielen zu können. Die haben uns mal so richtig weggehauen. Sonst sind die üblich Verdächtigen auf dem Platz. Es macht mir richtig Spass im Moment. Am kommenden Freitag ist dann wieder das erste Vereinsturnier. Bin gespannt was die Auslosung ergibt. Es hängt halt immer viel davon ab, wen man zugelost bekommt. Ich freu mich sehr, denn es wird auch wieder mit allen zu Mittag gegessen.

Heute mach ich mal Pause. Es war heute morgen fast windstill, darum hab ich die Drohne ausgepackt und bin etwas geflogen. Jetzt schreibe ich meinen Blog fertig und dann ist mal wieder Campingalltag angesagt. Zur Spühlhalle, dann Müll wegbringen und mal den Kutter etwas aufräumen.

Viel Spass mit dem kleinen Video.

Drohnenvideo

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13 Apr

Blog 34 „Eine, der’s geht wie mir“

2016 – oder war es schon 2015??? – haben wir auf dem Campingplatz eine tolle Österreicherin kennen gelernt. Sie war mit ihrem blauen Bulli unterwegs, schreibt Bücher, blogt und geniest das Leben. In Ihrem Reiseblog erzählt sie von ihren Erlebnissen und interviewt Menschen, die sie auf Ihren Reisen kennelernt.

Nun hat sie auch mich befragt und ich habe ihr gerne erzählt. Hier findet ihr das Interview.

Auf unserer Rückreise, Anfang Juni, ist sie gerade unterwegs in den Süden und wir wollen uns in der Provence oder Avignon treffen. Das gibt wieder ein heiden Spass

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10 Apr

Blog 33 „Gut angekommen“

Pünktlich um 11.00 Uhr ging es am Donnerstag los. Hatte vorher noch drei harte Tage. Zu Hause alles noch schnell klar gemacht. Für Markus noch den Anfang einer Homepage gebastelt und Jurgo noch bei einem Computerproblem geholfen. Bin dann bis kurz vor Dole gefahren. Hab dann die Autobahn um Besancon genommen und mich auf eine Raststätte gestellt. Kurz vor dem Einschlafen klopfte es kräftig am Kutter. Die Gendamerie bat mich alle sichtbaren Wertgegenstände weg zu stellen, es wäre in der Nacht zuvor zu Diebstählen gekommen. Hab dann meine Eingangstür mit einem Spanngurt gesichert und recht gut geschlafen. Am Freitag bin ich dann bis Beauvoisin gefahren.

Dort war ein Seitenwagen Moto-Cross um die französische Meisterschaft. Bin recht kaputt am Freitag abend angekommen um dann zu erfahren, dass am Samstag gar nichts lief. Kein Training, keine Quali. Also war Samstag Gammeltag. Hab dann am Sonntag bis mittags fotografiert und dann nach der Mittagspause die Rennen genossen. Hier zwei Bilder.

Nach dem Rennen bin ich noch bis nach Narbonne gefahren und hab auf dem Decathlon Parkplatz übernachtet. Ich wollte morgens Schuhe kaufen, habe aber nichts gefunden.

Nach einer kurzen Runde durch Gruissan schnell zum Einkaufen. Dort hielt plötzlich eine Auto neben mir und es waren vier Leute vom Bouleplatz drin.  Alle vier haben gleichzeitig mit mir geredet. Was ein Spass.  Wir haben uns dann um 16.30 zum „anboulen“ verabredet. Daraus wurde aber leider nichts, da es um Punkt halb fünf anfing zu schütten.

Hab mich nun auf dem Campingplatz gut eingerichtet. Die Sonne ist auch wieder da und es ist schön warm. Morgen um 14.30 ist dann „vereinsboulen“, dort treffe ich dann alle.

Jetzt wo ich hier so sitze und die Zeilen schreib, merke ich wie kaputt und müde ich bin. Mein Gefühl sagt mir bleib jetzt erst mal drei Tage im Bett und schlafe. Vielleicht sieht es ja morgen schon wieder besser aus.

a bientot

Es sieht besser aus – habe recht gut und lang geschlafen. Es ist ganz ruhig hier. Der Campingplatz ist  in dieser Ecke noch fast leer. Wir stehen mit vier Wohnis auf einem Gebiet wo sonst 40 stehen würden. Das wird leider zum Osterwochenende anders. Da ist der ganze Platz dann rappelvoll um dann am Ostermontag wieder zur Ruhe zu kommen. Jetzt ist erstmal Kutterpflege angesagt. Der fiese feine Staub vom Moto-Cross ist bis in jede Ritze gekrabbelt, außerdem ist mal wieder Sturm und ich muss die Stütze vom Kutter ausfahren, damit  er nicht so wackelt. Spülen – und dann schnell in die Sonne setzen und lesen. Was hab ich mich darauf gefreut. Um 14.00 gehts dann zum Bouleplatz.

05 Mrz

Blog 32 „Die ersten Vorbereitungen“

hallo zusammen,

nicht nur ich erwache langsam aus dem Winterschlaf – nein, auch der Kutter wird Stück für Stück geweckt. Im Alkoven hab ich ein Dachfenster einbauen lassen.

Es wird dort oben doch sehr warm und man kann nichts öffnen. Jetzt kann man sogar im Bett sitzend aus der Dachluke schauen. Schade, das ich da nicht hochkomme. Am Freitag hat der Kutter zwei Jahre TÜV bekommen und das ohne jede Mängel. Ist halt ein Mercedes. Man merkt ihm die 27 Jahre kaum an. Für mich gab es diese Woche noch eine neue Matratze. Damit der Vatti gut liegt.

Jetzt geht es wieder los mit dem Packen. Es sind zwar noch 6 Wochen, aber die Zeit rennt im Moment so, dass ich lieber jetzt schon anfange mich um alles zu kümmern. Gestern war ich mit Jurgo fotografieren und ich wollte mein Resisestativ mitnehmen. Ich konnte es aber niergends finden, bis mir klar wurde, dass es bei dem Diebstahl auch geklaut wurde. Mir war es nur nicht aufgefallen, da ich es erst kurz vor der Abreise gekauft hatte und es noch nicht so recht auf meinem Schirm war. In Gruissan sind es im Moment 20 Grad. Da kommt schon das Gefühl auf, sofort loszufahren.

Zunächst geht es aber zu meinen Freunden in die Schweiz. Das kommende Wochenende spielt meine alte Mannschaft, die Pilatus Dragons, im Eurocup. Zeit wiedermal alte Geschichten zu erzählen und ein Paar Bier zu trinken. Ich freu mich schon die ganzen Leute wieder zu sehen.

Bis bald

 

23 Dez

Blog 31 „Schöne Feiertage“

Allen ein gutes, gesundes und lustiges 2017,

Ich freu mich schon jetzt, endlich wieder nach Gruissan aufbrechen zu können. Gerade wo das Wetter im Moment so blöd ist. Norbert aus Gruissan hat mich anfang Dezember vom Bouleplatz angerufen und mir gesagt, dass sie immer noch in Shorts bei 16 Grad und royal blauem Himmel mit 6-10 Leuten jeden Tag spielen. Da war ich schon etwas traurig, aber es ist ja jetzt schon Januar und da ist der April auch nicht mehr weit.

Ich wollte euch noch kurz berichten, wo es mich dieses Jahr alles hinverschlagen hat. Im April war ich noch mit meinem Mototradteam unterwegs. Sie fahren im DLC-Cup Langstreckenrennen.

Mitte April bin ich dann nach Gruissan aufgebrochen. Dort haben mich Hübi, Renate, Hogel und Inge besucht. Später kam Siggi noch einen Tag vorbei. Er war gerade mit seinen Schülern in Frontignan. Auf der Rückfahrt bin ich dann noch ca. 10 Tage durch die Provence gefahren. Ich wollte eigentlich zur Lavendelblühte, war aber ca. drei Wochen zu früh. Anfang Juni war ich dann wieder zu Hause und bin mit dem Rennteam Mitte Juli nach Most zum Training gefahren. Ende Juli war ich für ein Paar Tage in Büsum bei Gela und Rolli. Anfang August gings dann mit meinem Neffen Felix, drei Tage zum Fotografieren nach Mannheim und in den Odenwald. Wir haben einen Tag auf einem Skatepark und am nächsten Tag auf einer Bike-Downhillstrecke fotografiert. Mitte August war ich dann mit meiner Nichte Helen und Lena, der Tochter meines Freundes, im Heidepark Soltau.

Wir drei haben vor, alle Funparks in Deutschland zu besuchen. Rust, Kirchhellern, und Phantasialand haben wir schon. Ende August war ich eingeladen zu einem Basketball-Camp in Augsburg. Eine ehemalige Spielerin von mir lud mich dazu ein. Mit ihr und ihrer Familie habe ich immer wieder Kontakt, was ich sehr schön finde. Ich mag die Meitners sehr. Am 02.08. war ich mit dem Kutter beim Helge Schneider Konzert und am 04.08. bei Gregor Meyle. Gerade bei Gregor war ich mit fast 15 Leuten. Ein tolles Konzert mit einem genialen Bühnebild. Dann noch Open-Air – Herz was willst du mehr.

Am 06.08. hab ich dann meine Mutter eingepackt und bin mit ihr nach Gruissan. Sie wollte nochmal ans Mittelmeer. Mit ihren nun fast 80 Jahren hat sie sich tapfer gehalten. Nach 10 Tagen flog meine Mutter zurück. Zwei Wochen später bin ich nach Barcelona gefahren. (Das Thema Barcelona hab ich in meinen Blogs recht ausführlich behandelt).  Anfang Oktober bin ich dann nach Hause gefahren. Am 25.10 startete der Kutter nach Köln zum Bosse Konzert – sehr geil.

Dann ging es am nächsten Tag weiter zum alljährlich Plätzchen backen nach Leverkusen. Am 03.12. hatte das Rennteam zur Weihnachtsfeier geladen. Am 27.12 bin ich in die Schweiz zum Basketball Christmas-Camp nach Luzern gefahren. Dort bin ich nun schon seit einigen Jahren. Hier treffe ich meine alten Spieler der Dragons und der Schweizer-Nationalmannschaft, die ich ja drei Jahre trainieren durfte. Viele viele richtig nette Leute und eine bomben Stimmung, da bekomme ich schon immer etwas Pipi in die Augen, wenn es wieder nach Hause geht. Hab mich halt die drei Jahre sehr wohl gefühlt in der Schweiz.

Jetzt schließt sich dann wieder der Kreis und ich warte bis der Kutter wieder startet.  Bin schon am Route planen und freu mich wie ein Brötchen wenn es endlich wieder los geht. Ich würde ja gerne auch mal im Winter mit dem Kutter los fahren, aber leider ist er mit seinen fast 30 Jahren nicht winterfest. Die heutigen Wohnmobile haben alle einen doppelten Boden, in der die ganze Heizungs- und Wasserinstallation verlegt ist. Da friert nichts ein und es ist gut warm. Also – noch ca. 90 Tage.

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20 Okt

Blog 30 „Mal was zum Schmunzeln“

Das erste Bild entstand auf dem Campingplatz Barcelona. Hier gilt es E.T zu finden!!!

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Auf dem zweiten Bild hat sich der Übersetzer zwar viel Mühe gegeben, aber was einem bei der Bestellung des Salates „PERIGOURDINE“ erwartet, bleibt mir zumindest ein Rätsel.

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19 Okt

Blog 29 „Sturm wie nie“

Ich bin in einem Rutsch von Barcelona nach Gruissan gefahren. Der Kutter schnurrt wenn er warm ist tadellos. Nur morgens hat er ein bis zwei Minuten Stress bis er richtig läuft. In Gruissan angekommen fängt plötzlich der Wind an zu drehen und kommt ab mittags vom Meer. Das bedeutet nichts Gutes. Sofort schaukelt sich das sonst eigentlich recht genügsame Mittelmeer richtig auf. Von Stunde zu Stunde nimmt der Wind zu. Es gibt vom Meteodienst eine Wellenhöhenvorhersage, die wohl so hoch vorhergesagt wird, dass der Campingplatzbesitzer die erste Reihe direkt am Strand evakuiert. Ich habe in den letzten Tagen eine sehr nette schweizer Familie kennengelernt, die zu fünft in einem kleinen Faltcaravan wohnen. Ihnen wird kostenlos ein Chalet zur Verfügung gestellt. Sie müssen aber alles zusammenpacken und in Sicherheit bringen. Dann schliesst man erstmals seitdem Mareike und ich auf diesen Platz fahren, die Durchgänge zum Strand mit Flutbrettern. Die Nacht ist unglaublich. Die Brandung ist total laut und der Bus wackelte so, dass an schlafen eigentlich kaum zu denken ist. Am nächsten Morgen ist vom Strand nichts mehr zu sehen und das Wasser ist wohl tatsächlich in den Campingplatz gelaufen. Mein Nachbar erzählt mir ganz aufgeregt von der Wasserhöhe. Bis an die Treppe zum Strand habe ich ja schon öfters erlebt, aber bis auf den Platz … für mich nur schwer vorstellbar.

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Mittlerer Weile dreht der Wind um 180 Grad und kommt nun vom Land mit der gleichen Wucht wie die zwei Tage zuvor. Die Wellen brechen dann Richtung Strand, aber die Gischt weht horizontal hinaus aufs Meer. Ein tolles Erlebnis was auch für sensationelle Bilder sorgt. Hier ein Paar Beispiele:

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In der folgenden Nacht legt sich der Wind und es wird plötzlich ganz still. Der Strand ist noch unter Wasser, aber der ablandige mittlerweile Windhauch, drückt das Wasser langsam zurück ins Meer und es ist platt wie eine Flunder.

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Eine wirklich tolle Stimmung. Nach dem Getöse der letzten Tage wirkt die Ruhe fast gespenstisch. Meine fünf Schweizer sind zurück in ihrem Wohnwagen. Alle Leute trocknen Vorzelte, Teppiche… es kehrt wieder Alltag ein. Zurück bleiben die Spuren der Wassermassen am Strand. Jede Menge Treibholz.

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Kaum vorstellbar, dass das Wasser bis dort von wo ich dieses Foto gemacht habe, reichte.

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07 Okt

Blog 28 „Der letzte Tag in Barcelona“

Heute fahre ich zum letzten mal nach Barcelona. Ich habe beschlossen etwas auf der „Rambla“ zu bummeln und dann nochmal lecker Tapas essen zu gehen.

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Straßenkünstler auf der Rambla

Nun gehts aber wieder los. Ich fahre zurück nach Gruissan und bleibe dort noch so lange bis es kalt wird. Der Kutter macht etwas Probleme. Morgens läuft er kurz nur auf vier Zylindern (ist ein Fünfzylinder). Wenn er warm ist läuft er tadellos. Markus, mein Schrauber meint, ich schaffe es aber noch bis nach Hause.

06 Okt

Blog 27 „Vierter Tag in Barcelona“

Heute war ich in den Markthallen der Rambla. Da isst man besser vorher etwas, sonst endet der Besuch in einem wilden Kaufrausch. Meeresfrüchte aller Art, Fische, Obst, süsse Sachen und natürlich der spanische Schinken in all seinen Reifegraden.

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Da musste ich natürlich gleich Vorort ein Paar Austern schlürfen.

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Ich habe lauter Leckereien gekauft und bin dann in einem Innenhof auf der linken Seite der Rambla zum Picknick machen abgebogen.

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Anschliessend bin ich wieder auf die Rambla und habe den Malern und sonstigen Kleinkünstlern zugeschaut. Ich könnte hier ohne Probleme 2-3 Tage rumsitzen und mir die Leute anschauen. Man denkt ja man hätte schon so alles gesehen, aber hier wird der Kleingeist doch immer wieder eines Besseren belehrt. So viel schöne Menschen die ganz unterschiedlich gestylt sind gibt es wohl nur in solchen Metropolen. Aber dafür fährt man ja auch dort hin.

hasta luego

05 Okt

Blog 26 „Dritter Tag in Barcelona“

Nach einem Tag Pause geht es heute zur „Familia Sagrada“ einer von Gaudi erbauten Kirche. Gleich zu Beginn ein Wort: Selten war ich so beindruckt!!! An diesem Meisterwerk stimmt wirklich alles. Farben, Formen, Licht… alles ist so toll geplant und umgesetzt worden, dass es einem schon den Atem raubt, wenn man durch die Tür ins Innere tritt.

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Ich verbrachte gut zwei Stunden in der Kirche und konnte kaum glauben, dass so etwas von Menschen gebaut werden konnte. Die Pfeiler, die im Inneren fast 50 Meter hoch sind, sind im oberen Bereich verzweigt wie Äste eines Baumes – sehr spektakulär!!!

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Die verschiedenen Seiten der Kirche sind in unterschiedlichen Farbtönen gehalten. Wenn man also lange drin bleibt und die Sonne außen um die Kirche wandert verändert sich im Inneren ständig das Licht.

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Hier noch ein Bild mit Blick über die Stadt.

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Auf dem Weg zurück zum Bus, fand Ich in einem Park noch einen tollen Blick auf das Bauwerk, das 2026 fertig sein soll. Bei über 3 Millionen Besucher pro Jahr, macht das am Tag über 8000 Besucher. Durch die unterschiedlichen Einlasszeiten war der Andrang gut zu ertragen.

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Danach bin ich mit dem Bus zurück in die Innenstadt und habe noch etwas gebummelt. Ein aufregender Tag, an dem ich beschliese 2026 das fertige Bauwerk nochmal anzusehen.

hasta luego

 

04 Okt

Blog 25 „Zweiter Tag in Barcelona“

Schon auf der Fahrt in die Stadt fällt mir auf, dass der Verkehr immer am Laufen ist. Es gibt unzählige Roller, die wohl die Flut der Autos eindämmen. Für heute habe ich mir den „Park Güell“ vorgenommen.

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Dieser Park ist das Resultat eines Traums des Industriellen Eusebi Güell und der Fantasie des Künstlers Gaudí. Ein Teil der Parks ist frei zugänglich. Um den inneren Teil des Parks zu sehen, muss man Eintritt bezahlen. Ich war so gegen 11.30 Uhr da und man sagte mir, dass der nächste Einlass um 17.30 Uhr sei. Damit hatte ich nicht gerechnet. Man lässt da wohl alle 30 Minuten ca. 400 Leute rein. Dann hatten sie aber doch ein Einsehen und man hat mich außer der Reihe rein gelassen.

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Der Park liegt im Norden von Barcelona. Man hat von dort einen tollen Blick über die ganze Stadt und sieht sogar das Meer am Horizont. Da ich ja schon den Park „Giardino dei Tarocchi“ der „Niki de Saint Phalle“ besucht habe, war für mich der Besuch im „Park Güell“ nicht so beeindruckend. Mir hat der Garten in der Toscana besser gefallen. Ich war dort aber auch fast der einzige Besucher, während im Park Güell Unmengen von Touristen (vor allem Asiaten) waren. Mir war es einfach zu voll. Dazu kam noch diese neue Unsitte mit den Kamerastäben, mit denen man sich vor jeder Kachel für irgendwelche Kackselfies positioniert… nervig!

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hasta luego

 

03 Okt

Blog 24 „Erster Tag in Barcelona“

Nachdem ich auf dem Campingplatz angekommen bin, habe ich beschlossen erst mal einen Tag Pause zu machen. Für den folgenden Tag habe ich dann den Bus gebucht und bin kostenlos direkt zur „Placa de Catalunya“ gefahren worden.

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Auf der rechten Seite seht ihr die Bushaltestelle. Von dort ist man direkt an der Metro, den Citytouribussen oder den normalen Stadtbussen. Ferner geht von diesem Platz die berühmte Strasse „La Rambla“ ab, mit allen nur erdenklichen Geschäften, Cafes, Bistros, Restaurants, Strassenkünstlern und Musikern, die direkt bis zum Strand geht.

Der erste Weg führt zum  „Bruum Ruum“. Im Reiseführer steht irgend etwas von Klang und Lichtanimationen. Danach soll es Tapas am Strand geben und dann zurück zum Campingplatz.

Ich also mit der Metro drei Stationen zum „Plaça de les Glories“. Dort ausgestiegen gehe ich auf die Suche. Ich finde nichts. Zwei Polizisten geben mir Auskunft. „Von Licht wissen wir was, aber von Klang…“ Dann finde ich komische Trichter im Boden. Ich also hin und mein Ohr an die Muschel… nichts, nur U-Bahn rauschen oder keine Ahnung was das sein sollte.

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Kein Licht, ein leerer Platz, kein Mensch nur die zwei Touris, die wiedermal einem tollen Reiseführer gefolgt sind. Als ich mich eben drangesetzt habe um den ersten Tag in Barcelona zu blogen, hat mich dann der Schlag getroffen. Beim googeln fand ich dann folgendes:

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Mir liefen gerade die Tränen vor Lachen. Der  Trottel vom Dorf in der grossen Stadt… Von dort aus bin ich an den Strand und dort die ganze Promenade lang.

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Am Ende gab es leckere Tapas in einem kleinen Bistro mitten im Leben. So fand der erste Tag dann doch noch ein versöhliches Ende.

hasta luego